Spielberichte

1:1 gegen Pattigham/Pramet: St. Martin hält stand – Lovrenovic kontert Danninger

Union St. Martin/I.
USV Pattigham/Pramet

In der 1. Klasse Süd-West erkämpfte Union Woodstock St. Martin im Innkreis ein 1:1 gegen das favorisierte USV TOPFenster Pattigham/Pramet. Nach Rückstand zur Pause sorgte Karlo Lovrenovic kurz nach Wiederanpfiff für den Ausgleich. Trainer Karl Osterkorn lobte vor allem die Disziplin seines Teams: „Wir sind defensiv sehr gut gestanden.“ Trotz kurzer Bank und viel Druck des Gegners holte St. Martin einen Zähler – ein Punkt, der laut Coach auf harter Arbeit und einer geschlossenen Leistung basiert.

Fußballspieler mit Ball in Bewegung

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Kompakt stehen, Nadelstiche setzen: So lief die Partie

Von Beginn an war klar, dass St. Martin gegen das spielstarke Pattigham/Pramet geduldig verteidigen und auf Momente warten würde. „Wir haben gewusst, dass es ein schweres Spiel wird“, sagte Karl Osterkorn. Der Plan: tief, eng, aufmerksam. Die Gäste ließen den Ball gut laufen und gingen in Minute 35 in Führung – Oliver Danninger traf zum 0:1. Osterkorn haderte kurz mit der Entstehung: „Der Treffer war aus meiner Sicht Abseits, aber man muss es hinnehmen.“ Zur Pause lag St. Martin hinten, ohne viel zugelassen zu haben. Nach einer deutlichen, aber ruhigen Kabinenansprache kam das Heimteam mutiger heraus. „Wir wollten mehr nach vorne machen, ohne hinten aufzumachen“, erklärte der Coach. Der Ausgleich fiel schnell: Karlo Lovrenovic drückte in der 49. Minute den Ball zum 1:1 über die Linie – ein Moment, der die Partie wieder öffnete. „Das freut mich besonders für den Burschen“, sagte Osterkorn über seinen jüngsten Angreifer. Pattigham blieb am Drücker, hatte weiter mehr vom Ball, doch St. Martin hielt konzentriert dagegen und brachte das Unentschieden über die Zeit.

Defensive als Rückgrat – Osterkorn erklärt den Matchplan

Personell musste St. Martin improvisieren. „Wir sind ersatzgeschwächt hineingegangen und haben umstellen müssen“, so Osterkorn. Aus seiner Sicht war der Schlüssel klar: Kompaktheit in der Zentrale, disziplinierte Wege, und vorne geduldige Nadelstiche. „Die Spieler nehmen das momentan sehr gut auf und setzen es stark um.“ Besonders die Abwehr bekam ein Sonderlob: „In der Mitte sind wir mit den Weilhartners sehr gut gestanden, da ist wenig durchgegangen.“ Auch der Mann zwischen den Pfosten überzeugte. „Unser Torhüter Benedikt Moser war ein sehr guter Rückhalt – bei hohen Bällen sicher, insgesamt sehr stabil.“ Dass der Ausgleich fiel, passte zum Plan: Risiko dosieren, Standards nutzen, hinten dicht halten. „Ich war mit einem Punkt zufrieden – und die Mannschaft hat das umgesetzt“, sagte der Trainer. Lovrenovic’ Ausgleich kurz nach der Pause passte ins Bild. „Der Junge hat es gut gemacht.“ Danach blieb St. Martin geordnet, lief nicht ins offene Messer und verteidigte den verdienten Zähler mit viel Einsatz.

Kulisse, Fairness und Ausblick: „Bei mir gibt es kein Jammern“

Für einen lauten Rahmen sorgte eine gute Kulisse, was der Mannschaft spürbar guttat. „Die Stimmung war gewaltig. Großes Lob an unsere Fans – sie wissen, dass wir personell dünn aufgestellt sind, und unterstützen uns trotzdem bedingungslos“, betonte Osterkorn. Mit der Leitung war er zufrieden: „Der Schiedsrichter war gut, er hat viel laufen lassen.“ Inhaltlich wollte Osterkorn den Punkt nicht schönreden, aber selbstbewusst einordnen. „Wir haben viel gearbeitet, waren defensiv stabil und haben uns das Remis verdient.“ Seine Linie bleibt klar: „Bei mir gibt es kein Jammern.“ Und der Blick geht nach vorne: „Wir wollen in Peterskirchen ein gutes Spiel machen. Die Mannschaft ist heiß, wir bekommen wieder ein bisschen mehr Personal dazu – und wenn es geht, nehmen wir einen Punkt mit.“

1. Klasse Süd-West: St. Martin : USV Pattigham/Pramet - 1:1 (0:1)

  • 49
    Karlo Lovrenovic 1:1
  • 35
    Oliver Danninger 0:1