Nach Platz fünf in der 1. Klasse Süd-West will die TSU Mitterbauer Handenberg den eingeschlagenen Weg mit einer klaren Linie fortsetzen: sportlich wieder in der oberen Tabellenhälfte mitmischen und gleichzeitig junge Spieler näher an die Kampfmannschaft heranführen. Im Gespräch mit Ligaportal beschreibt Neo-Sektionsleiter Jakob Seilinger eine Saison mit starkem Beginn, schwieriger Schlussphase und einigen personellen Änderungen für die kommenden Monate.

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Die abgelaufene Spielzeit bewertet der Verein keineswegs nur nach der Endplatzierung. Seilinger verweist auf einen Kader, der aus seiner Sicht von Beginn an stark besetzt war und dem Team lange Zeit Stabilität gegeben hat. „Positiv war, dass wir von Anfang an einen starken Kader hatten und eigentlich sehr gut in die Rückrunde gestartet sind“, sagt er. Erst gegen Ende wurde die Saison unruhiger.
Vor allem die personelle Situation machte der Mannschaft zu schaffen. „Gegen Ende hatten wir viele Verletzungen und dadurch einen personellen Engpass“, erklärt Seilinger. Gerade diese Phase prägte die letzten Wochen entscheidend. Aus der Situation heraus mussten jüngere Spieler früher Verantwortung übernehmen als ursprünglich geplant. Für den Verein war das allerdings nicht nur ein Problem, sondern auch eine Bestätigung des eigenen Weges.
Mit Marcel Krammer, Maximilian Alt und Noah Untner schafften gleich drei Nachwuchsspieler den Schritt näher an den Kader. Dass sie in einer schwierigen Phase gefordert waren, sieht man in Handenberg im Rückblick sogar als wertvolle Entwicklung. „Alle drei haben ihre Chance hervorragend genutzt und gezeigt, dass man künftig auf sie setzen kann“, sagt Seilinger. Der Verein habe seit Längerem das Ziel, junge Spieler nach und nach einzubauen, nun sei dieser Prozess sichtbar geworden.
Genau dort will die TSU in der Sommervorbereitung ansetzen. Der Sektionsleiter nennt die Weiterentwicklung der jungen Spieler ausdrücklich als Schwerpunkt. Dazu kommt der Anspruch, in beiden Mannschaften konkurrenzfähig aufgestellt zu sein. Handenberg setzt also nicht auf einen großen Umbruch, sondern auf eine Mischung aus gewachsenem Stamm und schrittweiser Verjüngung.
Ganz ohne Veränderungen geht es dennoch nicht. Den Verein verlassen Krasimir Balinski und Alexander Burgstaller. Zudem hat Robert Simon seine Karriere beendet. Gleichzeitig wurden bereits mehrere Zugänge fixiert: Emir Softic kommt aus Burgkirchen, dazu stoßen Simon Pejcic, Torwart-Rückkehrer Jonas Taubenböck und Manuel Hitzginger, der ein Comeback in der Reserve gibt. Die Kaderplanung fällt damit eher punktuell als radikal aus und passt zur bisherigen Linie des Vereins.
Besondere Aufmerksamkeit gilt in der neuen Saison auch Robert Eichberger. Der Kapitän steht vor seiner letzten Spielzeit und soll noch einmal eine prägende Rolle übernehmen. „Mit seiner Erfahrung und Führungsqualität wird er für die Mannschaft noch einmal eine wichtige Rolle spielen“, betont Seilinger. Gerade für eine Mannschaft, die schrittweise verjüngt wird, bleibt ein derartiger Führungsspieler ein wichtiger Orientierungspunkt.
Im Vereinsumfeld gibt es ebenfalls eine Änderung: Jakob Seilinger übernimmt als neuer Sektionsleiter. Sportlich formuliert man die Vorgaben bewusst nüchtern. Große Ankündigungen will in Handenberg niemand abgeben, die Richtung ist dennoch klar. „Erwartungen direkt haben wir keine. Ziel ist es definitiv, in der vorderen Tabellenhälfte mitzuspielen“, sagt Seilinger.
Damit knüpft die TSU an jene Bereiche an, in denen sie sich schon in der vergangenen Saison bewegt hat. Der Unterschied soll diesmal darin liegen, dass der Kader auch in schwierigen Phasen breiter reagieren kann und die jungen Kräfte weiter an Format gewinnen. Die Handenberger gehen ohne große Ansagen in die neue Spielzeit, aber mit einem klaren Plan: die erfahrenen Kräfte nützen, die nächste Generation heranführen und sich im oberen Bereich der Liga festsetzen.