In der 1. Klasse Süd-West hat die Union order4you Mehrnbach am Samstagnachmittag die Union Aspach-Wildenau mit 5:0 besiegt und damit die Tabellenführung untermauert. Für Andreas Sageder lag der Unterschied nicht in einer einzelnen Szene, sondern in der Art, wie der frischgebackene Herbstmeister die Partie von Beginn an anging. „Bei einem 5:0 war es das Gesamtpaket“, sagte der sportliche Leiter nach dem zehnten Saisonsieg.

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Mehrnbach machte schon in der ersten halben Stunde klar, wohin dieses Spiel gehen würde. Alexander Stempfer brachte die Gastgeber in der 10. Minute mit 1:0 in Führung, Paul Kaiser legte nach 20 Minuten das 2:0 nach und noch vor der Pause erhöhte Sebastian Weiermann auf 3:0. Damit war die Linie dieser Begegnung früh erkennbar. Sageder sah genau darin den Kern des Auftritts. „Man hat von Anfang an gesehen, dass wir den Sieg unbedingt wollten“, sagte er. Für ihn war entscheidend, dass seine Mannschaft von den ersten Minuten an mit der richtigen Haltung am Platz stand und den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen ließ. „Es hat sich relativ schnell gezeigt, wer hier die Nummer eins ist“, ordnete er die starke Anfangsphase ein.
Interessant war aus Sicht des sportlichen Leiters, dass er den deutlichen Sieg gerade nicht auf ein einzelnes Tor herunterbrechen wollte. Obwohl Mehrnbach schon vor der Pause drei Treffer erzielt hatte, sprach Sageder nicht von einem Schlüsselmoment, sondern von einer durchgehend runden Leistung. „Es waren nicht ein Tor oder zwei Tore entscheidend, sondern alle Tore. Sie waren alle super herausgespielt“, sagte er. Dabei hob er auch hervor, dass Mehrnbach trotz Ausfällen wieder eine funktionierende Elf aufs Feld brachte. „Es haben zwei, drei Leute gefehlt, aber wir haben wieder elf dastanden, die gewinnen wollten“, meinte Sageder. Dazu passte für ihn, dass seine Mannschaft hinten kaum etwas zuließ und vorne konsequent blieb. „Hinten sind wir super gestanden, und die vorderen Reihen haben das sehr gut gemacht“, fasste er den Auftritt zusammen.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie noch einmal eine markante Szene. In der 47. Minute sah Aspach/Wildenau-Spieler Marcel Braschel die Rote Karte, nur eine Minute später stellte Felix Aichinger auf 4:0. Spätestens da war die Partie endgültig entschieden, ehe Sebastian Weiermann in der 81. Minute mit seinem zweiten Treffer den Endstand herstellte. Sageder selbst wollte die Szene rund um den Ausschluss nicht größer machen, als sie für ihn war. „Ich habe es selbst zu wenig gesehen. Aber wenn ein Spieler einem anderen absichtlich den Ball ins Gesicht schießt und der Schiedsrichter das so gesehen hat, dann ist rot in Ordnung“, sagte er. Diskussionen über andere strittige Situationen gab es aus seiner Sicht ohnehin kaum, viel mehr sprach für ihn das klare Kräfteverhältnis am Platz.
Mit dem 5:0 untermauerte die noch ungeschlagene Union Mehrnbach nicht nur Platz eins nach zwölf Runden, sondern auch das Bild, das Sageder von seiner Mannschaft zeichnete. Für ihn ist der Lauf der letzten Wochen kein Zufall. „Was wir in den letzten Wochen und Monaten gearbeitet haben, trägt einfach Früchte“, sagte er. Besonders wichtig war ihm dabei der Gedanke der Geschlossenheit. „Trainerteam, Spieler, Zuschauer und Fans sind eins“, so Sageder, der auch den Anteil des Trainerstabs betonte: „Die Trainer stellen uns Woche für Woche richtig ein.“ Genau dieses Gesamtbild sah er auch gegen den Tabellenletzten. Während Mehrnbach den nächsten klaren Sieg feierte, war für den sportlichen Leiter vor allem eines sichtbar: eine Mannschaft, die im Moment genau weiß, was sie will und sich dafür auch regelmäßig belohnt.