Spielberichte

Nach zwei Rückständen: Altenfelden/Rohrbach holt das 4:3 in Lichtenberg

SV Lichtenberg
SPG Altenfelden/Rohrbach

Packender Schlagabtausch in der 1. Klasse Nord: Der SV Lichtenberg und die SPG TruckCenter Altenfelden/Rohrbach lieferten sich ein wildes Duell, das die Gäste mit 4:3 für sich entschieden. Altenfelden/Rohrbach geriet zweimal früh in Rückstand, antwortete jedoch prompt, stellte noch vor der Pause auf Führung und brachte den Vorsprung trotz spätem Anschlusstreffer über die Zeit. Sportchef Stefan Görisch sprach von einem „verdienten Sieg“, der vor allem auf der Moral und der Geschlossenheit seiner Mannschaft beruhte.

Ball auf Rasen nahe der Eckfahne

Foto: Pixabay

Turbulente Anfangsphase und schnelle Antworten

Dieses Spiel brauchte kaum Anlaufzeit. In der 9. Minute brachte Daniel Wiesmayr Lichtenberg mit 1:0 in Front, doch schon eine Minute später stellte Alexander Wöß auf 1:1. "Für mich ein sensationeller Kopfballtreffer. Hier hat alles gepasst. Den machen nicht viele so!" Der offene Schlagabtausch ging weiter: In Minute 12 traf erneut Wiesmayr – 2:1 für die Hausherren. Altenfelden/Rohrbach ließ sich davon nicht beirren und glich in der 17. Minute durch Elias Altenhofer erneut aus. Danach bekamen die Gäste etwas mehr Ruhe in ihre Aktionen, ohne die Entschlossenheit zu verlieren: In der 30. Minute traf Nick Deutschbauer zum 2:3, womit die SPG das Spiel noch in Hälfte eins drehte. „Wir sind zweimal in Rückstand geraten, konnten aber jedes Mal schnell wieder ausgleichen und haben in der ersten Spielhälfte sogar noch den Führungstreffer erzielt“, fasste Stefan Görisch die wilden ersten 45 Minuten zusammen. Zur Pause stand es 2:3 – ein Zwischenstand, der dem Verlauf mit vielen, sehr direkten Aktionen durchaus entsprach.

„Moral und Qualität macht den Unterschied“ – Görisch über Sieg, Gegner und Schiri

Nach dem Auf und Ab der ersten halben Stunde suchte Altenfelden/Rohrbach Stabilität – und fand sie. „Ausschlaggebend war die Moral der Mannschaft, nach zwei Rückständen so schnell zurückzuschlagen. Der Führungstreffer war der befreiende Moment, danach wurde der Sieg kaum noch gefährdet“, erklärte Görisch. Aus seiner Sicht hatte sein Team „das Spiel insgesamt gut kontrolliert“, auch wenn Lichtenberg es ihnen nicht leicht machte: „Der Gegner hat die Räume sehr eng gemacht, trotzdem sind wir immer wieder durchgekommen. So haben wir uns den Sieg mehr als verdient.“ In seiner Einschätzung blieb er bei allem Lob nüchtern: „Der Gegner war sehr passiv und hat sich in der eigenen Hälfte gut aufgestellt. Nach vorne waren sie nach den Toren aber selten gefährlich.“ Und auch zum Schiedsrichterteam fand er klare Worte: „Der Schiedsrichter hat seine Sache insgesamt gut gemacht, es hat so weit gepasst.“ Den Kern des Unterschieds legte er offen: „Der entscheidende Unterschied lag in der Qualität der einzelnen Spieler und in der Qualität im Kollektiv.“ Zum Abschluss gab es noch ein klares „Pauschallob an die Mannschaft“. 

Vorsprung ausgebaut, spät gezittert – Tabellenplatz gefestigt

Nach dem Seitenwechsel blieb Altenfelden/Rohrbach das aktivere Team. In der 62. Minute legten die Gäste nach: Samuel Stöttner erhöhte auf 2:4 – ein Treffer, den Görisch so einordnete: „Das Tor zum 2:4 war eine schöne Aktion von Samuel Stöttner mit einem satten Schuss ins linke Kreuzeck.“ Lichtenberg steckte nicht auf, kam jedoch erst in der 90. Minute durch Adrian Georg Durstberger noch einmal heran. Der späte Anschluss zum 3:4 änderte am Ausgang nichts mehr, weil die SPG zuvor wenig zuließ und den Ball in den entscheidenden Phasen clever in den eigenen Reihen hielt. Mit diesem Auswärtssieg festigt Altenfelden/Rohrbach Rang vier (42 Punkte), während Lichtenberg als Vierzehnter bei 18 Zählern bleibt. Für Görisch und seine Mannschaft zählt nun, die gezeigte Widerstandskraft mitzunehmen: zweimal zurückgelegen, vier Tore erzielt, drei Punkte eingetütet – ein Auswärtssieg mit Charakter, der Selbstvertrauen für die letzte Runde gibt.

1. Klasse Nord: Lichtenberg : SPG Altenfelden/Rohrbach - 3:4 (2:3)

  • 90
    Adrian Georg Durstberger 3:4
  • 62
    Samuel Stöttner 2:4
  • 30
    Jonas Witzersdorfer 2:3
  • 17
    Elias Altenhofer 2:2
  • 12
    Daniel Wiesmayr 2:1
  • 10
    Alexander Wöß 1:1
  • 9
    Daniel Wiesmayr 1:0