Spielberichte

„Wir hätten mit 2:0 in die Pause gehen müssen“ – Union Schardenberg belohnt dominante Leistung mit 1:0-Sieg

Union Schardenberg
UFC St. Agatha

Zum Saisonauftakt der 1. Klasse Nord-West hat die Union Steinbrunn Schardenberg gegen den UFC St. Agatha einen knappen, aus Sicht von Trainer Maximilian Ammerl aber verdienten 1:0-Erfolg eingefahren. Der Coach sah von Beginn an eine spielbestimmende Mannschaft, ärgerte sich über die ausgelassenen Chancen vor der Pause und hob gleichzeitig hervor, dass seine Elf nach dem Treffer von Reinhold Dirmhirn auch kämpferisch alles hineinwarf, um die ersten drei Punkte der Saison festzuhalten.

Ball der auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Schardenberg legt los, belohnt sich vor der Pause aber nicht

Für Maximilian Ammerl begann die Partie praktisch mit dem ersten Signal schon in die richtige Richtung. „Wir sind sehr dominant und stark ins Spiel gestartet, hatten nach knapp einer Minute schon die riesengroße Chance zur 1:0-Führung“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Diese frühe Szene blieb für ihn kein Einzelfall, sondern stand sinnbildlich für die gesamte erste Hälfte. Schardenberg hatte mehr vom Spiel, bestimmte nach seinen Worten das Geschehen und kam noch zu zwei weiteren großen Möglichkeiten. Gerade deshalb war das 0:0 zur Pause für den Coach eher ein Schönheitsfehler als ein Ausdruck eines offenen Spiels. Ammerl formulierte es deutlich: „Wir hätten eigentlich mit einem klaren 2:0 in die Halbzeit gehen müssen.“ Dass es trotzdem torlos in die Kabinen ging, änderte für ihn nichts an der Bewertung der ersten 45 Minuten. „Nichtsdestotrotz muss man sagen, haben wir eine sehr dominante und überzeugende erste Halbzeit gespielt“, so der Trainer, der seine Mannschaft also trotz der fehlenden Führung auf einem klaren Weg sah.

Der Treffer von Dirmhirn passt ins Bild des Spiels

Nach dem Seitenwechsel fiel dann rasch das Tor, das sich aus Schardenberger Sicht bereits vorher angekündigt hatte. In der 50. Minute brachte Reinhold Dirmhirn Union Steinbrunn Schardenberg mit 1:0 in Führung. Für Ammerl war nicht nur der Treffer selbst wichtig, sondern auch seine Entstehung. „Wir brechen über außen durch, gehen mit Überzeugung bis an die Grundlinie, legen dann quer und können im Sechzehner die Kugel über die Linie drücken“, schilderte er die Aktion, die schließlich den Unterschied machte. Der Trainer sah darin auch den Lohn für einen beharrlichen Ansatz im Offensivspiel. „Die Hartnäckigkeit, immer wieder das über außen zu versuchen und auch immer wieder die Mitte zu suchen, hat dann den Ausschlag gegeben“, meinte Ammerl. Aus seiner Sicht kippte die Partie damit nicht erst nach dem Tor, sondern eigentlich schon viel früher. „Ab Spielbeginn. Dadurch, dass wir die klar spielbestimmende Mannschaft waren, deutlich mehr Ballbesitz gehabt haben und das Spielgeschehen speziell in der ersten Halbzeit nach Belieben bestimmt haben, war ich zu jeder Zeit davon überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen werden.“ Nach dem 1:0 wurde es für seine Mannschaft aber kein gemütlicher Nachmittag, vielmehr war nun auch konsequente Defensivarbeit gefragt.

Geduldig geblieben und am Ende alles wegverteidigt

Genau diesen zweiten Teil des Spiels hob Ammerl nach dem Erfolg besonders hervor. „Ab diesem Zeitpunkt mussten wir richtig gut verteidigen und konnten zum Glück die drei Punkte für uns behalten“, sagte er. Für den Trainer lag die größte Stärke seiner Mannschaft am Sonntagnachmittag nicht nur in der Dominanz am Ball, sondern auch im Umgang mit den vergebenen Möglichkeiten. „Wir sind geduldig geblieben und haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, obwohl wir die ein oder andere große Chance vergeben haben“, erklärte er. Ebenso wichtig war für ihn, wie seine Elf in der Schlussphase dagegenhielt. „Wir haben dann am Ende wirklich mit aller Macht alles wegverteidigt und kämpferisch komplett dagegengehalten.“ Dass die Union Schardenberg damit nur mit 1:0 gewann, obwohl laut Trainer auch ein klarerer Erfolg möglich gewesen wäre, sieht er trotzdem als Auftrag für die nächsten Wochen. „Der Gegner braucht sich nicht beschweren, wenn das Spiel 3:0 oder 4:0 ausgeht, weil die Chancen dafür hätten wir gehabt“, meinte Ammerl, schob aber gleich den Blick nach vorne nach: „Da wollen wir weiterarbeiten, dass wir unsere Chancen konsequent nutzen. Ansonsten sind wir wirklich auf einem sehr, sehr guten Weg als Mannschaft.“ Auch die hitzigen Momente der Partie ordnete er nüchtern ein: „Beide Seiten waren nicht immer mit jeder Gelb-Entscheidung einverstanden, aber unterm Strich hat Schiedsrichter Konstantinou eine gute Leistung gezeigt und dem Spiel schon auch sehr viel Freiraum gegeben.“ So bleibt unter dem Strich ein gelungener Start für die Union, bei dem Ergebnis und Leistung aus Sicht des Trainers nur in einem Punkt noch nicht ganz zusammenpassten: bei der Ausbeute vor dem Tor.

1. Klasse Nord-West: Schardenberg : St. Agatha - 1:0 (0:0)

  • 50
    Reinhold Dirmhirn 1:0