Spielberichte

8:3 nach Blitzstart: Schardenberg verwandelt Chancen eiskalt

Union Schardenberg
Neukirchen/Walde

In der 1. Klasse Nord-West setzte Union Steinbrunn Schardenberg im vorletzten Heimspiel ein Ausrufezeichen und besiegte Union R&R Web Neukirchen/W. mit 8:3. Schon früh legten die Hausherren den Grundstein und führten zur Pause klar, nach dem Wechsel blieb’s torreich. Trainer Maximilian Ammerl sprach von einem „Feuerwerk ab Sekunde eins“ und lobte die eiskalte Chancenverwertung – der Schlüssel zu einem Abend, an dem Schardenberg vieles richtig machte, sich lange nicht aus dem Tritt bringen ließ und Selbstvertrauen für den Schlussspurt sammelte.

Linienrichter an der Eckfahne mit Blick Richtung Spielfeld

Image by Stadien_NRW from Pixabay

Blitzstart und klare Pausenführung

Schardenberg erwischte einen Start nach Maß. Bereits in Minute fünf stellte Felix Freelandt auf 1:0, nur eine Zeigerumdrehung später legte derselbe Mann das 2:0 nach. Die Gastgeber hatten mehr vom Spiel und nutzten den Schwung kompromisslos. Andreas Scharnböck erhöhte nach einer knappen Viertelstunde auf 3:0, Christoph Glas legte in Minute 22 das 4:0 drauf. Vor der Pause sorgte erneut Freelandt mit seinem dritten Treffer des Abends für das 5:0 (39.). „Wir waren ab Sekunde eins voll da, haben sofort unsere Qualität auf den Platz gebracht und die ersten Chancen gleich in Tore umgemünzt“, erklärte Trainer Maximilian Ammerl, der seine Elf in Halbzeit eins sehr reif auftreten sah. Zur Pause stand ein deutlicher Vorsprung, der die Richtung vorgab.

Torgefahr aus allen Lagen – und ein Elfer war auch dabei

Was Schardenberg an diesem Abend besonders stark machte, war die Konsequenz vor dem Tor. Ammerl brachte es auf den Punkt: „Heute hat die Chancenverwertung richtig gut funktioniert. In den letzten Spielen haben wir oft viele Möglichkeiten gebraucht, diesmal haben wir fast aus jeder Chance ein Tor gemacht.“ Der Auftritt wirkte variabel und zielstrebig: „Es waren viele schöne, herausgespielte Treffer dabei, ein Elfmeter war auch mit dabei“, so der Coach. Mehr brauchte es an Analyse fast nicht, denn das Muster war klar: Schardenberg blieb am Drücker, suchte schnell den Abschluss und belohnte sich. Über den Gegner wollte Ammerl bewusst nicht sprechen – „Zum Gegner möchte ich eigentlich nix sagen“ –, stattdessen hob er lieber die eigene Leistung und den Plan hervor, im vorletzten Heimspiel „ein Feuerwerk abzubrennen“.

Offener zweiter Durchgang – Schardenberg behält die Kontrolle

Nach Wiederbeginn machte Schardenberg dort weiter, wo es vor der Pause aufgehört hatte. Andreas Scharnböck stellte in Minute 51 auf 6:0, ehe die Gäste von Neukirchen/Walde zurückbissen: Simon Pühringer verkürzte auf 6:1 (56.). Die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten – Freelandt schnürte in der 59. seinen nächsten Streich zum 7:1. Es blieb ein offener Schlagabtausch, in dem die Gäste ihre Qualität zeigten: Pühringer traf ein zweites Mal zum 7:2 (63.), Timo Hochholzer legte in Minute 73 das 7:3 nach. Doch Schardenberg machte den Deckel rasch drauf: Florian Friedl besorgte in der 75. Minute das 8:3. Trotz der Gegentore nach dem Seitenwechsel wirkte der Sieg nie in Gefahr, weil die Ammerl-Elf das Spiel über weite Strecken kontrollierte und vorne weiter eiskalt blieb.

Schiri-Lob, schwierige Wochen und der Blick nach vorn

Einen eigenen Platz nahm nach dem Schlusspfiff der Unparteiische ein. „Der Schiedsrichter hat ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht“, sagte Ammerl und verwies auch auf die Vorlaufzeit: „Es war vor dem Spiel lange unsicher, ob wir überhaupt spielen können – wegen des Wetters. Großes Kompliment an den Schiedsrichter für die Leistung und für die Entscheidung, dass gespielt werden konnte.“ Der Trainer nützte den Abend zudem für eine Botschaft an seine Mannschaft: „Wir hatten bis vor fünf, sechs Wochen eine sehr schwierige Phase. Da haben wir uns gemeinsam stark rausgekämpft. Jetzt wollen wir mit zwei positiven Erfolgserlebnissen in die Sommerpause.“ In der Tabelle steht Schardenberg nach 24 Runden mit 38 Punkten auf Rang vier und ist damit punktgleich mit Union Kopfing. Neukirchen/Walde hält bei 29 Zählern – der Abend gehörte aber klar den Hausherren, die ihren Plan konsequent durchgezogen haben.

1. Klasse Nord-West: Schardenberg : Neukirchen/W - 8:3 (5:0)

  • 75
    Florian Friedl 8:3
  • 73
    Timo Hochholzer 7:3
  • 63
    Simon Pühringer 7:2
  • 59
    Felix Freelandt 7:1
  • 56
    Simon Pühringer 6:1
  • 51
    Andreas Scharnböck 6:0
  • 39
    Felix Freelandt 5:0
  • 22
    Christoph Glas 4:0
  • 14
    Andreas Scharnböck 3:0
  • 6
    Felix Freelandt 2:0
  • 5
    Felix Freelandt 1:0