Nach 58 Punkten in der 2. Klasse Nord-Mitte und zwei zu null gewonnenen Relegationsspielen blickt Sportunion Reichenthal in der 1. Klasse Nord mit viel Selbstvertrauen nach vorne. Trainer Jürgen Landl spricht von einer klaren spielerischen Entwicklung im Frühjahr und will den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Trotz schmerzhafter Abgänge und weiter offener Kaderfragen soll vor allem eines bleiben: der konsequente Fokus auf die Weiterentwicklung einer jungen Mannschaft.

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Wenn Jürgen Landl auf die vergangenen Monate zurückblickt, fällt seine Bilanz klar positiv aus. „Mit 58 Punkten bin ich sehr zufrieden mit der Mannschaft“, sagt der Trainer der Sportunion Reichenthal. Entscheidend ist für ihn aber nicht nur die nackte Zahl, sondern vor allem die Entwicklung dahinter. Landl spricht von einer „riesigen spielerischen Weiterentwicklung“, die seine Mannschaft speziell im Frühjahr hingelegt habe. Dazu passte auch der Schlussspurt mit Siegen gegen SV Wimberger Sandl, SPG Windhaag/Leopoldschlag und ASKÖ Treffling sowie dem Remis gegen Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau. Nur gegen SV Gallneukirchen 1b gab es in den letzten fünf Partien eine Niederlage. Besonders wichtig ist für Landl, dass seine Mannschaft defensiv stabil auftrat, wenige Gegentore bekam und sich gleichzeitig viele gute Chancen herausarbeitete. Dass auch die beiden Relegationsspiele jeweils ohne Gegentor gewonnen wurden, sieht er als weiteren Beleg dafür, dass die Mannschaft im Frühjahr einen klaren Schritt gemacht hat.
Ganz ohne Sorgen geht die Sportunion Reichenthal trotzdem nicht in die Vorbereitung. Lukas Pühringer wird verletzungsbedingt pausieren, außerdem haben Manuel Sonnberger und Christian Pree ihre Karriere beendet. Landl macht kein Geheimnis daraus, wie schwer diese Verluste wiegen. „Das sind drei sehr schmerzhafte Spieler, die uns wegfallen“, sagt er offen. Gerade bei Lukas Pühringer verweist der Trainer darauf, dass der Angreifer mit vielen Toren einen großen Anteil am gemeinsam geschafften Aufstieg hatte. Fixe Neuzugänge kann Landl derzeit noch nicht nennen. Vieles läuft damit darauf hinaus, dass die Sportunion Reichenthal den bisherigen Weg weitergehen wird. Die jungen Spieler sollen wieder stark eingebaut werden, und genau auf dieser Linie will der Verein auch in den kommenden Monaten bleiben.
Passend zu diesem Ansatz wird auch rund um die Mannschaft breiter gearbeitet. Das Trainerteam bekommt Unterstützung, dazu ist die Aufgabenverteilung klar geregelt. Zwei Trainer kümmern sich um die Kampfmannschaft, zwei weitere um die Reserve, dazu kommt noch ein eigener Tormann-Trainer. Landl betont, dass diese Struktur bei der Sportunion Reichenthal kein Zusatz ist, sondern notwendig geworden ist. Der Verein arbeitet mit einem Kader von über 40 Spielern, und gerade bei so vielen jungen Akteuren braucht es Betreuung und klare Zuständigkeiten. „Wir sind insgesamt fünf Trainer“, sagt Landl und beschreibt damit auch, wohin der Verein will. Wer viele Spieler entwickeln möchte, muss im Alltag eng dran sein. Genau das soll in der neuen Saison ein wichtiger Baustein bleiben.
Sportlich richtet sich der Blick damit schon klar nach vorne, auch wenn der Ausfall von Tomas Darena schwer wiegt. Der Stürmer fehlte der Sportunion Reichenthal bereits im gesamten Frühjahr und wird nach seiner Operation auch im Herbst nicht zur Verfügung stehen. „Das reißt uns natürlich ein Riesenloch“, sagt Landl, der damit eine schwierige Aufgabe im Offensivbereich anspricht. Umso wichtiger werden Spieler wie Klemens Schwingshandl und Maximilian Perneker, die der Trainer ausdrücklich hervorhebt. Beide gehören dem Jahrgang 2009 an und haben laut Landl einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass der Aufstieg geschafft wurde. Beeindruckt hat ihn zuletzt auch, dass bei Vereinen mit vielen Eigenbauspielern im Frühjahr sehr guter Fußball zu sehen war. Für die Sportunion Reichenthal bleibt die Richtung dennoch eindeutig. „Der Fokus für die nächste Saison bleibt gleich: die Weiterentwicklung meiner Mannschaft. Das ist unser Ziel, das ist unser Fokus“, sagt Landl.