In der 1. Klasse Nord-Ost hat sich die Union Autohaus Aumayr Schönau am Samstagnachmittag mit 2:1 gegen den SC BT-Bau Tragwein/Kamig durchgesetzt. Ausschlaggebend war aus Sicht von Co-Trainer Tobias Kern, dass seine Mannschaft nach einem eher verhaltenen Beginn immer besser ins Spiel fand, nach der Pause mehr Kontrolle bekam und die eigene Idee deutlich klarer auf den Platz brachte. Erst der späte Anschlusstreffer machte die Schlussphase noch einmal spannend.

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Der Start war nach Kerns Eindruck noch nicht so, wie sich Schönau das vorgestellt hatte. „Wir sind vielleicht nicht so optimal reingestartet, aber umso wichtiger war es, dass wir das erste Tor erzielt haben und nicht einem Rückstand hinterherlaufen mussten“, sagte der Co-Trainer. Dieses 1:0 fiel in der 18. Minute nach einem Standard. Eine Ecke kam gut herein, der erste Abschluss konnte noch abgewehrt werden, doch im Nachgang traf Jonas Ruemer mit dem Nachschuss unter die Latte. Bis zur Pause blieb es beim 1:0, auch weil die Gastgeber in dieser Phase zwar in Führung lagen, aus Sicht ihres Co-Trainers aber noch etwas zu passiv auftraten.
Gerade diesen Punkt hob Kern nach dem Schlusspfiff deutlich hervor. „In der ersten Halbzeit waren wir ein bisschen zu passiv und haben zu niedrig verteidigt. Da hätten wir schon höher verteidigen müssen, dann hätten wir auch mehr Kontrolle über das Spiel bekommen“, erklärte er. Nach dem Seitenwechsel gefiel ihm der Auftritt seiner Mannschaft dann wesentlich besser. Schönau kam immer mehr in die Partie, setzte die eigene Spielidee konsequenter um und legte in der 57. Minute nach. Das 2:0 durch Justin Joachim Himmelbauer entstand nach Kerns Schilderung genau so, wie es das Trainerteam sehen will: sauber von hinten herausgespielt, mit Spielverlagerung, einem guten Ball von der Seite in den Strafraum und einem souveränen Abschluss.
Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken hatte Schönau die Begegnung nach Kerns Darstellung nun gut im Griff. „Die Umschaltmomente können wir schon sehr gut nutzen, wir kommen zu sehr vielen Torchancen“, sagte er, fügte aber auch an, dass noch mehr drin gewesen wäre. Gerade in der zweiten Hälfte hätte seine Mannschaft aus den vorhandenen Möglichkeiten das dritte Tor nachlegen können. So blieb Tragwein im Spiel und kam in der 86. Minute durch Philipp Andreas Friedinger noch zum 2:1. Die Schlussphase wurde dadurch noch einmal eng, auch wenn Schönau den Vorsprung letztlich über die Zeit brachte. „Hätten wir uns leichter machen können, aber im Großen und Ganzen war es ein gutes, solides Spiel von uns“, meinte Kern.
Kern bescheinigte auch dem Gegner eine klare Idee. Der SC Tragwein habe „eine sehr ähnliche Spielidee“ und gute, schnelle Spieler, die es den Gastgebern keineswegs leicht machten. Den Unterschied sah er trotzdem bei der Entwicklung seiner eigenen Mannschaft. „Man merkt Woche für Woche, Training für Training, dass die Mannschaft das immer besser umsetzen kann“, sagte er. Die Union Schönau habe hinten vergleichsweise wenig zugelassen, nur einige Distanzschüsse seien gefährlich geworden. Dass der Heimsieg verdient war, leitete er aus der zweiten Hälfte ab: mehr Kontrolle, zwei Tore und insgesamt wenig zwingende Chancen des Gegners im Strafraum. Mit dem Erfolg hält Schönau nach zwölf Runden bei 19 Punkten und liegt auf Platz sechs.