Zum Saisonauftakt der 1. Klasse Ost musste sich die Union St. Marien beim SC Kronstorf mit 0:2 geschlagen geben. Für Trainer Philipp Eder lag der Knackpunkt klar in den Minuten vor der Pause, als seine Mannschaft trotz einer aus seiner Sicht starken ersten Halbzeit doppelt bestraft wurde. Vor allem die fehlende letzte Konsequenz im Sechzehner kostete die Gäste am Ende ein besseres Ergebnis.

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Die Niederlage wollte Philipp Eder direkt nach dem Spiel nicht einfach auf das Ergebnis reduzieren. Der Trainer von Union St. Marien sah über weite Strecken der ersten Halbzeit seine Mannschaft im Vorteil und formulierte das auch deutlich: "Wir waren besser im Spiel, wir haben die erste Halbzeit eigentlich dominiert." Aus seiner Sicht funktionierte vieles von dem, was sich seine Mannschaft vorgenommen hatte. "Wir haben unsere Spielidee zu hundert Prozent auf den Platz bringen können", sagte Eder. Dazu kam laut seiner Einschätzung ein hohes Tempo und ein schnelles Spiel, mit dem Union St. Marien den Gegner lange beschäftigte. Was aber fehlte, war der Ertrag aus dieser Phase. "Wir konnten unsere Angriffe nicht bis zum Torabschluss fertigspielen", erklärte Eder und benannte damit genau jenen Punkt, der seine Mannschaft bis zur Pause begleitete.
Verloren ging die Partie aus Sicht des Trainers in den Minuten unmittelbar vor dem Seitenwechsel. "Mit dem Doppelschlag kurz vor der Halbzeit", sagte Eder ohne Zögern. Zunächst brachte Michael Höll den SC Kronstorf in der 45. Minute mit 1:0 in Führung, ehe Eldin Dzebic in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch das 2:0 nachlegte. Eder beschrieb vor allem das erste Tor als Folge eines Umschaltmoments und sprach von einem Abschluss aus rund 20 bis 25 Metern genau ins Eck. Besonders bitter war für ihn dabei die Szene unmittelbar davor. "Kurz vor dem 1:0 war es aus unserer Sicht ein klarer Elfmeter", sagte Eder. Sein Stürmer sei im Sechzehner mit Blickrichtung zum Tor zurückgezogen worden und deshalb nicht mehr zum Abschluss gekommen. Der Trainer wollte die Schiedsrichterleistung zwar nicht bewerten, machte aber klar, wie sehr diese Situation den Verlauf aus seiner Sicht beeinflusste: "Genau in diesem Moment im Umschalten ist das 1:0 passiert, was doppelt bitter ist."
So blieb unter dem Strich ein Spiel, in dem die Union St. Marien laut ihrem Trainer lange vieles richtig machte und sich trotzdem nicht belohnte. Eder sprach dem Gegner dabei ausdrücklich Qualität zu. "Sie waren sehr diszipliniert", sagte er über den SC Kronstorf, der gut verteidigt und immer wieder über Umschaltmomente den Weg nach vorne gesucht habe. Gerade in dieser klaren und geschlossenen Spielweise sah er die Stärke des Heimteams. "Ich würde sagen: ein sehr starkes Kollektiv und eine sehr disziplinierte Mannschaft auf dem Spielfeld", so Eder. Für die eigene Mannschaft blieb nach einer ordentlichen ersten Hälfte vor allem die Erkenntnis, dass im Strafraum mehr Nachdruck notwendig gewesen wäre. "Uns hat die letzte Konsequenz im Sechzehner gefehlt, den Torabschluss zu erzwingen und den Ball über die Linie zu bringen", sagte der Trainer. Nach dem torreichen Ende der ersten Halbzeit verlor die Partie laut Eder dann deutlich an Qualität. "Die zweite Halbzeit war von beiden Seiten eher schlecht", meinte er, womit sein Fazit zwischen Ärger über die Niederlage und Anerkennung für einen lange guten eigenen Auftritt lag.