In der 1. Klasse Nord haben sich am Sonntagnachmittag der SV Hellmonsödt und die SPG Ulrichsberg / Klaffer mit einem 2:2-Unentschieden getrennt, das aus Sicht von Trainer Philipp Pfister am Ende gut zum Spiel passte. Hellmonsödt hatte vor allem vor der Pause mehr Ball und mehr Spielanteile, musste aber zweimal einem Rückstand nachlaufen. Dass die Gastgeber dennoch noch etwas mitnahmen, führte Pfister vor allem auf Disziplin, Mentalität und den späten Ausgleich zurück.

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Pfister schilderte eine erste Halbzeit, in der es nur wenige klare Möglichkeiten gab und in der beide Mannschaften zunächst stark auf Ordnung bedacht waren. „Die erste Halbzeit war nicht von vielen Torchancen geprägt. Es war diszipliniert von beiden Mannschaften, eher die Defensive zu betonen“, sagte der Trainer. Aus seiner Sicht hatte Hellmonsödt dabei dennoch „das Zepter in der Hand“, weil die Gastgeber mehr Ballbesitz und mehr Spielanteile verzeichneten. Gleichzeitig sprach er der SPG ein klares Kompliment aus. Ulrichsberg habe den Ball zwar nicht unbedingt gewollt, die defensive Ausrichtung aber „sehr gut“ und „taktisch sehr klug“ umgesetzt. Gerade darin lag für Pfister auch ein wesentlicher Grund, warum Hellmonsödt vor der Pause zwar viel am Ball war, daraus aber nur wenig Zwingendes machen konnte.
Richtig Fahrt nahm die Partie nach der Pause auf. Pfister erklärte, dass seine Mannschaft „vom System her beziehungsweise auch von der taktischen Ausrichtung her ein bissl verändert“ habe. Für ihn kippte das Spiel vor allem ab der 60. Minute in eine andere Richtung. „Ab der 60. war’s dann ein Schlagabtausch mit offenem Visier“, sagte er. Laut Pfister entstand das 0:1 in der 30. Minute durch Patrick Fenzl nach einem Elfmeter infolge eines vermeintlichen Handspiels. Der Ausgleich zum 1:1 fiel dann in der 77. Minute, als nach einem Eckball und einer zweiten Hereingabe Tobias Mühlberger am langen Pfosten richtig stand und einköpfte. Lange hielt dieses 1:1 aber nicht, denn Patrick Fenzl stellte nur zwei Minuten später auf 1:2. Pfister sprach von einem Konter, den seine Mannschaft nach der Euphorie über den Ausgleich „etwas verschlafen“ habe, betonte aber auch, dass der Gegner diesen Angriff „schön fertig spielte“. Das 2:2 durch Julian Pichler in der 87. Minute fiel laut Pfister wiederum per Elfmeter. Gerade weil danach auf beiden Seiten noch etwas möglich gewesen wäre, blieb für ihn der Eindruck eines gerechten Remis bestehen.
Besonders zufrieden war Pfister mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft das Spiel angenommen hat. „Unsere Mannschaft hat dieses Mal defensiv extrem diszipliniert, geduldig und taktisch sehr klug agiert“, sagte er. Dieser Bereich sei in den vergangenen zwei Wochen auch ein klarer Trainingsschwerpunkt gewesen. Dazu hob er den Einsatz und die Laufbereitschaft hervor. Vor allem aber gefiel ihm, dass sich seine Elf von den beiden Rückständen nicht aus dem Konzept bringen ließ. „Das Niemals-Aufgeben, auch wenn wir in Rückstand geraten, ist auf jeden Fall eine Tugend, die auf unsere Mannschaft zutrifft“, meinte Pfister. Genau darin sah er den Wert dieses Punktes. Hellmonsödt habe „zweimal in Rückstand“ gelegen und „zweimal wieder ausgeglichen“, dazu „Mentalität bewiesen“ und „kämpferisch bis zur letzten Sekunde“ gearbeitet. Dass der Ausgleich spät fiel und danach nicht mehr viel Zeit blieb, passte für ihn ins Bild. Um überhaupt noch auf 2:2 zu kommen, habe man das Risiko erhöhen müssen, nach dem Treffer sei dann wieder etwas Ruhe nötig gewesen. Sein Fazit blieb deshalb klar: „Wir können mit dem Punkt leben.“
Bei aller Zufriedenheit mit Einsatz und Ordnung sprach Pfister auch offen an, wo der SV Hellmonsödt noch Luft nach oben hat. „Im Offensivspiel waren wir vielleicht nicht ideenreich genug. Da hat uns ein bissl die Kreativität gefehlt“, sagte er. Gleichzeitig ordnete er ein, dass auch die starke Defensivleistung des Gegners ihren Anteil daran hatte. Erst als das Spiel später offener wurde, sei zu sehen gewesen, „was zum Ende des Spiels dann los sein kann, wenn das Offensivspiel ein bissl besser läuft“. Entsprechend soll in der kommenden Trainingswoche stärker an diesem Bereich gearbeitet werden. Insgesamt wollte Pfister aus dem 2:2 aber vor allem das Positive mitnehmen. Er sprach von einem „ersten oder vielleicht auch schon zweiten Schritt in die richtige Richtung“ und betonte: „Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen.“ Trotzdem habe seine Mannschaft gezeigt, dass sie mit Disziplin, Einsatz und Laufbereitschaft „allemal konkurrenzfähig“ sei. Nach diesem Spiel gegen die defensiv starke SPG konnte Hellmonsödt den Punkt daher mit Überzeugung als brauchbare Basis für die nächsten Aufgaben mitnehmen.