In der 1. Klasse Nord-Ost hat die SPG Pregarten 1b der Sportunion Schweinbach beim 1:1-Unentschieden lange alles abverlangt. Der Bezirksliga-Absteiger fand zunächst überhaupt nicht ins Spiel, steigerte sich nach der Pause aber deutlich und kam durch Kapitän Paul Wurzinger in der 89. Minute noch zum Ausgleich. Trainer Wolfgang Klapf sprach von einem "erwartet schweren Spiel" und hielt fest, dass das Remis insgesamt in Ordnung gehe.
Der Start lief für Schweinbach denkbar schlecht. Schon in der 2. Minute brachte Jan Marcina die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und aus Sicht von Klapf passte dieses frühe Gegentor genau zur schwachen Anfangsphase seiner Mannschaft. "Wir hatten die ersten dreißig Minuten überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel", sagte der Trainer nach der Partie. Er wurde in seiner Analyse deutlich und sprach davon, dass sein Team lethargisch gewesen sei, die Mitte nicht schließen konnte und in den Zweikämpfen nicht konsequent genug auftrat. Auch die Entstehung des Gegentreffers gefiel ihm gar nicht. "Es war ein Einwurf und wir haben uns in der Abwehr nicht gut angestellt", sagte Klapf. Dass es mit einem 0:1 in die Pause ging, war aus seiner Sicht nur folgerichtig, weil Pregarten in dieser Phase mehr vom Spiel hatte.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aber klar. Klapf sah seine Mannschaft nun deutlich verbessert und sprach davon, dass Schweinbach in der zweiten Halbzeit "klar überlegen" gewesen sei. Die Gäste blieben am Drücker, suchten immer wieder den Weg nach vorne und ließen laut ihrem Trainer kaum Zweifel daran, in welche Richtung das Spiel nun lief. "Wir haben eigentlich nur auf ein Tor gespielt", sagte Klapf. Trotzdem blieb die Partie bis ganz zum Schluss offen, weil Pregarten in der 87. Minute noch die große Möglichkeit auf die Vorentscheidung hatte. Ein Spieler der Heimelf lief alleine auf das Tor zu, doch Schweinbachs Torwart hielt stark und bewahrte seine Mannschaft vor dem 0:2. Diese Szene bekam noch einmal besonderes Gewicht, weil nur zwei Minuten später der Ausgleich fiel: Paul Wurzinger traf in der 89. Minute zum 1:1 und sicherte den Gästen damit doch noch einen Punkt.
In der eigenen Spielanalyse wurde der Schweinbacher Trainer dann sehr konkret. Positiv hob er vor allem die Standards hervor, die seine Mannschaft nach seiner Einschätzung "sehr, sehr gut geschossen" habe. Nicht immer habe man dabei einen Abnehmer gefunden, trotzdem sei das ein Bereich gewesen, der ordentlich funktioniert habe. Gefährlich wurde Schweinbach laut Klapf vor allem über die linke Seite. "Wir sind, glaube ich, fünfzehn oder zwanzigmal durchgekommen", sagte er. Genau dort lag für ihn aber auch ein Kernproblem dieses Spiels. "Leider ist der letzte Pass nicht angekommen." Dazu kam fehlende Konsequenz im Abschluss, denn nach seinen Angaben hatte Schweinbach bereits in der ersten Halbzeit drei hundertprozentige Chancen, ohne daraus Kapital zu schlagen. Der späte Ausgleich fiel dann passend zur Einschätzung des Trainers nach einer Standardsituation. Klapf beschrieb den Treffer so: "Der Ausgleich zum 1:1 war eine Standardsituation und ein Gestocher. Unser Kapitän Paul Wurzinger hat dann zum Glück noch den Ausgleich geschossen."
Gerade weil der Ausgleich erst so spät fiel, wollte Klapf das Ergebnis danach nicht größer reden, als es war. "Aufgrund dessen, dass wir den Ausgleich so spät geschossen haben, geht das Unentschieden in Ordnung", sagte er. Noch klarer wurde er mit Blick auf die Gesamtleistung seiner Mannschaft: "Wir haben uns am Samstagnachmittag auch nicht mehr verdient." Gleichzeitig verteilte der Coach ein Lob an den Gegner, der "sehr gut in der Verteidigung gestanden" und "mit seinen Mitteln sehr, sehr gut verteidigt" habe. Auch die Leistung von Schiedsrichter Causevic ordnete er ruhig ein. Es habe auf beiden Seiten einige fragwürdige Entscheidungen gegeben, aber keine spielentscheidenden. Für die Union Schweinbach bleibt damit ein später Punktgewinn, der nach zwölf Runden 27 Zähler und Rang zwei in der Tabelle bedeutet. Nach dem Verlauf der ersten halben Stunde war das am Ende mehr Rettung als verpasster Sieg, nach der zweiten Halbzeit aber ein Ergebnis, mit dem die Gäste leben können.