Spielberichte

"Wir haben unser Spiel durchgezogen" – St. Marien belohnt klare Überlegenheit mit 4:2 in Maria Neustift

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Maria Neustift
Union St. Marien

In der 1. Klasse Ost hat Union St. Marien am Samstagnachmittag bei Union Maria Neustift mit 4:2 gewonnen und laut Trainer Philipp Eder genau das Spiel gezeigt, das man sich vorgenommen hatte. Auf dem kleinen, unebenen Platz sei seine Mannschaft von Beginn an vorbereitet gewesen, habe das Geschehen über weite Strecken kontrolliert und sich mit einer 2:0-Pausenführung eine klare Ausgangslage geschaffen.

Fußball und die Beine von zwei Spielern unterschiedlicher Mannschaften

Image by Phillip Kofler from Pixabay

Früh die Kontrolle übernommen

Philipp Eder machte den Unterschied nach dem Schlusspfiff nicht an einer einzelnen Szene fest, sondern an der gesamten Leistung seiner Mannschaft. "Wir haben von Anfang an gewusst, was uns erwartet und haben unser Spiel durchgezogen", sagte der Trainer. Gerade auf dem kleinen Platz in Maria Neustift sei das keine Selbstverständlichkeit, weil man dort schnell in einen anderen Rhythmus gezogen werden könne. Umso wichtiger war für ihn, dass St. Marien sofort im Spiel war und von Beginn an die aktivere Mannschaft stellte. Eder sprach von klaren Vorteilen und auch von den besseren Möglichkeiten. Nach 30 Minuten brachte Jakob Margeta die Gäste nach einem Standard mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause erhöhte Josip Trbara auf 2:0. Für Eder war gerade dieser zweite Treffer ein wichtiger Punkt im Spiel: "Der Führungstreffer und das 2:0 kurz vor der Halbzeit haben unsere Dominanz bestätigt."


Auch nach dem 3:0 blieb St. Marien auf Kurs

Nach dem Seitenwechsel sah Eder seine Mannschaft unverändert konzentriert. St. Marien kam laut dem Trainer "genauso stark wieder raus" und legte in der 57. Minute nach, als Tobias Sekoranja auf 3:0 stellte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie aus Sicht der Gäste eigentlich entschieden, weil man das Geschehen bis dahin gut in der Hand hatte. Ganz vorbei war die Sache damit aber noch nicht. In der 74. Minute brachte ein Eigentor von Daniel Radman Maria Neustift auf 1:3 heran, und damit wurde die Begegnung wieder offener, als es dem bisherigen Spielverlauf entsprochen hatte. In der Nachspielzeit fiel durch Felix Grossalber sogar noch das 2:3. Eder sagte selbst, dass die Partie durch das Eigentor "noch einmal ein bisschen spannender" geworden sei. Lange hielt diese Phase aber nicht an, denn Josef Zehetner traf in der 95. Minute zum 4:2 und machte den Sack endgültig zu.

Vieles von dem aufgegangen, was geplant war

Besonders zufrieden war Eder damit, wie sauber seine Mannschaft den eigenen Plan umgesetzt habe. "Alles, was wir uns vorgenommen haben, haben wir zu hundert Prozent umgesetzt", sagte er. Das bezog sich für ihn nicht nur auf die Arbeit mit dem Ball, sondern vor allem auch auf das Verhalten gegen den Ball. St. Marien sei proaktiv gewesen, habe die Gegenspieler früh gestellt und immer wieder Druck auf den Gegner ausgeübt. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft die eigene Qualität in der gegnerischen Hälfte ausgespielt und den Weg zum Tor konsequent gesucht habe. "Wir haben extrem viele Torchancen vorgefunden und verdient gewonnen", fasste Eder zusammen. Maria Neustift beschrieb er als aggressiv und zweikampfbetont, dazu mit vielen langen Bällen. Die Gastgeber seien vor allem über Standards gefährlich geworden. Aus dem laufenden Spiel heraus habe St. Marien aber sehr wenig zugelassen. "Aus dem Spiel war es für Maria Neustift sehr schwierig", meinte Eder.

Diskussionen erst in der Schlussphase

Größeren Gesprächsstoff gab es für Eder erst ganz zum Schluss. Insgesamt bewertete er die Leistung des Unparteiischen ordentlich, auch wenn ihm eine Entscheidung unmittelbar vor dem 2:3 klar missfiel. Nach seiner Darstellung bekam Maria Neustift in dieser Szene einen Freistoß zugesprochen, obwohl für ihn kein Foulspiel vorlag. Im Anschluss reklamierte St. Mariens Co-Trainer Andreas Kofler laut Eder lautstark und sah dafür in der 94. Minute die Rote Karte. "Bis auf die Situation zum Schluss war die Schiedsrichterleistung nach 90 Minuten gut", sagte der Trainer, der diesen Ausschluss als überzogen einstufte. Am Ausgang der Partie änderte das nichts mehr. St. Marien nimmt nach dem 4:2 drei Punkte mit, bleibt nach 13 Runden auf Platz drei und untermauerte in Maria Neustift mit einer über weite Strecken klaren Leistung den eigenen Anspruch.

1. Klasse Ost: Maria Neustift : St. Marien - 2:4 (0:2)

  • 95
    Josef Zehetner 2:4
  • 92
    Felix Grossalber 2:3
  • 74
    Eigentor durch Daniel Radman 1:3
  • 57
    Tobias Sekoranja 0:3
  • 44
    Josip Trbara 0:2
  • 30
    Jakob Margeta 0:1