Spielberichte

Standards kippen Partie: Hellmonsödt gibt 1:0 in Niederwaldkirchen aus der Hand

Niederwaldkirchen
SV Hellmonsödt

Im Duell der 1. Klasse Nord setzte sich die Union Ascendor Niederwaldkirchen am Sonntag mit 3:1 gegen den SV Hellmonsödt durch. Hellmonsödt führte zur Pause, ließ danach aber spürbar nach. Die Hausherren drehten die Partie über Standards, Edin Sarhatlic schnürte einen Doppelpack. Co-Trainer Mario Riener haderte vor allem mit der Chancenverwertung vor dem Seitenwechsel und der nachlassenden Intensität: Seine Elf habe „den Sack nicht zugemacht“ – und in der zweiten Hälfte die Quittung bekommen.

Bällesack

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Starker Start, Führung durch Oberneder

Hellmonsödt erwischte den deutlich besseren Beginn. Die Gäste waren früh präsent, setzten Niederwaldkirchen unter Druck und kamen zu guten Möglichkeiten. In Minute 16 fiel die verdiente Führung: Sebastian Oberneder stellte nach einem schnellen Umschaltmoment auf 0:1. Co-Trainer Mario Riener beschrieb den Auftakt so: „Wir haben stark begonnen, einige gute Chancen liegen gelassen und nach einem schnellen Konter nach einem Abstoß macht Sebastian Oberneder das 1:0.“ In dieser Phase hatten die Gäste das Heft in der Hand, verpassten aber das zweite Tor. „Wir haben verabsäumt, den Sack in der ersten Halbzeit zuzumachen. Da müssen wir das 2:0 oder 3:0 machen“, ärgerte sich Riener. So ging es mit einem knappen 0:1 in die Halbzeit – ein Vorsprung, der gemessen am Spielverlauf höher hätte ausfallen können.

Umstellungen und Standards kippen die Partie

Nach dem Seitenwechsel kippte die Begegnung. Niederwaldkirchen kam besser aus der Kabine und fand schnell Antworten. In der 48. Minute zirkelte Alexander Stelzer einen Freistoß von der Sechzehnerecke über die Mauer zum 1:1. Riener nahm seinen Keeper ausdrücklich in Schutz: „Das war ein Top-Freistoß, da gibt es keinen Vorwurf.“ Hellmonsödt verlor in dieser Phase den Zugriff. „In der zweiten Halbzeit sind wir vom Tempo heruntergegangen. Wir hatten vorne keinen Zugriff mehr und waren im Pressing nicht mehr so aktiv“, sagte der Co-Trainer. In Minute 61 nutzte Niederwaldkirchen die nächste Standardsituation: Nach einem Eckball traf Edin Sarhatlic zum 2:1. „Beim 2:1 haben wir hinten geschlafen, es ist wieder nach einem Eckball passiert. In den letzten Spielen haben wir fünf Gegentore aus Standards bekommen“, bilanzierte Riener selbstkritisch. Hellmonsödt fand darauf keine Antwort mehr, blieb in den Duellen zu passiv und öffnete zu oft Räume. Spät machte Sarhatlic mit seinem zweiten Treffer (81.) alles klar – 3:1.

Riener lobt Gegner und richtet den Blick nach vorne

Bei aller Enttäuschung sparte Mario Riener nicht mit Anerkennung für den Gegner. „Niederwaldkirchen hat umgestellt, den Ausgleich gemacht und am Ende verdient gewonnen“, sagte er und verwies auf den Unterschiedsspieler der Hausherren: „Sie haben mit ihrem Legionär einen, der die Mannschaft besser macht“ – Edin Sarhatlic unterstrich das mit zwei Toren. In der Tabelle rangiert Niederwaldkirchen nach 25 Runden mit 36 Punkten auf Platz fünf, Hellmonsödt hält als Achter bei 33 Zählern. Für die Gäste bleibt der Auftrag klar: Standards verteidigen, Effizienz erhöhen. „Entscheidend war, dass wir in der ersten Halbzeit nicht den Sack zugemacht haben“, so Riener – ein Satz, der die Aufgabe für die nächsten Wochen bestens zusammenfasst.

1. Klasse Nord: Niederwaldkirchen : Hellmonsödt - 3:1 (0:1)

  • 81
    Edin Sarhatlic 3:1
  • 61
    Edin Sarhatlic 2:1
  • 48
    Alexander Stelzer 1:1
  • 16
    Sebastian Oberneder 0:1