Im Spitzenspiel der 1. Klasse Süd-West hat die Union Raiba Hochburg-Ach beim ATSV Mattighofen einen 6:1-Kantersieg gefeiert, auch wenn die Partie lange enger war, als das Endergebnis vermuten lässt. Co-Trainer Sebastian Schulz sah den Schlüssel darin, dass der Aufsteiger nach dem Mattighofner Anschlusstreffer standhielt, die Druckphase überlebte und die offenen Räume in der Schlussphase konsequent nutzte.

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Für Hochburg-Ach begann die Partie ideal. Schon in der 3. Minute brachte Philipp Rosenlechner die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau diesen Start hob Sebastian Schulz nach dem Spiel hervor. "Wir sind sehr gut reingestartet mit einem Tor in den ersten Spielminuten", sagte der Co-Trainer. Danach wurde es aber nicht zu einer einseitigen Angelegenheit, sondern zu einer Begegnung, in der sich beide Teams lange nichts schenkten. Schulz sprach von einem Spiel, in dem sich seine Mannschaft "gut mit Mattighofen gematcht" habe. Dazu kamen schwierige Bedingungen. "Es war sehr schwierig zu spielen, vor allem wegen der Platzverhältnisse und natürlich auch wegen des starken Gegners", erklärte er. Kurz vor der Pause erhöhte Manuel Longhino in der 42. Minute auf 2:0, doch mit dem Anschlusstreffer von Edonis Osdautaj in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war Mattighofen wieder voll in der Partie und ging mit einem 1:2 in die Kabine.
Dass die Partie nach dem Anschlusstreffer noch einmal kippen konnte, daraus machte Schulz gar keinen Hehl. Für ihn lag genau dort der entscheidende Abschnitt des Nachmittags. "Der entscheidende Moment war sicher, dass wir gut dagegengehalten haben, als es 1:2 stand, und die Druckphase von Mattighofen überstanden haben", sagte er. Aus seiner Sicht war das die Grundlage dafür, dass seine Mannschaft später noch so klar davonzog. Denn solange nur ein Tor Unterschied auf der Anzeigetafel stand, musste Hochburg-Ach viel Arbeit gegen den Ball verrichten. Erst als Mattighofen mehr riskieren musste, öffneten sich jene Räume, von denen Schulz mehrfach sprach. "Danach haben sich natürlich Räume geöffnet. Diese haben wir dann bespielt und so unsere Tore in den Kontermöglichkeiten erzielt", erklärte er. In der 73. Minute sorgte David Wengler mit dem 3:1 für mehr Ruhe, und in der Schlussphase wurde das Ergebnis dann deutlich. Aysen Raad Abed Halata traf in der 81. Minute zum 4:1, Adrian Michael Etmanski legte nur eine Minute später das 5:1 nach, ehe David Wengler in der 90. Minute auch noch den Schlusspunkt setzte. Gerade diese letzten Minuten bewertete Schulz als besonders wichtig: "Die Tore in den letzten Spielminuten waren ganz klar die entscheidenden, weil sich Räume ergeben haben. Diese Chancen haben wir sehr gut ausgespielt."
Auch wenn sechs Tore auf dem Spielbericht stehen, sah Schulz die Stärke seiner Mannschaft nicht nur im Offensivspiel, sondern vor allem in der Art, wie die Union Hochburg-Ach die Partie angenommen hat. "Besonders gut funktioniert hat heute einfach die Einstellung, um jeden Ball zu kämpfen, auch um die zweiten Bälle zu kämpfen, nicht nachzulassen und geschlossen und gemeinsam zu verteidigen", sagte er. Genau das passte aus seiner Sicht zu den Bedingungen und zu einem Gegner, den er sehr hoch einschätzte. "Der ATSV Mattighofen hat uns über 90 Minuten das Leben schwer gemacht. Sie sind eine sehr gute Mannschaft und stehen auch verdient dort, wo sie in der Tabelle sind", meinte Schulz. Trotz des klaren Resultats sprach er auch Punkte an, die seine Mannschaft besser lösen kann. "Wir hatten teilweise Ballverluste im Spielaufbau oder nicht gut geklärte Bälle. Das soll aber kein großer Kritikpunkt sein, das war den schwierigen Platzverhältnissen geschuldet", sagte er. Zufrieden war er auch mit der Spielleitung. "Schiedsrichter Weilhartner hat das sehr menschlich und fair gepfiffen." Unter dem Strich nahm Hochburg-Ach damit nicht nur ein 6:1 aus Mattighofen mit, sondern auch die Bestätigung, dass die Mannschaft in einem schweren Auswärtsspiel geduldig bleiben und im richtigen Moment zuschlagen kann. Mit dem Sieg bleibt die Union in der Tabelle auf Rang zwei, während Mattighofen als Vierter trotz der klaren Niederlage lange ein unangenehmer Gegner war.