Spielberichte

„Der Doppelschlag hat uns den Heimdreier gebracht“ – Ammerl jubelt über die Vizemeisterschaft

Union Schardenberg
UFC Haibach

Wildes Finale in der 1. Klasse Nord-West: Union Schardenberg besiegt UFC Haibach ob der Donau nach zweimaligem Rückstand 4:3 und fixiert damit die Vizemeisterschaft. Die Gäste führten 0:1, zur Pause stand es 2:1, dann drehte Haibach auf 2:3 – ehe Schardenberg in Minute 78 und 79 per Doppelschlag zuschlug. „Es war ein wildes, herrliches Spiel“, sagte Trainer Maximilian Ammerl, der den „Heimdreier“ als Lohn für eine starke Saison sah.

Spieler in grünem Trikot führt den Ball

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Zwei Teams drehen Rückstände – Schardenberg entscheidet es in Minute 78 und 79

Die Partie begann für die Hausherren mit einem Rückschlag: In der 19. Minute traf Sebastian Kaltseis zum 0:1 für Haibach. Schardenberg antwortete noch vor der Pause doppelt. Erst stellte Xaver Schreiner in der 28. Minute auf 1:1, dann besorgte Gabriel Bauer in der 45. Minute das 2:1. Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel erneut. Michael Baschinger glich in der 57. Minute zum 2:2 aus, drei Minuten später brachte Andreas Rathmayr die Gäste sogar 2:3 in Front. Dann sammelte sich Schardenberg, wie es Trainer Maximilian Ammerl formulierte: „Wir mussten uns kurz sammeln und haben dann mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten wieder die Führung übernommen und uns so den Heimdreier gesichert.“ Den Ausgleich zum 3:3 besorgte in der 78. Minute Felix Freelandt per Direktschuss, nur eine Minute später zog Adrian Peham aus der Distanz ab – 4:3.

„Wild und herrlich“: Ammerls Einordnung zwischen Plan, Moral und starkem Gegner

Maximilian Ammerl sprach hinterher von „einem wilden und herrlichen Spiel“, in dem „beide Mannschaften jeweils einen Rückstand gedreht“ haben. Seine Elf habe genau das umgesetzt, was sie sich vorgenommen hatte: „Wir wollten die Saison mit einem Sieg abschließen und Vizemeister werden – und die zwei verdienten Spieler gebührend verabschieden.“ Auch für den Gegner fand der Coach klare Worte: „Haibach war ein sehr, sehr guter Gegner. Sie haben sich mit allem gegen uns gestemmt, am Ende hat es zum Glück für uns gereicht.“ Diskussionen gab es laut Ammerl nur am Rande: „Es gab zwei strittige Abseitssituationen, aber das kann man im Nachhinein sowieso nicht ändern – es ist so, wie es ist.“ Über dem Ganzen stand für ihn die Reaktion seiner Mannschaft in der Schlussphase, als sie nach dem 2:3-Rückstand kühlen Kopf bewahrte und binnen zwei Minuten das Spiel drehte.

Vizemeister fixiert – Dank ans Team und kurze Pause, dann „greifen wir wieder voll an“

Mit dem 4:3-Heimsieg schließt Union Schardenberg die 26 Runden bei 44 Punkten als Vizemeister ab – ein Ziel, das intern früh formuliert wurde. „Die Mannschaft hat sich nach dem Spiel unglaublich gefreut. Es war eine extrem lange Saison. Wir haben uns im Winter das klare Ziel gesetzt, den zweiten Platz zu verteidigen. Das haben wir nach 26 Spieltagen geschafft. Die Jungs sollen heute richtig feiern, ich bin unglaublich stolz“, betonte Ammerl. Der Trainer nutzte den Moment auch für ein großes Dankeschön: „Besonderer Dank an meinen Co-Trainer Dominik Machtlinger und an die sportliche Leitung mit Stefan Moser. Die Zusammenarbeit funktioniert reibungslos, wir ergänzen uns sehr gut. Und ein Dank an Christoph Glas und Dominik Huber für ihre Verdienste.“ Nach drei Wochen Pause will Schardenberg „wieder voll angreifen“ – mit dem Rückenwind eines wilden Finaltags und der Gewissheit, in engen Spielen die Nerven zu behalten.

1. Klasse Nord-West: Schardenberg : Haibach - 4:3 (2:1)

  • 79
    Adrian Peham 4:3
  • 78
    Felix Freelandt 3:3
  • 60
    Andreas Rathmayr 2:3
  • 57
    Michael Baschinger 2:2
  • 45
    Gabriel Bauer 2:1
  • 28
    Xaver Schreiner 1:1
  • 19
    Sebastian Kaltseis 0:1