In der 1. Klasse Süd-West holte der UFC Riegerting gegen den TSV Aurolzmünster nach 0:2-Pausenrückstand noch ein 2:2. Thomas Fellner traf für die Gäste doppelt, Michael Puttinger und in Minute 90+5 Daniel Kurtagic egalisierten. Kurz davor sah Riegerting durch die Rote Karte gegen Robin Ibinger den nächsten Rückschlag. Trainer Wolfgang Huber sprach von einer starken Reaktion: „Glücklich, aber verdient – die zweite Halbzeit war unsere.“ Riegerting spielte in Unterzahl weiter und belohnte sich ganz spät.

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Die Partie kippte früh in Richtung der Gäste: In Minute 30 stellte Thomas Fellner auf 0:1, sechs Minuten später legte der Aurolzmünster-Stürmer zum 0:2 nach. „Die erste Halbzeit war Aurolzmünster griffiger, sie hatten mehr vom Spiel“, ordnete Riegerting-Trainer Wolfgang Huber ein. Der Gast ließ den Ball gut laufen, während die Heimischen zu selten in die Zweikämpfe kamen. „Wir haben die Räume nicht geschlossen und haben Aurolzmünster immer wieder zu Nadelstichen kommen lassen“, kritisierte Huber die ersten 45 Minuten. Nach dem Seitenwechsel drehte Riegerting auf, wurde mutiger und suchte konsequenter den Weg nach vorn. Der Anschluss von Michael Puttinger in der 56. Minute war der Startschuss. „In der zweiten Halbzeit haben wir die Dominanz auf den Platz gebracht“, so Huber – der Glaube an den Punkt war zurück.
Die Schlussphase hatte es in sich. Aurolzmünster vergab in Hälfte zwei eine große Chance auf das 1:3, „aus kurzer Distanz“, wie Huber betonte – das Spiel blieb damit offen. In Minute 87 kam der nächste Knackpunkt: „Die rote Karte für unseren Tormann – außerhalb des Sechzehners hat er reflexartig mit der Hand das 1:3 verhindert“, schilderte der Coach. Riegerting musste die letzten Minuten in Unterzahl überstehen, blieb aber am Drücker und gab nicht auf. Spät zahlte sich der Aufwand aus: In Minute 90+5 drückte Daniel Kurtagic zum 2:2 über die Linie und ließ die Heimseite jubeln. „Die Moral hat gestimmt. Wir haben uns nie aufgegeben und die Fitness stimmt, um über 90 Minuten zu gehen“, lobte Huber seine Mannschaft. Sein Gesamtfazit fiel klar aus: „Es war ein glückliches, aber verdientes 2:2.“
In der Analyse nahm Huber kein Blatt vor den Mund. „In der ersten Halbzeit haben wir die Zweikämpfe vermieden, keine gute Arbeit gegen den Ball gemacht und die Räume nicht geschlossen“, sagte der Trainer. Nach der Pause war vieles anders: „Gut hat funktioniert, dass wir das Tempo hochgehalten und mit Ball schnell nach vorne gespielt haben.“ Auch den Gegner würdigte er: „Aurolzmünster war in der ersten Halbzeit sehr griffig, man hat gesehen, sie wollten unbedingt den Sieg.“ Zum späten Ausgleich merkte Huber an: „Dem 2:2 könnte laut Aurolzmünster ein Handspiel vorausgegangen sein, das ich aber nicht gesehen habe um beurteilen zu können.“ Eine Spitze gegen den Unparteiischen vermied er bewusst: „Der Schiedsrichter hat einen guten Job gemacht.“ In der Tabelle bleibt Riegerting nach Runde 24 mit nun 33 Punkten auf Rang sieben, Aurolzmünster hält bei 22 Zählern und Platz elf. Für Huber ist der Weg vorgezeichnet: „Top Leistung in der zweiten Halbzeit – darauf werden wir für die Zukunft aufbauen.“