Nach Rang zwölf in der Vorsaison wollte der FC Genino Pischelsdorf im Herbst den nächsten Schritt in der 1. Klasse Süd-West setzen. Am Ende einer durchwachsenen Hinrunde stehen 14 Punkte und Tabellenplatz zehn zu Buche. Die Ausgangslage bleibt eng – in beide Richtungen.
Der sportliche Leiter, Bernhard Birgmann, spricht von einer zweigeteilten Herbstsaison. „Wir sind richtig schlecht reingestartet. Aus den ersten fünf Spielen haben wir nur einen Punkt geholt.“ Eine Hypothek, die sich durch die gesamte Hinrunde zog. Die Reaktion darauf fiel jedoch positiv aus. In den darauffolgenden vier Partien sammelte Pischelsdorf zehn Zähler und brachte sich wieder ins Geschäft. „Danach haben wir es doch noch ein bisschen gerettet“, so Birgmann. Zum Abschluss gab es wieder ein Auf und Ab – unterm Strich ein durchwachsener Herbst mit einigen Leistungsschwankungen. Auffällig: Die Liga ist zweigeteilt. „Die ersten vier spielen sich den Aufstieg aus, der Rest spielt in einer anderen Liga“, beschreibt Birgmann die Situation. Entsprechend eng ist das Feld im Tabellenmittelfeld.
Nach Platz zwölf im Vorjahr lautet die Zielsetzung nun klar: Stabilisierung. „Das Ziel ist das Mittelfeld und nichts mit Abstieg zu tun zu haben.“ Zwei, drei Siege könnten rasch Luft nach oben bringen – ebenso schnell kann es bei einer Negativserie nach unten gehen. Genau deshalb zählt vor allem ein guter Start ins Frühjahr. Die Konstanz bleibt das große Thema.
Personell hat der Verein reagiert. Mit Devid Stanisavljevic (TSU Handenberg) kommt ein höherklassig erprobter Mittelfeldspieler. „Er soll Ruhe reinbringen, weil wir doch einige Junge im Kader haben“, erklärt Birgmann. Gerade im Zentrum erhofft man sich von ihm entscheidende Akzente. Zudem kehrt Patrick Felber (USV Eggelsberg/M.) zurück. Er kennt den Verein aus früheren Zeiten. „Auf ihn hoffen wir, dass er uns wieder hilft“, sagt Birgmann. Dazu kommt mit Philipp Priewasser noch ein weiterer Zugang. Dem gegenüber stehen die Abgänge von Philipp Schnaitl (St. Radegund) und Dawid Mastalerz (SV Mauerkirchen).
Wichtig für das Frühjahr: Kapitän Richard Steinwender, der sich früh im Herbst einen Meniskusriss zuzog, kehrt zurück und soll dem Team zusätzliche Stabilität verleihen. Mit Jonas Renzl und Niclas Achleitner (je sechs Treffer) hat Pischelsdorf keinen klassischen „Bomber“, sondern mehrere Akteure, die regelmäßig treffen. Das macht die Mannschaft schwerer ausrechenbar – verlangt aber auch mannschaftliche Geschlossenheit im Offensivspiel. Im ersten Test setzte es ein 0:3 gegen Waldzell. Die Vorbereitung läuft dennoch strukturiert: Insgesamt sechs Testspiele stehen am Programm.
Seit 26. Jänner wird wieder trainiert. Den Höhepunkt der Vorbereitung bildet ein Trainingslager in Novigrad (Kroatien) von 25. Februar bis 1. März. Rund 35 Personen reisen mit – Kampfmannschaft, Reserve und Funktionäre. Für Birgmann ist das nicht nur sportlich wichtig: „Das ist natürlich auch für das Verhältnis in der Mannschaft gut.“ Die gemeinsame Zeit soll die Basis für ein stabileres Frühjahr legen.