In der 1. Klasse Süd-West meldete sich Union Woodstock St. Martin im Innkreis nach schwachem Start zurück und gewann 4:2 gegen FC Genino Pischelsdorf. Nach dem frühen 0:1 glichen Tomas Senft und Daniel Klaffenböck die Partie noch vor der Pause aus und drehten sie, ehe Haris Karic nach dem Seitenwechsel doppelt zuschlug. Trainer Karl Osterkorn sprach von großem Willen, bemängelte aber die wacklige Schlussphase samt Unterbrechung und einem Ausschluss.

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St. Martin erwischte einen Zitterstart. Trainer Karl Osterkorn nahm kein Blatt vor den Mund: „Wir haben schlecht angefangen, die erste Viertelstunde war sehr, sehr schwach.“ Pischelsdorf trat mutig auf und ging früh in Führung: In Minute 11 traf Daniel Kirchtag nach einer Ecke zum 0:1. „Das 0:1 nach einem Eckball war verdient, die haben stark angefangen und den Ball gut laufen lassen“, gab Osterkorn zu. Seine Mannschaft kämpfte sich danach aber Schritt für Schritt ins Spiel. Zuerst glich Tomas Senft in der 30. Minute mit einem feinen Heber zum 1:1 aus, nur zwei Minuten später drehte Daniel Klaffenböck mit dem 2:1 die Partie komplett. „Da habe ich gewusst, dass wir besser reinkommen und das Spiel in der Hand haben“, so der Coach. Der Rückstand war abgehakt, St. Martin hatte nun mehr vom Spiel und spielte sich in die Pause.
In der Kabine fand Osterkorn klare Worte: „Ich habe gesagt, wir müssen mehr Dampf machen, mehr Druck. Das war mir zu wenig.“ Seine Elf setzte die Ansage um und legte nach Wiederanpfiff sofort zu. In der 51. Minute erhöhte Haris Karic auf 3:1, St. Martin blieb am Drücker, ließ hinten wenig zu und suchte konsequent die Entscheidung. In Minute 68 war es erneut Karic, der eiskalt vollendete und auf 4:1 stellte. „Wir haben dann mehr nach vorne gedrückt“, resümierte Osterkorn, der sogar noch zwei dicke Möglichkeiten sah: „Wir hatten ein, zwei Sitzer – einen von Daniel Klaffenböck und einen von Tomas Senft.“ Der Plan des Trainers war zu diesem Zeitpunkt voll aufgegangen: höhere Intensität, schnelleres Umschalten, zielstrebiger Abschluss. Pischelsdorf kam kaum mehr in ruhige Aufbauphasen, St. Martin kontrollierte weite Strecken der zweiten Hälfte.
Ganz ohne Zittern ging es aber nicht zu Ende. Ein heftiger Sturm sorgte laut Osterkorn für eine rund 20‑minütige Unterbrechung. „Nach dem Wiederanpfiff waren wir eigentlich komplett von der Rolle, unerklärlich“, meinte er selbstkritisch. Pischelsdorf verkürzte in der 80. Minute durch Philipp Priewasser auf 4:2, ehe St. Martin in einer zerfahrenen Schlussphase noch eine Gelb-Rote Karte gegen Mittelfeldmann Josef Kluzak hinnehmen musste. „Der Ausschluss hat mir nicht gepasst, unnötig“, sagte der Trainer, der den Schiedsrichter insgesamt sachlich einordnete: „Der Schiedsrichter war unauffällig, damit bin ich einverstanden.“ Trotz der wackligen letzten Minuten überwog die Zufriedenheit. „Der Wille war heute unsere größte Stärke“, betonte Osterkorn. Gleichzeitig sieht er weiteres Potenzial: „Wir müssen an der Stabilität arbeiten und jedes Spiel ernst nehmen.“ Zum Gegner fand er faire Worte: „Pischelsdorf hat stark begonnen, das 0:1 war verdient.“ Am Ende freute sich der Coach vor allem über das große Ganze: „Ich wollte den Klassenerhalt aus eigener Kraft – und den haben wir geschafft. Danke an die Mannschaft, dass sie mitgezogen hat und an das geglaubt hat, was wir vorgeben.“ Mit nun 30 Punkten und Rang zehn im Rücken kann St. Martin die letzten Runden ruhiger angehen – der 4:2‑Heimsieg nach Rückstand war dafür ein großer Schritt.