Frauen in OÖ

STELLUNGNAHME des OÖFV und REPLIK zum Beitrag „ZWANGSABSTIEG der SPG Antiesenhofen/Ried/Weilbach……!

Zum heutigen Beitrag im Ligaportal erreichte folgende offizielle Stellungnahme

des oberösterreichischen Fußballverbandes und die weiterführende Kritik der SPG Wallern/Krenglbach das Ligaportal:

Stellungnahme des OÖFV:

1.Entscheidung der SV Antiesenhofen:

Weder der Verband noch die Kommission Spielbetrieb Frauen haben die SV Antiesenhofen zu ihrer Entscheidung, der Aufstiegspflicht nicht nachzukommen, gedrängt. Die Entscheidung wurde vom Verein eigenständig getroffen.

2.Umsetzung der Bestimmungen:

Die Anwendung der geltenden Bestimmungen erfolgt nicht zum Vorteil „kommissionsnaher“ Vereine, sondern entspricht dem Wunsch und den gemeinsam beschlossenen Regeln der oberösterreichischen Vereine.

Wenn beschlossene Bestimmungen nicht ausnahmslos für alle gelten sollen und stattdessen individuelle Ausnahmen gefordert werden, hätten wir uns den Weg der Entscheidungsfindung über einen gesonderten Workshop und über eine anschließende Diskussion in der Sitzung der OÖ-Frauenligen ersparen können.

3.Situation der SPG Wallern/Krenglbach:

Der Aufstieg der zweiten Mannschaft der SPG Wallern/Krenglbach kam unerwartet. Auch dieser Verein steht vor Herausforderungen, die sich aus der Einhaltung der Bestimmungen ergeben. Die SPG Wallern/Krenglbach handelt entsprechend der Regeln, wie es jeder andere Verein in dieser Situation hoffentlich auch tun würde.

4.Verantwortung und Kommunikation:

Für die aktuelle Situation ist ausschließlich die SV Antiesenhofen verantwortlich. Es gab keine Einflussnahme durch Mitglieder der Kommission Spielbetrieb Frauen oder des Verbandes.

Wir möchten zudem betonen, dass die Spielregeln vom Verband und der Kommission klar kommuniziert wurden und auf jede Kontaktaufnahme reagiert wurde.

5.Förderung des Frauenfußballs:

Sowohl im gesamten Verband als auch in der Kommission Spielbetrieb Frauen sind wir stets darauf bedacht, den Frauenfußball in Oberösterreich zu fördern und weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, möglichst gute Rahmenbedingungen zu schaffen und den Frauenfußball zu stärken – nicht zu schwächen oder zu gefährden.

6.Hinweis zur Kommunikation:

Sollte sich ein Verein in irgendeiner Form benachteiligt fühlen oder mit der Kommunikation seitens der Kommission Spielbetrieb Frauen oder des Verbandes unzufrieden sein, ersuchen wir ausdrücklich um eine direkte Kontaktaufnahme mit uns. Es ist wünschenswert, Anliegen oder Unklarheiten zunächst im direkten Austausch zu klären, anstatt auf Basis falscher Informationen Berichte veröffentlichen zu lassen. Die gestrige Ligasitzung hätte beispielsweise die Möglichkeit geboten, dieses Thema offen anzusprechen. Bei ausbleibenden Rückmeldungen oder Nachfragen gehen wir davon aus, dass die getroffenen Entscheidungen von den Vereinen akzeptiert werden.

Mit sportlichen Grüßen

Mag. Raphael Koch

Direktor Sport und Spielbetrieb

OÖ FUSSBALLVERBAND

SPG SV Wallern/Krenglbach:

„Wir schätzen Qualitätsjournalismus sehr, denn der stellt Fakten neutral dar, informiert neutral und objektiv.

Ihren aktuellen Bericht im Ligaportal finden wir schlecht recherchiert, äußerst grenzwertig, einseitig und diffamierend. Sie klagen quasi die ganze OÖ-Fußballverbandspitze an, weil sie endlich zu einem Reglement stehen, zu welchem sich alle Vereine in einer Liga- Sitzung bekannt haben und es auch einstimmig beschlossen haben.

Hr. Pichler, Sie sollten nicht vergessen, dass es Jahre gegeben hat, wo in der Ligabesetzung absoluter Wildwuchs vorgeherrscht hat. Jeder konnte quasi sagen, wo er spielen möchte oder auch nicht, Vereine sind einfach in Ligen eingestiegen, wo es keine Berechtigung gab.

Gerade Sie haben darüber mehr als einen Bericht geschrieben!

Jetzt haben wir an der OÖ-Verbandspitze 3 engagierte Frauen, welche den Mut haben. ein Reglement klar zu definieren und auch zu exekutieren.

Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie schlecht es für die Qualität ist, wenn in der OÖ Liga Jahr für Jahr nur 8 oder 9 Vereine spielen und somit einfach zu wenig Spiele für jeden einzelnen Verein zu absolvieren sind.

Daher gab es ein klares Bekenntnis zur 10-er Liga, sowohl in der OÖ-Liga wie auch in der Landesliga!

Auch die Funktionäre von Antiesenhofen und speziell Trainerin Knienieder Iris kennen das Reglement und haben dafür gestimmt.

Wenn dann, wie in Ihrem Bericht dargestellt wird, Antiesenhofen nicht aufsteigen kann, weil 3 Spielerinnen nicht in der OÖ-Liga spielen WOLLEN, in der Landesliga aber schon, dann sind das persönliche, vereinsinterne Animositäten, die anders gelöst werden müssen. Dabei handelt es sich nicht um einen Sonderfall, welcher vom Verband als solcher gesehen werden müsste, sondern um den Versuch eines Vereins, sich gegen ein Regelwerk zu stemmen und es für sich so zu richten, wie es am angenehmsten für diesen Verein ist!

Dass dies enorme Auswirkungen auf andere Vereine hat, ist den Verantwortlichen offensichtlich nicht bewusst und völlig egal. Denn durch den Abstieg von Antiesenhofen in die Frauenklasse trifft das Reglement nun den 4. der Landesliga, die SPG Wallern/Krenglbach.

Wir haben bis vor einer Woche nicht gewusst, dass wir dadurch jetzt mit einer nicht ligatauglichen Mannschaft für die LT1- OÖ Liga aufsteigen müssen, und wenn wir das eben nicht wollen, auch in die Frauenklasse absteigen müssen.

Aber der Unterschied zwischen den beiden Vereinen ist, dass wir diesem vernünftigen Regelwerk zu gestimmt haben, wir halten uns daran, nehmen die Herausforderung an und steigen auf, wohlwissend, dass es sehr hart für uns wird.

Wir würden uns freuen, wenn wir wieder zu Fakten und Tatsachen in der Berichterstattung zurückkehren könnten, denn abgesehen davon, dass durch Ihren Bericht viele Freundschaften zerbrochen sind, finden wir es absolut richtig, dass der Verband endlich an seinem Reglement festgehalten hat“.

SPG SV Wallern/Krenglbach

Dazu wird festgehalten:

„Man hätte etwas besser machen können“, ist meiner persönlichen Meinung nach weder grenzwertig noch diffamierend.

Helmut Pichler