Spielberichte

Roland Ulrich (Trainer SV Waizenkirchen): "Ab der ersten Minute Gas gegeben"

Union Wesenufer
SV Waizenkirchen

In der 1. Klasse Nord-West feierte der SV Guschlbauer Waizenkirchen bei der Union Wesenufer einen klaren 4:0-Auswärtssieg. Zwei schnelle Treffer legten früh den Grundstein, noch vor der Pause fiel das 0:3. Nach dem Seitenwechsel blieb Waizenkirchen stabil und legte durch das vierte Tor nach. Trainer Roland Ulrich sprach von einem Auftritt mit viel Willen, stark genutzten Standards und einigen liegen gelassenen Chancen – und hob die mannschaftliche Einstellung als entscheidenden Faktor hervor.

Fußballtor

Foto von Mike Robinson auf Unsplash

Frühe Standards, klare Kante: Waizenkirchen stellt rasch die Weichen

Waizenkirchen erwischte den besseren Start und setzte gleich die Akzente. Trainer Roland Ulrich brachte es so auf den Punkt: "Wir haben das Spiel richtig gut angefangen, die Mannschaft hat ab der ersten Minute Gas gegeben." Der Lohn kam früh. In Minute 12 köpfte Fabio Traunwieser nach einer einstudierten Eckballvariante zum 0:1 ein. Nur vier Minuten später erhöhte Florian Mair per Kopf auf 0:2 – laut Ulrich nach einem "gelernten Einwurf", der genau so geplant war. Danach, so der Coach, kam Wesenufer etwas besser ins Spiel: "Nach dem 2:0 hat der Gegner ein bisschen dominiert, aber unsere Konter waren immer wieder gefährlich." Kurz vor der Pause setzte Waizenkirchen den nächsten Stich. In der 44. Minute traf Gregor Mair zum 0:3. Ulrich erklärte dazu: "Über links hat Bence Koronczi einen starken Lauf und eine perfekte Flanke gebracht, Gregor hat volley abgeschlossen." Mit dem klaren Vorsprung zur Halbzeit war die Partie praktisch entschieden, wie Ulrich einordnete: "Mit 3:0 sind wir in die Pause, das hat uns beruhigt."

Einstellung, Laufarbeit und Standards – Ulrich erklärt den Unterschied

Gefragt nach dem entscheidenden Moment, musste Ulrich nicht lange überlegen: "Die komplette Einstellung zum Spiel. Die Jungs waren richtig motiviert, wir haben das die ganze Woche vorbereitet. Sie haben nicht nur geredet, sie haben es auf dem Platz gezeigt." Der Trainer hob die vielen Wege ohne Ball und die Konsequenz in den Duellen hervor: "Kämpferisch und läuferisch waren wir voll da, ab der ersten Minute." Besonders gefiel ihm, dass die Standards griffen: "Ich finde sehr positiv, dass wir unsere Standards genutzt und zwei Tore daraus gemacht haben." Ganz ohne Kritik wollte Ulrich den Nachmittag aber nicht stehen lassen: "Die einzige negative Sache ist, dass wir zu viele Chancen vergeben haben. So viele Möglichkeiten darfst du nicht liegen lassen, sonst verlierst du Selbstvertrauen." Er sprach von "sieben, acht oder noch mehr" weiteren Möglichkeiten – ein Hinweis, dass der Sieg trotz der vier Treffer sogar noch höher hätte ausfallen können.

Abgeklärt nach der Pause, spätes 0:4 und Lob für den Schiedsrichter

Nach dem Seitenwechsel hielt Waizenkirchen den Rhythmus hoch, ohne das Ergebnis zu riskieren. In der 70. Minute fiel der Schlusspunkt: Benedikt Wagner stellte auf 0:4. Ulrich gefiel besonders, wie sein Team in Überzahlsituationen nachrückte: "In der zweiten Halbzeit hatten wir fünf-, sechsmal Überzahl. In so einer Situation hat Bene das Tor gemacht – ein sehr schöner Treffer." Auch für den Unparteiischen fand der Coach klare Worte: "Der Schiedsrichter hat eine sehr gute Leistung gebracht. Es war ein faires Spiel, und er hat die Szenen, die zu pfeifen waren, richtig bewertet." Den Gegner sah Ulrich grundsätzlich mit Anlagen: "Wesenufer ist eine spielerisch gute Mannschaft, da wäre mehr drin.

Unterm Strich blieb für ihn der klare Befund: "Der Wille war auf unserer Seite sicher größer – kämpferisch und läuferisch. Heute waren wir besser, und das haben wir gezeigt."

1. Klasse Nord-West: Wesenufer : Waizenkirchen - 0:4 (0:3)

  • 70
    Benedikt Wagner 0:4
  • 44
    Gregor Mair 0:3
  • 16
    Florian Mair 0:2
  • 12
    Fabio Traunwieser 0:1