In der 1. Klasse Nord-West teilten sich der ATSV Handyshop.at Schärding und der SV Guschlbauer Waizenkirchen beim 1:1 am Samstag die Punkte. Nach torloser erster Hälfte (0:0) brachte Benedek Jaczko die Gäste in Führung, ehe Gabriel Sandrk ausglich. Trainer Horst Dieter Gruber sprach von einem „sehr schwachen Spiel“ beider Seiten und einem letztlich gerechten Ergebnis. Schärding tat sich gegen den tiefen Block lange schwer und fand zu selten Lösungen in gefährlichen Zonen, holte dank des Ausgleichs aber zumindest einen Zähler.

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Die Partie brauchte lange, um überhaupt in Schwung zu kommen. Horst Dieter Gruber ordnete den zähen Beginn klar ein: „Grundsätzlich war es ein sehr schlechtes, schwaches Spiel von beiden Seiten.“ Waizenkirchen verteidigte tief und wartete auf Umschaltmomente, genau das bestätigte der Schärdinger Coach: „Sie wollten einfach verteidigen und dann mit Bällen nach vorne schnell umschalten, ihren Stürmer einsetzen.“ Schärding fand darauf kaum Antworten. „Wir haben keine Lösungen gefunden, den Abwehrblock zu bespielen“, sagte Gruber. So blieb die erste Hälfte arm an klaren Chancen, zur Pause stand es folgerichtig 0:0 – viel Aufwand, wenig Ertrag und auf beiden Seiten jede Menge Stückwerk.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst nicht entscheidend, doch die Gäste schlugen zuerst zu: In Minute 63 traf Benedek Jaczko zum 0:1. Schärding musste weiter anrennen, fand aber nur langsam in bessere Zonen. Zwölf Minuten später fiel der Ausgleich: Gabriel Sandrk stellte in der 75. Minute auf 1:1. Viel mehr Höhepunkte mochte Gruber nicht herausheben: „Es gab kleinere Möglichkeiten auf beiden Seiten – ein Stangenschuss von Waizenkirchen, eine gute Eins-gegen-eins-Chance für uns. Die ersten 65 Minuten war Waizenkirchen einfach cleverer und besser im Spiel. Erst nach der Unwetter bedingten Unterbrechung kamen wir besser ins Spiel." Sein Fazit zum Resultat fiel nüchtern aus: „Unterm Strich geht das 1:1 relativ in Ordnung.“
Warum tat sich der ATSV so schwer? Gruber sprach offen über den eigenen Auftritt: „Wir sind sehr schwer ins Spiel gekommen. Es war keine gute Leistung von uns.“ Dazu komme die aktuelle Verfassung: „Man merkt, dass wir seit zwei Wochen in einem kleinen Formtief sind und den Schwung von davor nicht mehr ganz mitnehmen.“ In der Tabelle hat Schärding als Zweiter weiterhin eine gute Ausgangslage, Waizenkirchen liegt im Mittelfeld. Für den Coach ist klar, woran gearbeitet werden muss: mehr Klarheit gegen tiefe Blöcke, ruhig bleiben und die einfachen Lösungen finden – damit aus dem einen Punkt bald wieder drei werden.