Spielberichte

Florian Hangler (Trainer Union R&R Web Neukirchen/W.): "Über 90 Minuten ist das 2:2 gerecht"

Neukirchen/Walde
UFC St. Agatha

In der 1. Klasse Nord-West teilten sich Union R&R Web Neukirchen/W. und UFC St. Agatha nach einem späten Ausgleich die Punkte: 2:2. Die Gäste führten zur Pause, Neukirchen drehte nach dem Wechsel, in Minute 90 glich St. Agatha wieder aus. Trainer Florian Hangler sprach von einer schwachen ersten Hälfte, einer deutlich besseren zweiten und zog einen fairen Schlussstrich: „Über neunzig Minuten gesehen ist das Unentschieden gerecht.“

Nahaufnahme iener weißen Markierungslinie auf Fußballrasen

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Später Ausgleich nach Neukirchens Wende

Der Abend begann zäh für Neukirchen. Nach rund einer halben Stunde brachte Andreas Ferihumer St. Agatha mit 0:1 in Front (29.), mit diesem Rückstand ging es auch in die Kabinen. „Das Spiel war in der ersten Halbzeit von einer ganz schlechten Leistung von uns geprägt“, sagte Florian Hangler rückblickend. Nach der Pause kamen die Hausherren jedoch zurück: Simon Pühringer stellte in Minute 65 auf 1:1, Timo Hochholzer drehte die Partie in der 76. sogar auf 2:1. Als alles nach einem Heimsieg aussah, schlug St. Agatha spät zu: Joachim Rotter traf in der 90. Minute zum 2:2. Den späten Gegentreffer empfand Hangler als „etwas unglücklich“, blieb aber bei seiner Gesamteinschätzung: „Wie gesagt, gerecht.“

Hanglers klare Worte zur eigenen Leistung

Der Trainer fand deutliche Töne für die erste halbe Stunde. „Wir haben fünfunddreißig Minuten lang ohne Leidenschaft in einem Derby gespielt, ohne Zweikämpfe und ohne Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dann ist es schwierig, mehr mitzunehmen.“ Umso wichtiger war die Reaktion nach dem Seitenwechsel. „Wir sind besser in die Zweikämpfe gekommen, waren etwas klarer, haben hinten das Risiko minimiert und sind generell mit mehr Einstellung am Platz gewesen“, erklärte Hangler. Aus seiner Sicht lag der Schlüssel also im Auftreten und in der Bereitschaft, einfache Dinge konsequent abzurufen. „Die zweite Halbzeit war besser, deshalb passt das Remis unterm Strich.“ Zum Gegner wollte er keine große Analyse liefern, ordnete aber ein: „In dieser Liga muss jede Woche jeder an sein Maximum gehen, um punkten zu können. Das hat St. Agatha gemacht, das haben wir gemacht.“

Abseitsdebatte, möglicher Elfer – und der Blick nach vorne

Ganz ohne Diskussionen kam die Partie nicht aus. Hangler monierte mehrere knappe Entscheidungen an der Linie: „Meiner Meinung nach sind ganz viele Fehlentscheidungen von den Linienrichtern getroffen worden, die der Schiedsrichter hätte sehen können oder müssen.“ Gleichzeitig blieb er ausgewogen und verwies auf eine Szene zugunsten seiner Elf: „Andererseits gab es bei uns vielleicht eine Elfmeterentscheidung, die etwas glücklich zustande gekommen ist.“ Am Ende überwog die Akzeptanz: „Es ist, wie es ist. Schiedsrichterentscheidungen sind zu akzeptieren.“ Sportlich bleibt es eng: Neukirchen hält bei 29 Zählern, St. Agatha bei 28 – beide im dichten Mittelfeld. Für Hangler ist klar, worauf es ankommt: die lasche Anfangsphase abstellen, die griffige zweite Hälfte als Maßstab nehmen und die nächsten Punkte wieder mit einer kompletten Leistung über neunzig Minuten einfahren.

1. Klasse Nord-West: Neukirchen/W : St. Agatha - 2:2 (0:1)

  • 90
    Joachim Rotter 2:2
  • 76
    Timo Hochholzer 2:1
  • 65
    Simon Pühringer 1:1
  • 29
    Andreas Ferihumer 0:1