In der 1. Klasse Nord musste sich der SV Gramastetten am Freitagabend der Union Ganserlifte St.Peter mit 0:2 geschlagen geben. Ausschlaggebend war aus Sicht von Sportchef Lukas Wiesmayr vor allem die Anfangsphase, in der die Gastgeber keinen Zugriff fanden. Danach kam Gramastetten zwar besser in die Partie, blieb aber vor dem Tor zu wenig zwingend und ließ die Chance auf eine Wende ungenutzt.

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Aus Sicht von SV Gramastetten war der Start in dieses Heimspiel der entscheidende Abschnitt. Schon in der 5. Minute brachte Stefan Berndorfer die Gäste mit 1:0 in Führung. In der 19. Minute legte Petro Bodnaruk das 2:0 für Union Ganserlifte St.Peter nach. Damit war genau jene Phase gespielt, die Lukas Wiesmayr später klar ansprach. "Wir haben leider die ersten zwanzig Minuten komplett verschlafen", sagte der sportliche Leiter. Viel deutlicher ließ sich der Verlauf der Anfangsphase kaum zusammenfassen. Gramastetten lief früh hinterher, fand laut Wiesmayr keinen Zugriff und musste mit einem 0:2 in die Pause gehen.
Nach dieser schwachen Anfangsphase wurde die Leistung der Heimischen aus Sicht des Interviewpartners zwar stabiler, eine echte Aufholjagd entwickelte sich daraus aber nicht. Wiesmayr beschrieb den zweiten Teil der Partie deutlich nüchterner als den Beginn, weil er zwar eine Verbesserung sah, aber eben keine ausreichende. "Danach ist es besser geworden, aber wir haben unsere Chancen dann auch nicht genutzt", sagte er. In dieselbe Richtung ging auch seine weitere Einordnung: "Die ersten zwanzig Minuten haben wir einfach keinen Zugriff auf das Spiel gefunden. Danach ist zwar ein bisschen Spiel gekommen, aber trotzdem sind wir nicht wirklich zwingend geworden." Genau darin lag für Gramastetten das Problem. Die Mannschaft arbeitete sich laut Wiesmayr zurück in die Begegnung, konnte aus dieser besseren Phase aber kein Kapital schlagen.
Während Gramastetten dem Spiel lange nachlief, machte der Gegner in den entscheidenden Momenten laut Wiesmayr genau das, was an diesem Abend den Unterschied ausmachte. "Sankt Peter hat einfach eine extrem gute Offensive, hat unsere Fehler eiskalt ausgenutzt und die Tore gemacht", erklärte er. Diese Aussage deckt sich auch mit dem frühen 0:2, das die Gäste bereits vor der Pause auf die Anzeigetafel brachten. Wiesmayr wollte keinen einzelnen Moment herausheben, sondern sah die Niederlage vielmehr als Folge zweier Dinge: einer verschlafenen Anfangsphase und fehlender Chancenverwertung danach. Entsprechend fiel auch sein Gesamturteil aus. "Sankt Peter hat verdient gewonnen", sagte er, ohne lange um den Befund herumzureden.
Für den SV Gramastetten bleibt nach der zweiten Runde damit weiter das erste Erfolgserlebnis aus, während die Union St.Peter mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel einen starken Saisonstart hingelegt hat. Auffällig an den Aussagen von Lukas Wiesmayr war vor allem, dass er keine Nebenschauplätze aufmachen wollte. Einen einzelnen Wendepunkt nannte er nicht, zur Leistung von Schiedsrichter Auböck gab es von ihm "kein Kommentar", und auch sonst suchte er keine Ausreden. Seine Analyse blieb klar bei den eigenen Themen: der verpasste Einstieg in die Partie und die ungenutzten Möglichkeiten danach. Genau dort wird Gramastetten ansetzen müssen, wenn in den kommenden Spielen mehr herausschauen soll als ein ordentliches Stückwerk nach frühem Rückstand.