In der 1. Klasse Süd-West feierte der USV TOPFenster Pattigham/Pramet einen 5:3-Heimsieg gegen die Union Raiffeisen Neukirchen/Enknach. Nach 1:3-Rückstand drehte die Hintenaus-Elf die Partie mit viel Mentalität und einem starken Schlusssprint. Trainer Michael Hintenaus ordnete den Wendepunkt klar ein: "Der Anschlusstreffer zum 2:3 hat uns sofort zurückgebracht." Neukirchen agierte diszipliniert und lauerte auf Konter – am Ende hatte Pattigham/Pramet die besseren Antworten und holte sich drei wichtige Punkte mit langem Atem.

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Pattigham/Pramet erwischte laut Coach eigentlich einen guten Start, zeigte dann aber Unsicherheiten – und wurde früh bestraft: Schon in Minute 5 stellte Lucian Stolojescu auf 0:1. Die Heimelf antwortete mit dem 1:1 durch Sergen Yilmaz (15.), ehe Stolojescu in der 27. Minute erneut zuschlug und Neukirchen mit einer 2:1-Führung in die Pause ging. "Es war eine sehr schnelle, dynamische Partie, beide Seiten waren konzentriert am Werk", sagte Michael Hintenaus. Direkt nach dem Seitenwechsel fiel das 1:3: Petrica Trandafir vollendete in der 49. Minute einen Konter. Die Reaktion kam prompt – und wurde zum Schlüssel des ganzen Abends: Nur zwei Minuten später köpfte Kapitän Michael Scherzer nach einer Flanke von rechts das 2:3 (51.). Dieses Tor gab sichtbar Auftrieb. Pattigham/Pramet blieb dran, glich durch Kevin Forcher zum 3:3 aus (70.) und drehte die Partie sechs Minuten später – wieder Forcher zum 4:3 (76.). In der Nachspielzeit machte Yilmaz mit dem 5:3 (90+5) endgültig den Deckel drauf.
Für Michael Hintenaus stand der Schlüsselmoment schnell fest: "Der wichtigste Moment im Spiel war der Anschlusstreffer zum 2:3, da waren wir sofort wieder im Spiel." Dass es ausgerechnet ein wuchtiger Kopfball von Kapitän Michael Scherzer nach einer Hereingabe von rechts war, passte zur Aufholjagd: ein klares Signal an die ganze Mannschaft. Der Trainer hob vor allem die innere Haltung hervor: "Gut funktioniert hat die Mentalität." Seine Elf ließ sich vom 1:3 nicht aus der Bahn werfen, sondern blieb geduldig, suchte die nächsten Chancen und drückte das Spiel nach hinten heraus auf die eigene Seite. In dieser Phase trugen auch die Offensivkräfte die Wende: Kevin Forcher schnürte mit den Treffern zum 3:3 und 4:3 einen späten Doppelpack, Sergen Yilmaz sorgte mit seinem zweiten Tor für den Endstand. Oder, wie Hintenaus es zusammenfasste: "Wir hatten gegen Ende die Antworten parat – 4:3 und 5:3."
Bei allem Jubel blieb der Coach fair gegenüber dem Gegner. "Neukirchen spielte diszipliniert", sagte Hintenaus, und erklärte den Ansatz der Gäste genauer: "Der Gegner lauerte auf Konter, spielte in die Tiefe, wenn sie den Ball hatten. Mit Stolojescu vorne hatten sie einen optimalen Konterstürmer." Auch der Unparteiische bekam ein positives Zeugnis: "Der Schiedsrichter hatte die Partie im Griff, er war jederzeit Herr der Lage." Die Kulisse erlebte einen emotionalen Nachmittag. "Die Stimmung im Stadion war zwischendurch angespannt, aber auch gut, weil wir zwischendurch ja die Tabellenführung übernommen hätten", so Hintenaus. Dann der Blick auf die Live-Tabelle: "Ich gratuliere Peterskirchen – sie konnten am Schluss noch den Siegestreffer erzielen. Somit landen wir auf Platz zwei." Nach einem wilden 5:3 und einer starken Reaktion auf Rückschläge bleibt für Pattigham/Pramet vor allem eines hängen: eine Mannschaft mit Charakter, die sich auch nach 1:3 nicht aus dem Konzept bringen ließ.