Zum Saisonauftakt der 1. Klasse Ost hat die Sportunion Wartberg/Krems das Derby gegen die Union Ried/Traunkreis mit 1:4 verloren. Für Trainer Dietmar Gruber war vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach dem schnellen Ausgleich entscheidend. Ried hatte aus seiner Sicht deutlich mehr Chancen, ließ sich vom 1:1 nicht aus der Spur bringen und legte damit den Grundstein für einen aus seiner Sicht hochverdienten Auswärtssieg.
Dietmar Gruber sah zunächst keine Partie, die sofort voll aufgedreht war. „Das Spiel wurde am Anfang eher abgetastet, weil noch Vorbereitungszeit ist und beide Mannschaften ein paar Ausfälle hatten“, sagte der Trainer von Union Ried im Traunkreis. Nach diesem vorsichtigen Beginn brachte Manuel Gudeljevic die Gäste in der 15. Minute mit 1:0 in Führung. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht, denn nur eine Minute später glich Szilard Perlaki für Sportunion Wartberg an der Krems zum 1:1 aus. Genau dieser Moment blieb Gruber besonders im Kopf. „Der wichtigste Moment war, dass wir nach dem 1:1 sofort wieder reagiert und auf das 2:1 gedrückt haben“, erklärte er. Union Ried im Traunkreis blieb also nicht beim Rückschlag stehen, sondern suchte gleich wieder den Weg nach vorne. In der 26. Minute wurde das mit dem 2:1 durch Filippos Aslanidis belohnt, mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Pause.
Dass es zur Halbzeit nur 2:1 stand, war für Gruber sogar eher ein Thema als die Führung selbst. „Tore waren teilweise sehr schön herausgespielt. Leider haben wir sehr viele Chancen nicht genutzt“, sagte er. Gerade darin sah er den Grund, warum das Derby trotz Überlegenheit lange offen blieb. Nach seiner Einschätzung hätte Union Ried im Traunkreis die Partie schon deutlich früher klar machen können. „Wir hätten das Spiel in der ersten Halbzeit teilweise schon entscheiden können oder auch am Anfang der zweiten Halbzeit. Da haben wir das Tor leider nicht gemacht und deshalb war es immer sehr knapp“, so Gruber. Dass seine Mannschaft trotzdem dranblieb, gefiel ihm. „Wir geben nie auf, versuchen immer in die Zweikämpfe zu kommen, nach vorne zu kombinieren und unseren Stürmern die Bälle zu servieren.“ Diese Linie zog Union Ried im Traunkreis weiter durch. In der 62. Minute erhöhte Peter Sperrer auf 3:1, in der 82. Minute kam dann noch ein Eigentor von Tomislav Lovrenovic zum 4:1 dazu. Spätestens damit war die Partie entschieden.
Bei aller Freude über den gelungenen Auftakt ordnete Dietmar Gruber die Leistung des Gegners durchaus ein. „Der Gegner war eher defensiver eingestellt, hat aber trotzdem immer gute Akzente nach vorne gehabt, was für uns teilweise schwer zu verteidigen war“, sagte der Trainer. Gleichzeitig machte er aber auch klar, dass für ihn am Ausgang der Partie kein Zweifel bestand. „Ich glaube, der Sieg ging völlig in Ordnung, weil wir viel mehr Torchancen erarbeitet haben als die Wartberger.“ Mit dem Derbysieg im Rücken richtet sich der Blick nun bereits auf die kommende Aufgabe gegen Molln. Dort will Ried laut seinem Trainer das Offensivspiel weiter verbessern, noch mehr Chancen herausarbeiten und diese dann konsequenter nützen.