Spielberichte

Individuelle Fehler bremsen Kopfing: 1:2 trotz starker Schlussphase

Union Kopfing
SPG St. Roman/Esternberg 1b

In der 1. Klasse Nord-West musste Union Josko Kopfing wieder einen Dämpfer hinnehmen: Gegen SPG St. Roman/Esternberg 1b setzte es daheim ein 1:2. Zwei Gegentreffer vor der Pause stellten die Partie auf den Kopf, der Anschluss von Mathias Grüneis Wasner kam zu spät. Trainer Firzet Hadžić sprach von vermeidbaren individuellen Fehlern und haderte trotz druckvoller Schlussphase mit dem 0:1, das aus seiner Sicht aus Abseits fiel.

Blick auf die Beine eines Spielers, im Hintergrund der Schiedsrichter

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0:2 zur Pause: Kittl und Vrhel treffen

Kopfing kam ordentlich rein, wie Coach Firzet Hadžić schilderte: „Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben von Anfang an kontrolliert. St. Roman war erst um die 20. Minute in der Nähe unseres Sechzehners.“ Dann drehte sich die Partie innerhalb von zwölf Minuten. In Minute 30 stellte Moritz Kittl auf 0:1, in der 42. Minute legte Miroslav Vrhel das 0:2 nach. Hadžić ärgerte sich vor allem über den Führungstreffer: „Für uns war das ein klares Abseits. Der Assistent hat die Fahne oben gehabt, der Schiedsrichter ließ weiterspielen.“ Unabhängig davon benannte er die Ursache klar: „Beide Gegentore sind aus eklatanten individuellen Fehlern passiert. Das war zu verhindern.“ Mit dem 0:2-Rucksack ging es in die Kabinen – ein schweres Brett für die Hausherren.

Späte Drangphase und der Anschlusstreffer

Zur Pause zog der Kopfinger Trainer die Stellschrauben an. „Ich wollte die Mannschaft aufrichten, zehn Meter höher schieben und mehr Druck machen“, erklärte Hadžić. Chancen blieben zunächst Mangelware, doch die letzten 20 Minuten wurden zur Kopfinger Phase. „Wir sind von 4-2-3-1 auf 4-4-2 gegangen, mit zwei Stürmern. Das hat gewirkt, wir sind besser ins Spiel gekommen.“ Der Lohn folgte in Minute 74: Mathias Grüneis Wasner verkürzte zum 1:2. „Da habe ich mir gedacht: Jetzt geht’s!“, so Hadžić. Kopfing blieb am Drücker, suchte mit Wucht den Ausgleich und hatte laut Trainer Pech im Abschluss: „Fünf Minuten vor Schluss hatten wir noch einen Lattentreffer – mit ein bisschen Glück machen wir das 2:2.“ Der Ausgleich blieb aber aus.

Trainer-Analyse: „Nicht zielstrebig genug“ und zu viele Patzer

Nach dem Schlusspfiff hielt Hadžić mit seiner Bewertung nicht hinterm Berg. „Wir waren einfach nicht zielstrebig. Wir haben uns nicht die nötigen Chancen herausgespielt, um dem Gegner richtig weh zu tun“, sagte er. Besonders schmerzte ihn, dass ausgerechnet die zuletzt so stabile Defensive wackelte: „Über Wochen haben wir hinten gut gestanden. Heute hatten wir zu viele Fehler im Spielaufbau, zu viele individuelle Patzer – und die sind bestraft worden.“ Auch offensiv habe etwas gefehlt. „Der Abgang von Leonhard Hauser hat uns wehgetan. In der Offensive waren wir schwächer als in den Spielen zuvor“, so der Coach. Sein Fazit fiel klar aus: „Unterm Strich haben wir zwei Fehler mehr gemacht als der Gegner – und deshalb verloren.“

Debatten ums 0:1 – und der Blick auf die 40-Punkte-Marke

Zur Schiedsrichterleistung äußerte sich Hadzic deutlich, blieb aber beim Grundsatz, den Fokus auf die eigene Leistung zu legen: „Ich bewerte die Schiedsrichterleistung als katastrophal. Für uns war das 0:1 Abseits – der Linienrichter hat angezeigt, der Schiedsrichter ließ weiterspielen.“ Zudem sah er eine weitere strittige Szene mit dem Gästetorhüter außerhalb des Sechzehners. Gleichzeitig nahm er seine Mannschaft in die Pflicht: „Trotzdem hatten wir genug Zeit, es spielerisch besser zu lösen. Am Ende sind wir selber schuld.“ In der Tabelle hält Kopfing nach 24 Runden bei 38 Punkten und bleibt Dritter, St. Roman/Esternberg 1b hat 32 Zähler. Der Auftrag für die letzten beiden Spiele ist klar: „Wir wollen die 40-Punkte-Marke knacken. Wir müssen uns aufrichten und nächste Woche wieder einen Dreier holen.“

1. Klasse Nord-West: Kopfing : St. Roman/Esternberg 1b - 1:2 (0:2)

  • 74
    Mathias Grüneis Wasner 1:2
  • 42
    Miroslav Vrhel 0:2
  • 30
    Moritz Kittl 0:1