In der 1. Klasse Nord-West ist die Union eFiT Wesenufer mit einem 2:0-Derbysieg gegen den UFC Haibach/Donau in die neue Saison gestartet. Trainer Nikolaus Weissenböck sah den Schlüssel in einer kompakten und geschlossenen Leistung seiner Mannschaft. Das 1:0 vor der Pause habe Sicherheit gebracht, das 2:0 nach einer Stunde sei dann die spielentscheidende Szene gewesen. Besonders Christoph Jäger hob der Trainer nach dem Auftaktsieg hervor.

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Union eFiT Wesenufer hatte sich für dieses Derby einen klaren Plan zurechtgelegt. Nikolaus Weissenböck wusste, dass UFC Haibach ob der Donau als sehr spielstarke und kombinationsstarke Mannschaft auftreten würde, also setzte seine Elf vor allem auf Ordnung, Kompaktheit und konsequentes Verschieben. „Wir haben versucht, sehr kompakt zu stehen, das Spielfeld so klein wie möglich zu machen, gemeinsam zu verschieben und die Räume eng zu machen“, erklärte der Trainer. Dazu kam eine zweikampfstarke Vorstellung, mit der Union eFiT Wesenufer immer wieder in Balleroberungen kommen und das Kombinationsspiel des Gegners durchbrechen wollte. Genau so entwickelte sich die Partie laut Weissenböck auch über weite Strecken. Seine Mannschaft blieb diszipliniert, ließ sich nicht auf ein offenes Spiel ein und bekam in der 35. Minute den ersten klaren Ertrag, als Pavel Hajek das 1:0 erzielte. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Halbzeit.
Für Nikolaus Weissenböck war diese Führung weit mehr als nur ein Treffer vor der Pause. „Das 1:0 war ein Dosenöffner für uns, weil wir dann einfach mehr Sicherheit bekommen haben“, sagte der Trainer. Diese Sicherheit war nach dem Seitenwechsel spürbar, weil Union eFiT Wesenufer seinem Plan treu blieb und die Ordnung nicht verlor. Die Gastgeber versuchten weiter, das Spiel eng zu halten, blieben in ihren Abläufen klar und ließen UFC Haibach ob der Donau nur wenig Raum. Als Christoph Jäger in der 61. Minute auf 2:0 stellte, sah Weissenböck die Partie endgültig in die richtige Richtung laufen. „Nach dem 2:0 hatte ich ein sehr gutes Gefühl, weil wir sehr kompakt gestanden sind und fast nichts mehr zugelassen haben“, sagte er. Für den Trainer war dieses zweite Tor deshalb auch „eigentlich spielentscheidend für Union eFiT Wesenufer“.
Dass der Auftakt in der 1. Klasse Nord-West gelungen ist, machte Nikolaus Weissenböck aber nicht allein an den beiden Toren fest. Für ihn lag die größte Stärke seiner Mannschaft in der gemeinsamen Geschlossenheit. „Die gemeinsame Geschlossenheit der Mannschaft“ stellte er an die erste Stelle und verband das mit einem besonderen Lob für Christoph Jäger. Der Trainer fand für seinen Spielmacher und Leader sehr klare Worte: „Christoph Jäger war einfach Man of the Match, war überall am Spielfeld zu sehen, war extrem aktiv und hat uns als Mannschaft extrem gut geführt.“ Damit rückte Weissenböck nicht nur den Torschützen zum 2:0 in den Mittelpunkt, sondern auch den Spieler, der seiner Mannschaft laut eigener Einschätzung über die gesamten neunzig Minuten Struktur gegeben hat. Gerade in einem Derby, in dem viel über Zweikämpfe, Ordnung und Disziplin läuft, hatte dieses Urteil deutlich Gewicht.
Trotz des erfolgreichen Starts blieb Nikolaus Weissenböck in seiner Einordnung sehr sachlich. Über den UFC Haibach sprach er mit Respekt und verwies auf die Qualität des Gegners. „Ich habe immer großen Respekt vor dem UFC, weil die Haibacher eine sehr junge, kombinationsstarke Mannschaft sind. Im Derby ist immer alles möglich“, sagte der Trainer. Umso höher ist aus Sicht der Union Wesenufer die eigene Leistung einzuordnen. Gleichzeitig sieht Weissenböck trotz des 2:0 noch genug Arbeit. Seine Mannschaft müsse „die beiden Außenpositionen noch besser bespielen“, außerdem bleibe es ein Thema, „die Mitte zuzumachen“, gerade gegen spielstarke Gegner. Auch für den Unparteiischen hatte der Trainer Lob übrig. Eine knappe Tor-oder-nicht-Tor-Szene sei souverän gelöst worden, insgesamt sprach er von einer „ausgezeichneten Leistung von Schiedsrichter Riegler“. So bleibt für Union ein Auftakt, der Selbstvertrauen gibt und trotzdem noch Luft nach oben offenlegt.