In der 1. Klasse Süd-West feierte der ATSV Mattighofen am 24. Spieltag einen 2:1-Heimsieg gegen den USV St. Pantaleon. Nach früher Führung und einem sehenswerten Freistoß-Ausgleich tat sich Mattighofen lange schwer gegen tief stehende Gäste. Trainer Werner Hartl sprach von einem „zähen Nachmittag“, sah den Knackpunkt aber in drei frischen Kräften nach der Pause. Ein später Elfmeter, den Filip Avramovic verwandelte, brachte die Entscheidung – und wichtige Ruhe im Tabellenmittelfeld.

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Mattighofen startete wacher und hatte von Beginn an mehr vom Spiel. Bereits nach 14 Minuten stellte Christian Kaiser auf 1:0 und gab den Hausherren den erhofften Anschub. Doch St. Pantaleon ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, stand sehr tief und verteidigte konsequent die gefährlichen Räume. Werner Hartl brachte es auf den Punkt: „Das Spiel war nicht sehr gut. St. Pantaleon ist sehr tief gestanden, hat eigentlich nur verteidigt und wir haben keine Möglichkeit gefunden, unsere guten Torchancen zu nutzen.“ In der 28. Minute schlugen die Gäste dennoch zu: Julian Gerhartinger setzte einen Freistoß aus rund 30 Metern ins kurze Eck – „wirklich hervorragend geschossen, eigentlich chancenlos für unseren Tormann Abramovic“, wie Hartl erklärte. Mit dem 1:1 ging es in die Kabinen, und Mattighofen musste weiter Geduld aufbringen.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich: Der ATSV drückte, St. Pantaleon hielt tief dagegen. Die Entscheidung leitete Werner Hartl selbst ein. „Der Knackpunkt waren auch drei Wechsel von mir, die wieder ein bisschen Schwung in die Mannschaft gebracht haben“, sagte der Coach. Aus dem frischen Drive entstand der siegbringende Angriff, den Hartl so beschrieb: „Der Angriff war eine richtig gute Aktion von hinten, Umschalten in den Angriff, ein Doppelpass, dann hat er sich sehr gut im Strafraum durchgesetzt und ist von den Beinen geholt worden.“ Den fälligen Elfmeter übernahm Filip Avramovic und traf in der 78. Minute zum 2:1 – „den hat Avramovic hervorragend verwertet“, so Hartl. Der knappe Vorsprung hatte Bestand bis zum Schlusspfiff.
In seiner Analyse hob Hartl nicht eine Einzelaktion hervor, sondern die Geschlossenheit seiner Elf: „Funktioniert hat eigentlich der gesamte Zusammenhalt. Wir wollten unbedingt noch den Sieg, dass wir auch in der Tabelle gerettet sind.“ Genau diese Haltung war nach dem Ausgleich gefragt, denn die Partie wurde zur Geduldsprobe. St. Pantaleon blieb bis zum Schluss bissig und stemmte sich mit allem gegen die Niederlage. „St. Pantaleon hat nie aufgesteckt. Sie haben neunzig Minuten gekämpft und gefightet, aber es hat letztendlich nicht gereicht an diesem Tag gegen uns“, sagte Hartl anerkennend.
Auch strittige Themen blieben aus: „Das Spiel war eigentlich eine faire Partie. Schiedsrichterleistung war in Ordnung.“ Für Mattighofen war es am Ende ein verdienter Sieg, weil die Mannschaft drangeblieben ist und den entscheidenden Moment erzwingen konnte.
Der Dreier passt für Hartl in ein größeres Bild. „Ja, wir haben jetzt schon ein bissl einen Aufschwung“, erklärte er. In den vergangenen Wochen, so der Coach, sei auch Pech dabei gewesen: „Wir haben sehr viel Pech gehabt in den letzten Spielen, wo wir nicht zum Sieg gekommen sind, und das Glück – und auch das Können – ist jetzt wieder ein bissl im Vordergrund.“
Die Punkte tun in jedem Fall gut: Laut Ligadaten steht der ATSV mit 31 Zählern auf Rang acht und damit solide im Mittelfeld, während St. Pantaleon bei sechs Punkten bleibt. Für Mattighofen heißt das: den Flow aus diesem 2:1 mitnehmen, die neu gewonnene Ruhe nutzen – und in den verbleibenden Runden weiter konsequent nachlegen.