Zum Saisonauftakt der 1. Klasse Nord hat die Sportunion Reichenthal ihr Heimspiel gegen die SPG Ulrichsberg/Klaffer mit 0:1 verloren. Nach einem torlosen ersten Durchgang entschied Jonas Wöß die Partie in der 65. Minute. Für Markus Cecho war der Auswärtssieg verdient, weil seine Mannschaft auf schwierigem Untergrund über weite Strecken die Kontrolle hatte, sich viele Möglichkeiten erspielte und den harten Kampf auf dem Platz annahm.

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Markus Cecho ließ nach dem Schlusspfiff keinen Zweifel daran, wie er die neunzig Minuten gesehen hatte. „Wir waren die spielbestimmende Mannschaft auf einem schwierigen Untergrund“, sagte der Sportliche Leiter. Der Platz war aus seiner Sicht nur schwer zu bespielen, hart und unangenehm, also genau jener Boden, auf dem ein Spiel schnell zäh werden kann. Trotzdem kam die SPG Ulrichsberg / Klaffer nach seiner Schilderung sofort gut hinein. Schon in der ersten Minute stand ein Lattenschuss zu Buche, dazu kamen vor der Pause noch zwei oder drei Großchancen. Dass es zur Halbzeit dennoch 0:0 stand, änderte für Cecho nichts an der grundsätzlichen Bewertung. „Das Spiel wurde von uns über neunzig Minuten eigentlich kontrolliert“, sagte er, und genau daraus leitete er auch den verdienten Auswärtssieg ab.
Der entscheidende Moment kam dann nach einer Stunde, genauer in der 65. Minute, als Jonas Wöß das einzige Tor des Abends erzielte. Cecho hob diese Szene besonders hervor, weil sie für ihn nicht nur das 1:0 brachte, sondern die Richtung des Spiels endgültig festlegte. Er schilderte den Treffer als „schönen Lochpass“ von Moritz Binder, nach dem Jonas Wöß im Eins-gegen-eins vor dem Torhüter ruhig blieb und sicher abschloss. „Nach dem 1:0 war das ein klarer Moment für uns“, sagte Cecho. Aus seiner Sicht legte die SPG Ulrichsberg / Klaffer danach noch einmal nach, spielte sich weitere zwei oder drei dicke Chancen heraus und kam zusätzlich zu einigen Standardsituationen. „Das war eigentlich die spielentscheidende Szene“, meinte er über das Tor von Jonas Wöß, weil seine Mannschaft danach weiter am Drücker blieb und sich den Vorsprung nicht mehr nehmen ließ.
Dass die Sportunion Reichenthal trotzdem bis zum Ende im Spiel blieb, schrieb Cecho auch dem Auftreten des Gegners zu. Er bezeichnete die Heimelf als „motivierte Mannschaft“ und sprach von einer „guten Mannschaft, kompakt und kampfstark“. Für ihn trat die Sportunion Reichenthal damit genau so auf, wie man einen solchen Gegner erwartet. Vor allem mit langen Bällen versuchte die Heimelf immer wieder, ins Spiel zu kommen und Druck aufzubauen. Genau in diesem Bereich sah Cecho aber die eigene Mannschaft gut aufgestellt. Er lobte ausdrücklich die Arbeit von Alexander Kellermann und Stefan Sonnleitner, die in der Innenverteidigung die hohen Bälle immer wieder klärten und wenig anbrennen ließen. So konnte die SPG Ulrichsberg / Klaffer ihre spielerische Überlegenheit mit einer konzentrierten Defensivleistung verbinden. Dazu passte auch Cechos Einschätzung zur Spielleitung: Es sei ein sehr faires Spiel gewesen, strittige Entscheidungen habe es praktisch nicht gegeben, und die Leistung des Schiedsrichters sei gut gewesen.
Besonders wichtig war Markus Cecho nach dem Auftaktsieg aber nicht nur das Ergebnis, sondern die Art und Weise, wie seine Mannschaft mit den äußeren Bedingungen umging. „Die Mannschaft hat heute Charakter gezeigt, auf diesem Untergrund zu bestehen“, sagte er und legte damit den Schwerpunkt klar auf die Haltung seiner Elf. Gerade auf einem Platz, der laut Cecho wegen der aktuellen Situation nur schwer bespielbar war, habe die SPG Ulrichsberg/Klaffer die Partie angenommen und „das hundertprozentig durchgezogen“. Ganz zufrieden war er trotz der drei Punkte aber nicht. Den größten Verbesserungsbedarf sieht er bei der Chancenverwertung, denn bei mehr Ruhe vor dem Tor hätte der Sieg auch früher und klarer abgesichert werden können. „Wir müssen ruhiger werden vorm Tor und die hundertprozentigen Chancen eiskalt verwerten“, sagte Cecho. Unterm Strich bleibt für die SPG dennoch ein gelungener Start, weil die Mannschaft aus seiner Sicht genau das auf den Platz brachte, was in so einem Auftaktspiel gefragt ist: Kontrolle, Geduld und die Bereitschaft, auch auf schwierigem Boden konsequent zu arbeiten.