Spielberichte

Kaiser-Doppelpack dreht das Spiel: Mattighofen jubelt nach spätem 3:1 in Aurolzmünster

TSV Aurolzmünster
ATSV Mattighofen

In der 1. Klasse Süd-West setzte sich der ATSV Mattighofen beim TSV Aurolzmünster mit 3:1 durch – und das nach 0:1-Pause. Die Gäste drehten die Partie mit einem späten Doppelschlag von Christian Kaiser und dem Schlusspunkt von Filip Avramovic binnen vier Minuten. Trainer Werner Hartl sprach von einer Wende nach den Wechseln und hob Moral sowie Fitness seines Teams hervor. „Wir haben nie aufgehört, an den Sieg zu glauben“, so der Coach nach einem intensiven Auswärtsabend.

Ball der auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Aurolzmünster legt vor, Mattighofen hadert – Pause bei 1:0

Die Hausherren starteten energisch und setzten früh Akzente, doch Mattighofen blieb gefährlich. „Aurolzmünster hat von Anfang an richtig Druck gemacht, aber zu den besten Chancen sind wir gekommen“, schilderte ATSV-Trainer Werner Hartl. Zwei dicke Möglichkeiten strichen allerdings ungenutzt vorbei – einmal rettete die Stange, einmal die Latte. Dazu fühlte sich Mattighofen gleich doppelt benachteiligt. „Diese zwei Elfmeter musste der Schiedsrichter pfeifen. Hat er aber nicht“, ärgerte sich Hartl. Effektiver zeigte sich in Hälfte eins der TSV: Thomas Fellner verwertete in Minute 25 zur Führung. Mit dem 1:0 zur Halbzeit stand Aurolzmünster obenauf, während der ATSV trotz ansprechender Momente und Wucht im Umschalten vorerst nur dem Rückstand hinterherlaufen musste.

Wechsel bringen Schwung – Kaiser dreht das Spiel im Eiltempo

Aus der Kabine kam Mattighofen mit klarer Ansage und frischem Personal. „Ab der sechzigsten Minute, mit drei Wechseln, waren wir auf ein Tor aus“, erklärte Hartl. Die Gäste wurden immer drückender, gewannen mehr zweite Bälle und hielten das Geschehen nun konsequent in der Aurolzmünsterer Hälfte. Der Lohn folgte spät, aber heftig: In der 82. Minute traf Christian Kaiser zum Ausgleich, nur zwei Minuten später legte derselbe Mann das 1:2 nach. „Die drei Wechsel haben uns richtig Schwung gebracht, und Kaiser hat uns mit seinem Doppelpack in Führung gebracht“, sagte Hartl. Aus seiner Sicht kippte damit die Partie komplett. „Nach dem Ausgleich ist Aurolzmünster gebrochen, wir waren voll am Drücker“, so der Trainer. Den Deckel machte Filip Avramovic in Minute 86 drauf – 1:3 nach einer energischen Schlussphase des ATSV.

Moral, Fitness und eine klare Botschaft aus der Pause

Die Aufholjagd schrieb Hartl nicht nur den frischen Kräften zu, sondern auch der Einstellung seiner Mannschaft. „Die größte Stärke war die kurze Kabinenpredigt – nie aufgeben im Fußball“, betonte er. Der ATSV blieb geduldig, schob die Linie hoch und verteidigte zugleich konzentriert. „Ich war sehr zufrieden. Die Mannschaft ist gut gestanden, diszipliniert und hat gut verteidigt“, fasste Hartl zusammen. Auch die strittigen Szenen aus Hälfte eins verbuchte er unter abgehakt: „Diese Elfmeter wurden nicht gegeben, trotzdem haben wir Moral gezeigt – das freut den Trainer.“ Am Ende wollte Hartl keinen Einzelnen herausheben. „Ich möchte die ganze Mannschaft erwähnen, die nach dem 0:1 eine tolle Moral gezeigt hat.“

Mit dem Auswärtssieg steht Mattighofen bei 34 Punkten auf Rang sieben, Aurolzmünster hält als Elfter bei 22 Zählern. „Es sind nur kleine Punkte, die wir noch verbessern – das bekommen wir hin“, blickte Hartl zuversichtlich voraus.

1. Klasse Süd-West: Aurolzmün. : ATSV Mattighofen - 1:3 (1:0)

  • 86
    Filip Avramovic 1:3
  • 84
    Christian Kaiser 1:2
  • 82
    Christian Kaiser 1:1
  • 25
    Thomas Fellner 1:0