In der 1. Klasse Nord-West setzte es für den UFC Haibach ob der Donau bei der SPG Sigharting/Andorf 1b eine 0:2-Niederlage. Nach torloser erster Hälfte trafen die Hausherren kurz nach der Pause und legten später nach. Haibach-Coach Markus Hinterleitner fand klare Worte: "Wir haben uns schwer getan und den Kampf nicht angenommen." Sigharting war aus seiner Sicht über weite Strecken das aktivere Team – und holte sich damit verdient die Punkte.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Vom Anpfiff weg übernahm Sigharting/Andorf 1b die Initiative. Markus Hinterleitner beschrieb es so: "Sigharting hat von Anfang an versucht, das Spiel zu machen. Das ist auch gut gelungen. Sie waren über weite Strecken spielbestimmend und am Ende ist der Sieg verdient." Haibach fand kaum Entlastung, hielt das 0:0 aber bis zur Pause. Der Knackpunkt folgte unmittelbar nach dem Seitenwechsel: In Minute 48 brachte Tolga Celepci die Heimischen 1:0 in Front. "Das war unglücklich. Wir wollten klären, haben den Gegner angeschossen – und dann war der Ball drinnen", ordnete Hinterleitner ein. Haibach suchte danach vergeblich den Zugriff, Sigharting blieb griffig und legte nach. In der 65. Minute traf Tobias Mittermaier zum 2:0. "Das war dann auch die Entscheidung", sagte der Haibach-Trainer. Weil Sigharting weiter kompakt blieb und die Gäste kaum Räume fanden, änderte sich am Resultat bis zum Schlusspfiff nichts mehr.
In seiner Analyse blieb Hinterleitner deutlich. "Wir haben uns schwer getan, überhaupt ins Spiel zu kommen", begann der Coach und führte aus: "Sigharting war von der ersten Minute an sehr aggressiv und dominant und hat das über die neunzig Minuten durchgezogen. Wir sind leider nicht ins Spiel gekommen." Vor allem die Basics sah er als Hauptproblem: "Wir waren nicht aggressiv genug, haben den Kampf nicht angenommen und uns zu wenig gewehrt." Gegen eine körperlich robuste Heimmannschaft wog das doppelt schwer. "Wenn der Gegner groß gewachsen ist und präsent auftritt, wird es schwierig. Genau das haben wir heute gespürt", so Hinterleitner. Auf die Frage nach besseren Phasen seiner Mannschaft blieb er ehrlich: "Wirkliche Phasen, in denen wir überzeugt haben, hatten wir nicht." Seine Worte zeichneten ein klares Bild: Sigharting hatte mehr vom Spiel, Haibach fand zu selten in die Zweikämpfe und kam deshalb auch spielerisch nicht ins Rollen.
Bei allem Ärger über die eigene Leistung sparte Hinterleitner nicht mit Respekt für den Gegner. "Sigharting hat sehr gut gegen den Ball gearbeitet und uns fast keine Räume gelassen. Sie waren sehr präsent und sehr dominant", sagte er und hob einen Akteur explizit hervor: "Die Nummer 13 war das Um und Auf, einer der Besten am Platz." Diskussionen über die Spielleitung gab es keine. "Nein, nicht wirklich", meinte der Trainer knapp – die Partie war in seinen Augen auf dem Feld entschieden. Für Haibach geht es nun darum, die Lehren aus dem Auswärtsspiel mitzunehmen. Hinterleitner machte klar, worauf der Fokus liegen muss: mehr Biss in den Zweikämpfen, mehr Aggressivität gegen den Ball und ein schnellerer Zugriff, damit man in den nächsten Runden wieder sein eigenes Spiel auf den Platz bringt.