In der 1. Klasse Nord hat die Union Ascendor Niederwaldkirchen das Heimspiel gegen die Union Neustift/Oberkappel mit 1:0 gewonnen und den perfekten Saisonstart fortgesetzt. Lange war es eine harte, enge Partie, in der die Gäste aggressiv begannen und die Heimelf erst nach und nach ihren Rhythmus fand. Die Entscheidung fiel erst in der 79. Minute, als Kapitän Alexander Stelzer einen Freistoß verwandelte. Obmann Wolfgang Hartl sprach danach von einem verdienten Sieg.

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Für Hartl begann die Partie alles andere als angenehm für seine Mannschaft. Neustift/Oberkappel ging laut dem Obmann "am Anfang sehr aggressiv zu Werke", dazu kamen schon in der Anfangsphase zwei Gelbe Karten gegen die Gäste. Genau diese Gangart machte Niederwaldkirchen zunächst Probleme. "Uns hat diese körperbetonte Spielweise nicht so besonders behagt", sagte Hartl offen. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit fand die Heimelf aber besser hinein und übernahm mehr vom Spiel. Hartl hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft "nach und nach besser ins Spiel gekommen" sei und dann auch "die Kontrolle über das Spiel gehabt" habe. Ganz ungefährlich blieb Neustift/Oberkappel aber nie. Vor allem im Umschalten waren die Gäste laut Hartl "im Konter sehr gefährlich" und kamen dabei auch zu "einer absoluten Topchance". Dazu kamen vor der Pause noch einige Halbchancen auf beiden Seiten, ein Tor fiel bis zum Seitenwechsel aber nicht, mit dem 0:0 war die Partie zur Halbzeit weiter völlig offen.
Nach der Pause blieb es zunächst eng, ehe die Begegnung laut Hartl etwa ab der 60. Minute einen noch härteren Charakter annahm. "Da ist das Spiel sehr ruppig geworden", schilderte er, und aus seiner Sicht wurde die Linie des Unparteiischen in dieser Phase nicht mehr klar genug. Hartl meinte, der Schiedsrichter habe "für meinen Geschmack gar nichts mehr gepfiffen, beidseitig", was zusätzliche Hektik in die Partie brachte. Gerade weil das Spiel hitziger wurde, gewann der Treffer zum 1:0 noch mehr Gewicht. In der 79. Minute bekam Niederwaldkirchen einen Freistoß zugesprochen, zentral und rund 20 bis 25 Meter vor dem Tor. Kapitän Alexander Stelzer übernahm die Verantwortung und traf, wie Hartl schilderte, "schön über die Mauer", ehe der Ball "über die Innenstange ins Tor" ging. Für den Obmann war es ein "schön geschossener Freistoß", der in einer ausgeglichenen und kampfbetonten Partie letztlich den Ausschlag gab. Danach setzte Niederwaldkirchen noch einen Ball an die Stange und brachte den knappen Vorsprung schließlich über die restliche Spielzeit samt Nachspielzeit.
Dass es am Ende zum dritten Sieg im dritten Spiel reichte, erklärte Hartl vor allem mit der Haltung seiner Mannschaft. "Die Einstellung" habe gepasst, sagte er, und vor allem, dass sein Team "den Kampf und die körperliche Intensität, die der Gegner an den Tag gelegt hat, auch angenommen" habe. Genau darin sah er am Sonntagnachmittag einen ganz wichtigen Punkt. Gleichzeitig verschwieg er nicht, dass spielerisch noch mehr möglich gewesen wäre. "Was gestern ein bissl zu vermissen war, war die spielerische Linie", meinte Hartl. Er führte das auch auf die Rahmenbedingungen und die Art des Gegners zurück, weil sich auf dem kleineren Platz gegen die schnelle und robuste Spielweise der Union Neustift/Oberkappel kein sauberes Kombinationsspiel entwickeln ließ. Den Gegner beschrieb er als "körperlich sehr präsent", "sehr robust" und "kompakt", dazu im Konter immer wieder gefährlich, auch wenn die Gäste diese Situationen "nicht immer optimal fertig gespielt" hätten. Unter dem Strich blieb für Hartl dennoch ein klares Fazit: "Ich glaube, der Sieg war über 90 Minuten gesehen auch verdient." Für die Union Niederwaldkirchen bedeutet das einen Start nach Maß. "Nach drei Spielen und drei Siegen" sei das "der perfekte Auftakt in diese Saison", sagte Hartl, und genau diesen Schwung wollen die Gastgeber nun in die kommenden Runden mitnehmen.