Spielberichte

„Das 2:0 mit dem Pausenpfiff war entscheidend“ – Weissenböck feiert fixen Klassenerhalt

Union Wesenufer
TSV St. Marienkirchen

Endspiel-Feeling in der 1. Klasse Nord-West: Vor großer Kulisse setzte sich Union Wesenufer mit 2:1 gegen TSV St. Marienkirchen/Schärding durch. Die Hausherren legten früh vor und führten zur Pause 2:0, mussten nach dem Anschluss noch zittern – am Ende reichte es zum erlösenden Heimsieg. Übergangstrainer Nikolaus Weissenböck sprach vom „entscheidenden 2:0 mit dem Pausenpfiff“ und lobte die stabile Defensive. Der Lohn: der fixe Klassenerhalt nach einer heiklen Ausgangslage vor vier Runden.

Zwei Spieler in weißen und roten Dressen im Zweikampf um den Ball

Foto von Emma Benedict auf Unsplash

Starker Start und der Schlüssel vorm Halbzeitpfiff

Wesenufer erwischte genau den Start, den es in so einem Spiel braucht. „Es war eine großartige Atmosphäre mit ganz, ganz vielen Zuschauern in diesem Endspiel“, erzählte Nikolaus Weissenböck, und seine Elf packte sofort die richtige Mischung aus Mut und Ordnung aus. In Minute 12 stellte Arbenit Thaqi auf 1:0 – die Führung passte zum Auftritt der Gastgeber, die „in der ersten Halbzeit immer alles im Griff hatten“. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte die Szene, die aus Trainersicht den Unterschied machte: Dugaxhin Zeka erhöhte in Minute 45 auf 2:0. „Das 2:0 vor der Pause, mit dem Pausenpfiff, war sicher ein entscheidender Moment in diesem Spiel“, betonte Weissenböck. Mit diesem Polster ging es in die Kabinen – der halbe Weg zum Happy End war geschafft.

Anschluss bringt Nervosität – Chancen aufs 3:1 bleiben liegen

Nach der Pause blieb Wesenufer das aktivere Team und hatte Gelegenheiten, den Deckel früh draufzusetzen. „Wir hatten noch sehr viele Chancen, das Spiel endgültig zu entscheiden. Die sind leider vergeben worden“, ärgerte sich Weissenböck. So kam St. Marienkirchen/Schärding in der 66. Minute durch Tobias Schachinger zum 2:1-Anschluss – und die Partie wurde spürbar nervöser. „Da ist das Spiel natürlich viel, viel nervöser geworden. Bis zum Ende war es eigentlich ein Zittern“, schilderte der Coach. Trotzdem trug die Basis. „Die Defensivarbeit hat hervorragend funktioniert“, sagte Weissenböck, der dem Gegner zugleich Respekt zollte: „St. Marienkirchen war sehr engagiert und hat um die drei Punkte hart gekämpft.“ Wesenufer blieb wach, verteidigte die wichtigen Zonen konsequent und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

„Sehr frei spielen lassen“: Lob für das Dreiergespann und eine große Kulisse

Für zusätzlichen Rhythmus im Spiel sorgte ein Unparteiischen-Team, das auf großzügige Linie setzte. „Der Schiedsrichter hat sehr offen, sehr frei spielen lassen“, erklärte Weissenböck. „Es hat einige Minuten gedauert, bis sich die Spieler darauf eingestellt haben. Er hat ganz wenig abgepfiffen – das war schon an der Grenze, aber grundsätzlich hat das Dreiergespann sehr gut gepasst.“ Die Bühne dafür bot ein außergewöhnlicher Rahmen: „Es waren ganz, ganz viele Zuschauer in Wesenufer, so viele wie lange nicht mehr“, freute sich der Trainer. Als der Abpfiff kam und der Klassenerhalt feststand, lösten sich die Anspannungen der letzten Wochen. „Dann sind alle Dämme gebrochen. Nicht mehr Relegation, sondern fixer Platz in der ersten Klasse – das war natürlich eine große Feier und eine lange Nacht in Wesenufer.“

Übergangstrainer mit großem Dank – Stabilisieren und Jugend einbinden

Für Nikolaus Weissenböck endete ein intensiver Vier-Spiele-Job mit einem emotionalen Höhepunkt. „Ich war nur Übergangstrainer, bin nach der Trainerentlassung vor vier Runden eingesprungen. Für mich ist es ein total schöner Erfolg, dass wir das gemeinsam geschafft haben“, sagte er. Besonders wichtig war ihm ein Dank: „Grundsätzlich dem ganzen Vorstand in Wesenufer, die mir das Vertrauen gegeben haben. Ich bin ein reiferes Semester, bald in Pension, über 50 Jahre im Verein – das war noch einmal ein großes Highlight.“ Sportlich bleibt der Auftrag klar: „Bei uns ist immer das große Ziel, in der ersten Klasse zu bleiben. In dieser Liga brauchst du mindestens 30 Punkte, damit du mit dem Abstieg nichts zu tun hast. Stabilisierung wäre ein großes Ziel – und den einen oder anderen Nachwuchsspieler in die Kampfmannschaft einzubinden.“

1. Klasse Nord-West: Wesenufer : TSV St. Marienkirchen - 2:1 (2:0)

  • 66
    Tobias Schachinger 2:1
  • 45
    Dugaxhin Zeka 2:0
  • 12
    Arbenit Thaqi 1:0