Spielberichte

Trotz vergebenem Elfer: Union Steinbrunn Schardenberg bringt das 3:2 ins Ziel

TSV St. Marienkirchen
Union Schardenberg

In der 1. Klasse Nord-West feierte Union Steinbrunn Schardenberg beim TSV St. Marienkirchen/Schärding einen 3:2-Auswärtssieg. Die Gäste legten früh vor, ließen vor der Pause per Elfmeter die große Chance auf das mögliche 3:0 aus und mussten danach lange zittern. Trainer Maximilian Ammerl lobte vor allem Ruhe und Zusammenhalt seiner Mannschaft, die trotz zweier Anschlusstreffer nicht wackelte und die drei Punkte über die Ziellinie brachte – ein wichtiger Schritt vor dem letzten Spieltag.

Spieler steht mit einem Fuß auf einem Ball

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash

Starker Start, dann der Dämpfer vor der Pause

Schardenberg erwischte den besseren Beginn und stellte die Weichen früh. Bereits in Minute 12 brachte Felix Freelandt die Gäste mit 0:1 in Führung, nach einer halben Stunde legte David Höllinger das 0:2 nach (33.). Das passte zur Einschätzung von Coach Maximilian Ammerl, der seine Elf in der ersten Halbzeit mit viel Ballbesitz als dominierende Mannschaft sah. Kurz vor dem Halbzeitpfiff bot sich sogar per Strafstoß die große Gelegenheit auf das mögliche 0:3, doch der Elfer wurde vergeben. Im direkten Gegenzug meldete sich St. Marienkirchen zurück: Tobias Schachinger verkürzte in Minute 44 auf 1:2 – mentaler Auftrieb für die Hausherren und der angesprochene Dämpfer kurz vor der Pause. “Wir hatten die Chance aufs 3:0, vergeben sie, und kassieren im Gegenzug das 2:1 – das war natürlich ein Push für den Gegner”, ordnete Ammerl ein.

Zweite Hälfte wird zur Nervenprobe – Gäste bleiben cool

Nach Wiederbeginn blieb es ein offenes Spiel, in dem die Gäste den nächsten Stich setzten. Laurenz Bruneder stellte in der 69. Minute auf 1:3 und gab seiner Mannschaft wieder Luft. Ganz durch waren sie damit aber nicht, denn St. Marienkirchen blieb dran und kam in der 79. Minute durch Bence Kalmar erneut heran – 2:3. “Nach der 2:0-Führung hat es sich schon gut angefühlt. Dann kommen sie auf 2:1 ran, wir machen das 3:1, und sie kommen wieder heran. Wir mussten bis zur letzten Sekunde alles geben, um die drei Punkte mitzunehmen”, sagte Ammerl. Entscheidend war für ihn die Ruhe im Kopf: “Wir haben uns von den Anschlusstreffern nicht aus der Ruhe bringen lassen, sind nicht nervös geworden, auch wenn wir nach der Pause viele Chancen vergeben haben. Am Ende sind wir als Team zusammengestanden und haben alles reingeworfen.”

Ammerl lobt Teamleistung und blickt nach vorne

In der Bewertung ließ der Schardenberg-Trainer keinen Zweifel daran, was den Auswärtssieg möglich machte: “Ausschlaggebend war, dass wir eine ordentliche Leistung auf den Platz gebracht haben, in der ersten Halbzeit die Chancen gut verwertet haben und uns nach der Pause gewehrt haben.” Kritik am Gegner vermied Ammerl bewusst, wünschte St. Marienkirchen “einfach alles Gute”, und auch mögliche Baustellen will er intern besprechen: “Heute ist nicht der Zeitpunkt, darüber zu sprechen.” Positiv fiel sein Fazit zum Unparteiischen aus: “Der Schiedsrichter hat eine ordentliche Leistung gebracht. Das hat gut gepasst.” Mit Blick auf die Tabelle steht Union Steinbrunn Schardenberg einen Spieltag vor Schluss auf Rang zwei; laut Stand sind es 41 Punkte. “Sehr großes Kompliment an die Mannschaft. Wir sind einen Spieltag vor Ende auf Platz zwei und werden alles dafür tun, unter die ersten drei zu kommen”, betonte Ammerl.

1. Klasse Nord-West: TSV St. Marienkirchen : Schardenberg - 2:3 (1:2)

  • 79
    Bence Kalmar 2:3
  • 69
    Laurenz Bruneder 1:3
  • 44
    Tobias Schachinger 1:2
  • 33
    David Höllinger 0:2
  • 12
    Felix Freelandt 0:1