Am gestrigen Donnerstagabend stand in Rohr das Hinspiel der Auto Günther Relegation zwischen der SPV Kematen-Piberbach/Rohr und dem USV Pattigham/Pramet auf dem Programm. Die Pattighamer waren im Fernduell mit dem UFC PTA erst am Sonntag hauchzart am Meistertitel der 1. Klasse Südwest vorbeigeschrammt, gelang in St. Martin den Peterskirchnern in Minute 93 der Siegtreffer. So geht es für die Mannen von Michael Hintenaus in die Saisonverlängerung, wo man der SPV ihren Startplatz in der Bezirksliga abringen will. Fast hätte man sich im ersten Abschnitt eine Führung erkämpft, kassierte letztlich aber in Minute 91 den Ausgleich.
Die Gäste fanden sich auf dem kleinen Platz in Rohr schnell zurecht und durften schon nach fünf Minuten jubeln. Jakob Strobl war nach einem Schnittstellenball von Sergen Yilmaz nicht mehr einzuholen und blieb vor Heimgoalie Felix Dietinger cool – 1:0 für den Underdog. Infolgedessen hatten die Pattighamer auch etwas mehr von der Partie und wussten mit ansehnlichem Kurzpassspiel zu gefallen, während die Hintersteiner-Elf vorwiegend mit langen Bällen operierte. So kamen beide Mannschaften auch zu guten Chancen. In Minute 24 hatte Strobl den zweiten Treffer auf dem Fuß, ehe Kematen erst kurz vor der Pause knapp am Ausgleich vorbeischrammte.
Nach der Pause sahen knapp 300 Zuschauer ein ganz anderes Gesicht der Heimischen. Mit Fortdauer der Partie immer mutiger werdend, drängte man vehement auf den Ausgleich, hatte aber immer wieder Pech. So auch in Minute 64, als ein Gäste-Verteidiger nach einem Kopfball von Sebastian Hinterleitner den Ball vermeintlich mit der Hand abwehrte, der Schiedsrichter im Getümmel jedoch keinen Blick drauf hatte. Der Hintenaus-Elf schien so langsam die Kraft auszugehen, während die Hausherren nun Angriff um Angriff fuhren. Letztlich sollten die Bemühungen der SPV aber noch belohnt werden. In Minute 91 durchbrach man endlich den Abwehrriegel der Gäste, Hinterleitner konnte diesmal nicht gestoppt werden und netzte zum vielumjubelten Ausgleich ein. So ist alles offen fürs Rückspiel am Sonntag in Pattigham.
Michael Hintenaus (Trainer USV Pattigham/Pramet):
„Wir können mit dem Ausgang der Partie leben, wir wollten ein Ergebnis mit dem wir im Rückspiel noch gute Chancen haben. Solange wir vollzählig waren, waren wir auch die bessere Mannschaft. Man hat gemerkt, dass uns das Sonntagsspiel ein wenig nachgehängt ist, wo wir auch bis zur 95. Minute vollgas geben mussten. Die Ausgangsbasis ist aber gut, wir können zuversichtlich ins Rückspiel gehen. Was da rauskommt, werden wir sehen. Daheim, wo der Platz ein wenig größer ist als in Rohr, können wir auch etwas besser Fußballspielen. Der Platz war auch nicht gemäht, sie haben sich das so hergerichtet, dass man nicht richtig ins Spiel kommt.“