Spielberichte

Eigenfehler kosten Ranshofen: 0:5 und Serienende

Union Mehrnbach
WSV-ATSV Ranshofen

In der 1. Klasse Süd-West setzte es für Union FKS/Pfeil-Design Mehrnbach gegen WSV-ATSV Ranshofen ein klares 5:0. Ranshofen geriet nach einem frühen Rückstand ins Hintertreffen, kassierte noch vor der Pause das 0:2 und nach dem Seitenwechsel das 0:3. Trainer Gerald Hainzl sprach von Eigenfehlern als rotem Faden, vom Knackpunkt rund um die Halbzeit – und vom Ende einer langen Serie, die seine Mannschaft bis zuletzt getragen hatte.

Spieler mit Schuh am Ball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Fehlerkette und Mehrnbachs Effizienz stellen früh die Weichen

Der Spielverlauf war rasch vorgegeben: Nach 18 Minuten stellte Michael Reifeltshammer auf 1:0. Aus Ranshofener Sicht fiel der Führungstreffer nach einem kapitalen Schnitzer. „Das 1:0 war ein Abwehrfehler mit Rückpass, da hat sich unser Torwart das Ding ein bisschen selber reingehauen“, ordnete Gerald Hainzl ein. Die Gäste fingen sich, doch kurz vor der Pause legte Sebastian Weiermann das 2:0 nach (42.). „Das 2:0 kurz vor der Halbzeit war ein schöner Spitzhack von Mehrnbach, und wir verteidigen davor im Halbfeld nicht gut. Das war der Einbruch vor der Pause“, sagte Hainzl. Nach dem Seitenwechsel blieb Mehrnbach zielstrebig: Weiermann erhöhte in Minute 62 auf 3:0 – jener Moment, der Ranshofen endgültig den Stecker zog. Nur drei Minuten später schnürte Reifeltshammer den Doppelpack zum 4:0 (65.). Spät setzte Weiermann mit seinem dritten Treffer den Schlusspunkt zum 5:0 (81.).

Hainzl hadert mit Ausfällen – und vor allem mit eigenen Fehlern

Ranshofens Trainer suchte keine Ausreden, benannte aber die Rahmenbedingungen klar. „Wir sind stark geschwächt angetreten, mit Sperren und Verletzten. Einige Stammspieler haben gefehlt“, hielt Hainzl fest. Gleich ergänzte er: „Das ist keine Entschuldigung. Wir sind als Mannschaft aufgetreten, aber heute hat es nicht so funktioniert wie in den letzten zehn Spielen.“ Vor allem nach vorne blieb zu wenig hängen. „Wir sind zu wenig in den offensiven Bereich gekommen, zu wenig in die Tiefe“, so der Coach. Den Unterschied machte für ihn die Mischung aus Mehrnbachs Wucht und Ranshofens Patzern: „Mehrnbach wollte ums Eitzerl einfach mehr, hat gut Fußball gespielt und unsere Abwehrfehler eiskalt ausgenutzt.“ An den Unparteiischen lag es aus seiner Sicht nicht: „Mit dem Schiedsrichter gibt es gar nichts zu sagen. Der war nicht schuld, dass wir verloren haben.“

Knackpunkt rund um die Pause – und der nüchterne Blick nach vorne

In der Analyse legte Hainzl den Finger auf die entscheidende Phase. „Knackpunkt war das 2:0 kurz vor der Halbzeit. Wenn wir nur 0:1 in die Pause gehen, ist alles drin. Das 2:0 vor der Pause und das dritte nach der Pause – das war’s.“ Gerade der schnelle nächste Gegentreffer nach Wiederbeginn habe Mehrnbach „in die Karten gespielt“. Unterm Strich blieb ein gebrauchter Nachmittag, an dem die zuletzt so stabile Serie riss. „Irgendwann reißt dann mal eine Serie. Wir sind heute ein bisschen untergegangen in Mehrnbach“, sagte Hainzl, der den Blick sofort hob: „Wir wollen die nächsten zwei Partien positiv abschließen. Dann können wir sagen, wir haben ein gutes Frühjahr gespielt – trotz der heutigen Niederlage.“ Für Mehrnbach dagegen war es ein Statement-Sieg, getragen von Dreifachtorschütze Sebastian Weiermann und Doppelpacker Michael Reifeltshammer.

1. Klasse Süd-West: Mehrnbach : WSV-ATSV Ranshofen - 5:0 (2:0)

  • 81
    Sebastian Weiermann 5:0
  • 65
    Michael Reifeltshammer 4:0
  • 62
    Sebastian Weiermann 3:0
  • 42
    Sebastian Weiermann 2:0
  • 18
    Michael Reifeltshammer 1:0