In der 1. Klasse Süd-West setzte sich die Union FKS/Pfeil-Design Mehrnbach auswärts bei der TSU Mitterbauer Handenberg mit 3:2 durch. Nach einer klaren 2:0-Pausenführung gaben die Gäste das Spiel kurzzeitig aus der Hand, fingen sich aber im Finish und sicherten sich dank eines späten Treffers von Sebastian Weiermann den Sieg. „Wir haben bis zum Schluss gebangt“, sagte Mehrnbachs Sportlicher Leiter Andreas Sageder – am Ende überwog die Erleichterung.

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Mehrnbach legte los wie die Feuerwehr und belohnte sich früh. Michael Reifeltshammer stellte in Minute 16 auf 0:1, noch vor der Pause erhöhte Stefan Schuller auf 0:2 (41.). „Von Anfang an waren wir die bessere Mannschaft und haben uns viele Chancen erarbeitet“, ordnete Andreas Sageder den starken Auftakt ein. Er haderte zudem mit einer Szene vor der Pause: „Wir haben eigentlich das 3:0 gemacht, das wurde aber wegen Abseits aberkannt.“ Dann wäre es entschieden gewesen. Nach dem Seitenwechsel bekam Handenberg wieder Zug, Tobias Hitzginger verkürzte in der 50. Minute auf 1:2. Spätestens mit dem 2:2 durch Milos Bilic (66.) war die Partie völlig offen. „Nach dem 2:2 haben wir lange gezittert, da hätten wir sogar das 3:2 kassieren können“, gab Sageder zu. Doch Mehrnbach schlug im Finish eiskalt zu: In der 86. Minute traf Sebastian Weiermann zum 2:3 und entschied ein wildes Spiel aus Sicht der Gäste.
Für Sageder lag der Schlüssel im breiten Offensivpaket – und in einer Einheit, die in den letzten Wochen zusammengewachsen ist. „Im Endeffekt waren alle drei Tore ausschlaggebend – von Michael Reifeltshammer, von Stefan Schuller und von Sebi Weiermann. Man sieht, dass die vorn harmonieren und das super funktioniert“, sagte der Sportchef. Er verwies auf zuletzt bittere Abende, in denen sich das Team trotz Überlegenheit nicht belohnte: „In manchen Partien zuletzt, etwa gegen Riegerting und Lochen wo wir klar mehr Chancen hatten. Haben wir bei den Chancen nicht das Glück gehabt.“ Diesmal trug die Moral: „Ganz klar die Gemeinschaft. Wir kämpfen uns Woche für Woche durch, obwohl uns oft sieben, acht Spieler im Kader fehlen. Jeder will den Sieg – deshalb ist es verdient, dass wir jetzt belohnt werden.“ Die Worte passten zum Auftritt: lange dominant, dann plötzlich unter Druck, am Ende wieder obenauf – und alle drei Torschützen im richtigen Moment zur Stelle.
Ganz ohne Diskussionen blieb es nicht. „Ich glaube, es hätte einen Handelfmeter für uns geben müssen“, so Sageder. Außerdem sah er eine klare Notbremse ungeahndet: „Alexander Stempfer wäre alleine aufs Tor gelaufen, für mich war das eine rote Karte – es wurde aber gar nicht gepfiffen.“ Gleichzeitig blieb er fair: „In Summe hatte der Schiedsrichter die Partie gut im Griff.“ Sportlich ordnete er die zwei Gegentore ein: „Die Qualität haben sie vorne, vor allem Bilic nach seiner Einwechslung. Grundsätzlich stehen wir aber seit Wochen stabil.“ Rückenwind kam von den Rängen: „Wir haben auswärts immer viele Mehrnbacher dabei – das unterstützt uns enorm.“ In der Tabelle festigt Mehrnbach mit nun 52 Punkten Rang drei, Handenberg hält bei 45 Zählern. Für Sageder ist die Marschrichtung klar: „Vorne passt’s, hinten sind wir stabil – viel verändern müssen wir nicht. Wir wollen genau an diese Leistung anknüpfen.“