Spielberichte

„Mit dem 1:1 vor der Pause ist das Spiel auf unsere Seite gekippt“ – St. Marien dreht 0:1 in Ried

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Union Ried/Traunkreis
Union St. Marien

In der 1. Klasse Ost hat sich Union Ried im Traunkreis gegen Union St. Marien nach einer 1:0-Führung noch mit 2:3 geschlagen geben müssen. Aus Sicht von Trainer Philipp Eder kippte die Partie mit dem Ausgleich kurz vor der Pause. Danach übernahmen die Gäste laut ihrem Coach das Kommando, blieben ruhig und zogen das Spiel in der zweiten Hälfte verdient auf ihre Seite.

Nahaufnahme: Spieler holt zum Eckball aus. Weiß-grüner Ball, grüne Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ried startet besser und nutzt St. Mariens Unsicherheit

Für St. Marien begann die Partie laut Philipp Eder nicht schlecht, aber auch nicht stabil genug. Der Trainer erinnerte an eine frühe Möglichkeit seiner Mannschaft, stellte danach aber klar, dass die Anfangsphase klar an die Gastgeber ging. „Wir haben zwar nach zwei Minuten eine erste Chance gehabt. Dann hat Ried im Traunkreis in den ersten fünfzehn Minuten drei sehr starke Chancen gehabt“, sagte Eder. Beim 1:0 in der 15. Minute durch Leon Covic sah er vor allem die eigene Mannschaft in der Pflicht. „Durch lange Bälle, Abstimmungsprobleme und gewisse Eigenfehler ist dann das 1:0 entstanden“, so der Trainer, der genau in dieser Phase die schwächsten Minuten seines Teams gesehen hatte.


Rumetshofer trifft spät, und plötzlich kippt das Spiel

Entscheidend war aus Sicht des Trainers aber, dass St. Marien nach dem Rückstand nicht auseinanderfiel. Eder schilderte, dass sich seine Mannschaft schnell wieder fing und die Partie danach anders anging. „In den nächsten fünf Minuten haben wir uns wiedergefunden und ab dem Zeitpunkt den Ton angegeben“, sagte er. St. Marien wurde aktiver, suchte immer wieder den Weg nach vorne und belohnte sich kurz vor der Pause doch noch. Das 1:1 durch Simon Rumetshofer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war für Eder der Knackpunkt des Spiels. „Das war natürlich ganz wichtig für uns“, meinte er, weil seine Mannschaft dadurch mit einem ganz anderen Gefühl in die Kabine gehen konnte. Noch klarer wurde er auf die Frage, wann die Partie zu kippen begann: „Mit dem 1:1 kurz vor der Halbzeit.“

Trbara dreht die Partie, Pramhaas verkürzt nur noch

Nach dem Seitenwechsel sah Eder seine Mannschaft dann klar im Vorteil. St. Marien war nach seiner Einschätzung spielbestimmend und brachte mehr Ruhe in die eigenen Aktionen. Das spiegelte sich auch auf der Anzeigetafel wider. Zunächst traf Josip Trbara in der 61. Minute zum 1:2, wobei Eder offen einräumte: „Beim 2:1 hatten wir ein bissl Glück, da hat der Torwart unfreiwillig mitgeholfen.“ Danach blieb St. Marien am Drücker, und wieder war es Trbara, der in der 69. Minute auf 1:3 stellte. Ganz erledigt war die Partie damit aber noch nicht, weil Ried in der 84. Minute durch Sebastian Pramhaas noch einmal verkürzte. Eder sprach dabei von „einem sehr sehenswerten Treffer“ und schilderte den Schuss als Abschluss „aus fünfundzwanzig Metern mit dem linken Fuß genau ins Eck“. Trotz dieses späten 2:3 blieb sein Eindruck von der zweiten Hälfte eindeutig: „Wir waren dann einfach stärker“ und hätten das Spiel „souverän heimgebracht“.

Viel Ruhe im Kopf, aber Eder sieht noch genug Arbeit

Dass St. Marien nach dem Rückstand nicht die Nerven verlor, war für den Trainer die größte Stärke seines Teams. „Das Wissen, was wir können, war wichtig“, erklärte Eder. Vor allem gefiel ihm, dass seine Mannschaft nicht hektisch wurde. „Wir sind nie verzweifelt und haben nie die Köpfe hängen lassen. Wir haben kontinuierlich unseren Fußball gezeigt“, sagte er. Ganz ohne Kritik wollte er den Auswärtssieg aber nicht stehen lassen. „Verbesserungspotenzial gibt es natürlich in jeglicher Hinsicht“, meinte Eder und nannte dann auch die Punkte, an denen seine Mannschaft weiter arbeiten müsse: „Wir müssen in gewissen Situationen in der Defensive konsequenter sein, mehr Geduld nach vorne haben und gewisse Situationen besser fertigspielen.“ Auch für den Gegner fand er respektvolle Worte. Ried sei „immer ungut“ gewesen und trotz unterlegener Phasen mit langen Bällen gefährlich geblieben. Diskussionen um den Unparteiischen gab es für ihn keine: „Es hat keine strittigen Situationen gegeben. Die Schiedsrichterleistung war stark und souverän.“ Mit dem Auswärtssieg hält St. Marien nach elf Runden bei 18 Punkten und geht nun mit Rückenwind in die nächsten beiden Aufgaben.

1. Klasse Ost: Union Ried/Traunkreis : St. Marien - 2:3 (1:1)

  • 84
    Sebastian Pramhaas 2:3
  • 69
    Josip Trbara 1:3
  • 61
    Josip Trbara 1:2
  • 46
    Simon Rumetshofer 1:1
  • 15
    Leon Covic 1:0