Spielberichte

Karl Osterkorn (Trainer Union St. Martin/I.): "Ein bisschen Glück hat am Schluss gefehlt"

Union St. Martin/I.
WSV-ATSV Ranshofen

In der 1. Klasse Süd-West trennten sich Union Woodstock St. Martin im Innkreis und WSV-ATSV Ranshofen nach einer intensiven Partie 3:3. St. Martin hielt mit Defensivplan und viel Laufarbeit dagegen, drehte das Match sogar – und kassierte in der Nachspielzeit den Ausgleich. Trainer Karl Osterkorn sprach von einem „harten Spiel gegen eine sehr gute Mannschaft“ und musste einräumen: „Ein bisschen Glück hat am Schluss gefehlt.“ Gleichzeitig sah er ein gerechtes Remis und lobte die kompakte Teamleistung.

Torwart in Neongelb spielt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ranshofen hat mehr vom Spiel – St. Martin antwortet vor der Pause

Von Beginn an war spürbar, warum Ranshofen aktuell so gut drauf ist. „Es war ein hartes Spiel gegen eine sehr gute Mannschaft“, hielt Karl Osterkorn fest. Der Trainer erinnerte daran, dass „Ranshofen die beste Frühjahrsmannschaft“ ist – entsprechend vorbereitet ging St. Martin mit kompakter Defensive und Konterfokus hinein. „Ranshofen hatte mehr vom Spiel, technisch sehr stark, fast keine Fehlpässe. Wir haben das mit Kampf ausgleichen müssen“, so Osterkorn. Nach einer schwierigen Anfangsviertelstunde fand St. Martin besser rein, lag aber nach einem „unhaltbaren“ Freistoß 0:1 hinten: Edis Omerovic traf in Minute 21. Die Gastgeber blieben ruhig, setzten ihre schnellen Flügel ein – und belohnten sich kurz vor der Pause: Adrian Schönberger vollendete in der 40. Minute zum 1:1. „Schön herausgespielt, unsere Flügel sind gut in Form“, freute sich der Coach über den Ausgleich zur Halbzeit.

Elfer-Rückstand und Kluzaks Doppelschlag drehen das Match

Die zweite Hälfte begann mit einem Dämpfer für die Hausherren. „Wir haben einen blöden Elfer gekriegt“, sagte Osterkorn über die Szene, die Tom Kreilinger in der 52. Minute zum 1:2 für Ranshofen nutzte. St. Martin schüttelte sich, blieb im Plan – Standards wurden zur Waffe. Erst stellte Josef Kluzak per Freistoß in Minute 64 auf 2:2, dann legte er nur sechs Minuten später nach: erneut Freistoß, 70., 3:2. „Zwei schöne Freistöße von Kluzak“, fasste der Trainer zufrieden zusammen. In dieser Phase war das Spiel offen, St. Martin hatte laut Osterkorn „noch die Chance aufs 4:2“, doch der Deckel ging nicht drauf. Ranshofen blieb präsent, suchte weiter Lücken – und die Partie blieb bis in die Nachspielzeit umkämpft.

Spätes 3:3, gemischte Gefühle und viel Lob vom Coach

Dann der Stich ins St. Martiner Herz: In Minute 90+3 gelang Ranshofen der Ausgleich: Dimitrije Tasev traf zum 3:3. „Das war schade, meine Spieler hätten sich den Sieg eigentlich verdient“, meinte Osterkorn, der dennoch fair blieb: „Vom Spiel her war das Unentschieden gerecht, Ranshofen hatte eine reifere Spielanlage. Wir haben es mit Kampf gemacht und trotzdem die besseren Chancen herausgespielt.“ Zur Leitung des Unparteiischen wollte er nicht ausholen: „Ich will den Schiri nicht kritisieren. Man muss ihn nehmen, wie er ist – es waren ein paar Entscheidungen dabei, mit denen ich nicht einverstanden war, aber damit muss man leben.“ Besonders hob der Coach „die kompakte Mannschaftsleistung“ hervor und betonte, dass Daniel Weilhartner die Abwehr sehr gut organisierte.

„Wir haben den Plan aus der Kabine stark umgesetzt. Da bist du als Trainer draußen richtig stolz.“ In der Tabelle hält Ranshofen nach Runde 22 bei 41 Punkten auf Rang vier, St. Martin steht mit 24 Zählern auf Platz zehn – der Zähler gegen das Formteam kann sich dennoch sehen lassen und soll Rückenwind für die nächsten Aufgaben geben.

1. Klasse Süd-West: St. Martin : WSV-ATSV Ranshofen - 3:3 (1:1)

  • 93
    Dimitrije Tasev 3:3
  • 70
    Josef Kluzak 3:2
  • 64
    Josef Kluzak 2:2
  • 52
    Tom Kreilinger 1:2
  • 40
    Adrian Schönberger 1:1
  • 21
    Edis Omerovic 0:1