Nach der Pleite in Runde 23 der Landesliga Ost gegen den SC Marchtrenk zogen die Verantwortlichen der SPG Putzleinsdorf/Hofkirchen die Reißleine und trennten sich vom nunmehrigen Ex-Coach Gerhard Ecker. Daraufhin übernahm Individualtrainer Leander Jomrich interimistisch, ehe Sportchef Martin Pirkelbauer im Gespräch mit Ligaportal heute den neuen Chefcoach vorstellte.
Die SPG zierte bereits nach der Hinrunde mit nur acht Punkten auf dem Konto das Tabellenschlusslicht. Im Frühjahr ging es dann in ähnlicher Tonart genauso holprig weiter: Ein Sieg bei der Viktoria Marchtrenk und zwei Remis gegen St. Florian und St. Magdalena – mehr sprang auch im Frühjahr unter Ecker nicht heraus. „Wir waren sportlich nicht erfolgreich, die Entwicklung war nicht gut und dann haben wir unser Saisonziel, die Liga zu halten, als gefährdet gesehen. Deswegen haben wir uns von Gerhard getrennt – das ist trotzdem in Ruhe verlaufen.“, resümierte Pirkelbauer das Frühjahr. Interimscoach Jomrich, der gleichzeitig auch die zweite Kampfmannschaft betreut, holte indes gleich sechs Punkte aus zwei Spielen.
Der SPG gelang in den letzten Tagen ein großer Coup: Mit Andreas Luksch verpflichtete man einen erfahrenen UEFA-A-Lizenz-Inhaber, der auf eine erfolgreiche Vita zurückblickt. Luksch wurde in der Saison 22/23 Meister in der Landesliga Ost mit der ASKÖ Oedt, ehe es ihn in die LT1 OÖ-Liga zur SU SRASSER Steine St. Martin i. M. zog, wo er bis April 2025 tätig war. „Es hat den einen oder anderen Kandidaten gegeben, Andi ist es letztendlich geworden. Es war auch sein Wunsch, dass wir uns das bis Sommer einmal anschauen. Schlussendlich, ob es nächste Saison die Bezirks- oder die Landesliga wird, über die Qualität von Coach Andreas Luksch brauchen wir nicht viele Worte verlieren.“, zeigte sich der Sportchef nicht abgeneigt von einem längerfristigen Engagement.
Fünf Runden sind nun noch zu gehen und das Restprogramm des Tabellenvierzehnten hat es in sich: Erst Rohrbach, dann Gunskirchen, St. Ulrich, St. Valentin und zum Schluss ein mögliches Finale gegen das aktuelle Schlusslicht SV Gallneukirchen. Mit einem Derbysieg am Wochenende könnte man nicht nur tabellarisch ein Ausrufezeichen setzen, sondern mit dem dritten Sieg in Folge im Nachbarschaftsduell Prestige und zusätzliche Motivation absahnen: „Natürlich ist Rohrbach Favorit, im Derby ist aber alles möglich. Wir haben jetzt zwei Mal gewonnen, Rohrbach hat eine Klatsche in Garsten bekommen. Sie werden das vermutlich ausmärzen wollen und haben eine Revanche offen vom Herbst, wo wir Zuhause 2:1 gewonnen haben. Das wird sicher ein extrem geiles Spiel.“, freut sich Pirkelbauer auf den Showdown am Wochenende. Zum harten Restprogramm äußerte sich der Sportliche Leiter wie folgt: „Wir haben genauso gute Chancen wie jeder andere, diese Spiele gewinnt man nicht im Vorhinein. Ob das letzte Spiel dann wirklich noch die Brisanz hat, gilt abzuwarten. Das kann positiv und negativ sein. Wir schauen da noch nicht drauf, wir denken von Spiel zu Spiel.“

Sportchef Martin Pirkelbauer & Neo-Coach Andreas Luksch
Fotocredit: Martin Pirkelbauer