In der 1. Klasse Ost hat Union Maria Neustift gegen den ASV Raika Haidershofen-Behamberg ein 2:2-Unentschieden geholt. Nach torloser erster Hälfte zog die Mannschaft von Mario Wittmann auf 2:0 davon, gab den Vorsprung aber noch aus der Hand. Der Trainer hob dennoch hervor, dass sein Team „von der ersten Sekunde an sehr gut eingestellt“ gewesen sei und über weite Strecken vieles richtig gemacht habe.

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Zur Pause war noch kein Tor gefallen, das 0:0 hielt bis in die 64. Minute. Dann belohnte sich Union Maria Neustift für den Aufwand nach vorne. Erik Stangl brachte die Heimischen mit 1:0 in Führung, und Wittmann erklärte diese Szene so: „Das 1:0 hatten wir super herausgespielt.“ Noch konkreter wurde der Trainer bei der Entstehung des Treffers: „Das 1:0 war ein schöner Stanglpass.“ Fünf Minuten später legte Union Maria Neustift nach. Simon Keller stellte auf 2:0, und auch dieser Treffer passte für Wittmann zum bis dahin ordentlichen Auftritt seiner Mannschaft: „Das zweite Tor entstand aus einem Fehler der Haidershofner Abwehr.“ Aus einem langen Geduldsspiel war damit innerhalb weniger Minuten eine sehr gute Ausgangslage geworden.
Gerade deshalb schmerzte der weitere Verlauf umso mehr. In der 74. Minute brachte Julian Hinteramskogler den ASV Raika Haidershofen-Behamberg wieder heran, laut Wittmann nach einem Eckball. Union Maria Neustift blieb damit zwar vorne, hatte die Partie aber noch nicht zugemacht. In der ersten Minute der Nachspielzeit folgte dann noch der Ausgleich, als Felix Schlößl zum 2:2 traf. Wittmann brachte den entscheidenden Punkt seiner Analyse sehr klar auf den Tisch: „Was uns gefehlt hat? Dass hinten die Null steht. Leider haben wir das nicht geschafft.“ Genau darin lag für ihn der Unterschied zwischen einer 2:0-Führung, die schon sehr gut aussah, und dem Ergebnis.
Trotz des späten Gegentreffers sprach Wittmann nicht von einem schwachen Auftritt. Im Gegenteil: Der Trainer fand mehrere Punkte, auf die sich Union Maria Neustift stützen kann. „Wir waren von der ersten Sekunde an sehr gut eingestellt“, sagte er und stellte damit die Basis seiner Mannschaft in den Vordergrund. Besonders gefallen haben ihm „der Zweikampf und der Teamgeist“. Diese beiden Bereiche waren für Wittmann wesentlich, um dem ASV Raika Haidershofen-Behamberg lange Paroli zu bieten. Gleichzeitig ordnete er den Gegner sehr respektvoll ein: „Sehr große, robuste Spieler und eine kompakte Mannschaft, die sehr spielstark ist.“ Dass Union Maria Neustift gegen so einen Gegner ein 2:0 herausarbeitete, war für seine Sicht auf den eigenen Auftritt ein wichtiger Punkt.
Wittmann verzichtete nach dem Abpfiff auf Nebenschauplätze und hob stattdessen sogar den Unparteiischen hervor: „Extrem gute Schiedsrichterleistung.“ Viel wichtiger war ihm aber der Blick auf seine Mannschaft. „Ich möchte meinem gesamten Team zu dieser tollen Leistung gratulieren“, sagte der Trainer zum Schluss. Nach zwei Runden hält Union Maria Neustift nun bei zwei Punkten. Dieses 2:2 zeigt recht deutlich, woran die Mannschaft anknüpfen kann: an die gute Einstellung, an den Zweikampf und an den Teamgeist. Gleichzeitig bleibt die Erkenntnis aus Sicht des Trainers klar: Wenn hinten öfter die Null steht, kann aus so einem Auftritt auch mehr werden als nur ein Remis.