In der 1. Klasse Süd-West feierte der UFC Peterskirchen/Tumeltsham/Andrichsfurt am letzten Spieltag einen 4:3-Heimsieg gegen die Union Woodstock St. Martin im Innkreis. Die Entscheidung fiel in Minute 90+3 – ein später Treffer besiegelte die Niederlage der Gäste. Trainer Karl Osterkorn haderte mit der letzten Szene und den hohen Bällen: „In der 93. verteidigen wir schlecht.“ Trotz Frust hob er die Moral seines Teams hervor: „Meine Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft – großes Lob.“

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Die Partie startete intensiv und – wie Karl Osterkorn betonte – bei großer Hitze. „Es war ein sehr heißes Spiel. Für Peterskirchen ging es um alles, wir wollten einfach ein gutes Spiel abliefern“, sagte der St.-Martin-Coach. Seine Elf versteckte sich nicht. „Wir hatten zwei Hundertprozentige vor dem 0:1 – ein Lattentreffer von Matthias Luser und eine gute Chance von Haris Karic.“ Die Gastgeber übernahmen allerdings immer wieder das Kommando und nutzten eine ihrer Chancen eiskalt: Nach 24 Minuten stellte Manuel Zeppetzauer auf 1:0. Das 1:0 zur Pause passte ins Bild eines Spiels, in dem Peterskirchen viel Druck entfaltete und St. Martin mit schnellem Umschalten und Mut dagegenhielt, sich aber vor der Pause nicht belohnte.
Nach Wiederbeginn legten die Gäste los – und belohnten sich. In Minute 55 traf Tomas Senft zum 1:1. „Vorne haben wir es gut gespielt, wir sind gut in die Box gekommen und Tomas hat es stark vollendet“, so Osterkorn. Der Jubel hielt aber nicht lange: Nur zwei Minuten später brachte Zoltán Takács den UFC PTA wieder in Führung. St. Martin antwortete erneut: Josef Kluzak köpfte nach 60 Minuten zum 2:2 ein – „ein schönes Kopftor, der Tormann ging rechts, der Ball links rein“, beschrieb der Coach. Die Achterbahnfahrt ging weiter: Jonas Sinzinger stellte in der 64. Minute auf 3:2 für die Hausherren. Die Gäste steckten nicht auf und kamen in der 85. Minute durch den zweifachen Torschützen Senft zum 3:3. „Wir haben uns immer wieder zurückgekämpft – das zeigt die Moral“, lobte Osterkorn seine Mannschaft.
Als vieles auf ein Remis hindeutete, folgte in der Nachspielzeit der Stich ins Herz der Gäste: Elmir Ibricic traf in Minute 90+3 zum 4:3 für Peterskirchen. Osterkorn schilderte die entscheidende Szene so: „Das war ein Freistoß von der Eckfahne, ein hoher Ball – und den haben wir in der 93. Minute schlecht verteidigt. Das war der entscheidende Moment.“ Seine Analyse fiel klar aus: „Ich habe es vor dem Spiel angesprochen – wir haben die hohen Bälle von Peterskirchen schlecht verteidigt. Daraus machen sie drei Tore, da steigen sie gewaltig rauf.“ Auch taktisch sah er Vorteile beim frischgebackenen Meister: „Sie haben im Mittelfeld die entscheidenden Zweikämpfe gewonnen, schnell über außen in die Räume gespielt und dann die hohen Bälle hineingebracht – im Umschalten waren sie besser.“ Zum Unparteiischen meinte er sachlich: „Der Schiri war im Großen und Ganzen gut. Beim dritten Gegentor könnte es Abseits gewesen sein, aber er hat es nicht gesehen – damit ist das Thema für mich erledigt.“
Unabhängig vom bitteren Finish blieb der Rahmen lange in Erinnerung. „900 Zuschauer – die Stimmung war gewaltig. Da war schon ein bisschen Gänsehaut dabei“, erzählte Osterkorn. Auch an die eigene Adresse fand der Trainer warme Worte: „Meine Mannschaft hat sehr gut gespielt und bis zum Schluss gekämpft. Das war eine geschlossene Leistung.“ Er wollte niemanden herausheben – wenngleich der Doppelpack von Tomas Senft und das Kopfballtor von Josef Kluzak viel über die Offensivleistung sagten. „Du musst in Peterskirchen erst drei Tore machen“, merkte er an – ein Satz, der zum Charakter des Spiels passt. Auf der anderen Seite stand, wie er sagte, „eine ein bisschen reifere“ Heimelf, die laut Osterkorn mit dem 4:3 den Meistertitel fixierte. „Wir wollten einen Punkt mitnehmen, das ist uns leider nicht gelungen. Aber wir bleiben sportlich, gratulieren und nehmen unsere Moral mit.“