Im Rückspiel der AUTO GÜNTHER Relegation 2026 trafen in der Begegnung zwischen dem SK Blau-Weiß Stadl-Paura und der Union Eder Karosserie Waldneukirchen der Drittplatzierte der 2. Klasse Mitte-West und der Vorletzte der 1. Klasse Ost aufeinander. Nach einer Nullnummer im Hinspiel gab am Sonntagabend der Heimvorteil den Ausschlag, setzten sich die Stadlinger souverän mit 5:2 durch und feierten nach zehn langen Jahren wieder einen Aufstieg. Die Union hingegen muss nach einer schwierigen Saison den entgegengesetzen Weg beschreiten und in der neuen Meisterschaft in der 2. Klasse an den Start gehen.
Nach dem torlosen Remis im Hinspiel glaubte die Koplarovics-Elf an ihre Chance, wenngleich rund 500 Besucher zunächst zwei vorsichtige und nervöse Mannschaften zu sehen bekamen. In einem offenen Duell brandete nach einer Viertelstunde erstmals Jubel auf, dem vermeintlichen Stadlinger Führungstreffer von Christoph Hautzinger versagte Schiedsrichter Nebel aufgrund einer Abseitsstellung jedoch die Anerkennung. Die Blau-Weißen hatten etwas mehr vom Spiel und holten kurz vor der Pause zum Doppelschlag aus. Einen Hautzinger-Freistoß konnte Gästegoalie Maximilian Diwald nur kurz abwehren, ehe Armin Mujagic per Abstauber auf 1:0 stellte. Wenige Minuten später versenkte Oliver Herzig die Kugel aus rund 25 Metern im Kreuzeck und besiegelte den 2:0-Pausenstand.
Die Waldneukirchener hatten sich in der Kabine gesammelt und gaben nach dem Stadlinger Doppelschlag kurz nach Wiederbeginn eine passende Antwort. Zunächst gelang Christopher Pschernig nach einen Lochpass mit einem satten Schuss via Innenstange der Anschlusstreffer. Kurz darauf hatten die Gäste erneut Grund zur Freude, als Florian Gegenleitner eine feine Flanke von Rostislav Chylek zum 2:2 einnickte. Das Momentum war nun auf Seiten der Union, doch wenige Minuten später stellten die Blau-Weißen die Weichen endgültig auf Sieg, als Hautzinger nach einer Ecke goldrichtig stand und mit einem Kopfball auf 3:2 stellte. Die Koplarovics-Elf war nun obenauf, musste aber tief durchatmen, als ein Abseitstor den erneuten Ausgleich verhinderte. Am Beginn der Schlussviertelstunde machten die Stadlinger dann den Deckel drauf, als Mirza Mahmuljin nach einem weiten Abschlag von Keeper Martin Kovacs den Ball mit dem Kopf verlängerte, ehe Hautzinger vor dem Union-Kasten die Ruhe bewahrte, das Leder versenkte und auf 4:2 erhöhte. Die heimischen Fans feierten bereits den Aufstieg und bekamen kurz vor Schluss einen weiteren Treffer serviert. Nach einem Mahmuljin-Corner lenkte Pschernig den Ball unglücklich ins eigene Tor und besiegelte den 5:2-Endstand.
Andreas Hammer, Obmann SK Blau-Weiß Stadl-Paura:
"Nach dem Unentschieden im Hinspiel haben wir gewusst, dass der große Wurf möglich ist und freuen uns ungemein über den ersten Aufstieg seit 2016. Vor zehn Jahren haben wir unsere Philosophie geändert und widmen uns seither einer nachhaltigen Nachwuchsarbeit. So werden aktuell rund 260 Jung-Kicker von zahlreichen Trainern betreut. Die 1. Klasse ist für uns eine große Herausforderung, wir verfügen jedoch über eine gestandene Mannschaft mit einigen jungen Elementen. Zudem stehen mit Manuel Todorovic, Julian Oelz und Benedek Horvath drei punktuelle Verstärungen bereits fest. Jürgen Stadler hingegen hängt nach über 500 Spielen in der Kampfmannschaft seine Schuhe an den Nagel".