In der 23. Runde der 1. Klasse Nord-West fuhr der FC Stern Bau Münzkirchen gegen die Union Steinbrunn Schardenberg einen 1:0-Heimsieg ein. Co-Trainer Klaus Grüneis sprach von einer intensiven Partie, in der seine Joker stachen und ein gehaltener Elfmeter die Richtung vorgab. Den Treffer des Tages erzielte in Minute 71 Lukas Benjamin Gruber. Vor der eigenen Kulisse und mit Blick aufs bevorstehende Pfingstzeltfest holte Münzkirchen die angepeilten drei Punkte – das passte auch zur Medaillenübergabe und den geplanten Meisterfeierlichkeiten.

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Die Partie begann so, wie es der knappe Endstand vermuten lässt: eng, bissig und mit viel Einsatz auf beiden Seiten. Zur Pause stand es 0:0, auch weil beide Defensivreihen aufmerksam arbeiteten und das Zentrum dicht hielten. „Es war ständig ein Auf und Ab, ein Hin und Her“, schilderte Klaus Grüneis und ergänzte: „Schardenberg hatte nach vorne wenig Möglichkeiten, war über ihre Stürmer aber immer wieder gefährlich. Wir haben das wegverteidigt.“ Den Knackpunkt sah der Co-Trainer klar zwischen den Wechseln und einem Big Save: „Aufgrund des gehaltenen Elfmeters von Maximilian Sageder ging die Partie auf unsere Seite.“ Kurz darauf saß der Münzkirchner Plan offensiv: In der 71. Minute traf der eingewechselte Lukas Benjamin Gruber zum 1:0. Grüneis hob dabei die frischen Kräfte hervor: „Die Einwechslungen haben’s gebracht. Martin Berschl hat links vorbereitet, in der Mitte hat Lukas Gruber vollendet. Beide kamen von der Bank. Das hat die Entscheidung gebracht.“
Was Münzkirchen an diesem Abend stark machte, fasste Grüneis ohne Umschweife zusammen: „Die Geschlossenheit.“ Der Auftritt vor eigenem Publikum gab zusätzlich Energie. „Wir spielen zu Hause, das Pfingstzeltfest steht vor der Brust. Wir haben jetzt drei Tage Fest und eine Medaillenübergabe bekommen. Unsere Mannschaft wollte unbedingt mit den drei Punkten die Meisterfeier gestalten“, sagte der Co-Trainer. Auch von den Rängen kam Schub: „Die Stimmung war sehr gut. Unser Fanklub hat uns wieder stark unterstützt – mit Bengalos und der Hupe. Alles war positiv gestimmt.“ Münzkirchen blieb nach dem Wechsel am Drücker, ließ hinten wenig zu und brachte die Führung kontrolliert ins Ziel. In Summe passte der enge Sieg zum Bild eines Abends, an dem Einsatz und Kollektiv wichtiger waren als großer Glanz.
Bei allem Jubel verteilte Grüneis faire Komplimente an den Gegner: „Schardenberg war stark, spielerisch gut. Ein sehr starkes Mittelfeld, defensiv gut organisiert.“ Dass seine Mannschaft dennoch ohne Gegentor blieb, verbuchte er auf das Konto der Disziplin in der Arbeit gegen den Ball – und auf jenen gehaltenen Strafstoß, der den Ausschlag gab. Ein Sonderlob ging an das Gespann: „Das Schiedsrichterteam war sehr gut. Keine Fehler, alles richtig gesehen. Sehr gute Leistung der drei Unparteiischen.“ Inhaltlich ist der Kurs für die kommenden Wochen und Monate gesetzt. „Wir sind eine junge, hungrige Mannschaft. Es wird immer etwas zu arbeiten geben – nicht nur in den nächsten Tagen, sondern in den nächsten Monaten hier in Münzkirchen“, so Grüneis. Beim Ausblick wurde er grundsätzlich, ohne die Emotionen auszublenden: „Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Sponsoren, den Fans, allen Spielern und dem Trainerteam. Tobias Grabl hat hervorragende Arbeit geleistet, auch wenn er uns im Sommer leider verlässt. Wir werden dafür eine gute Lösung finden – und nächste Saison voller Motivation und Elan in der Bezirksliga West weitermachen.“