In der 1. Klasse Süd-West hat der TSV Aurolzmünster am Samstagnachmittag gegen den WSV-ATSV Ranshofen eine empfindliche 0:5-Heimniederlage hinnehmen müssen. Schon zur Pause lagen die Gastgeber 0:3 zurück, am Ende fiel das Ergebnis auch aus Sicht von Co-Trainer Markus Liederer deutlich aus. "Wir waren von der ersten Minute weg nicht so präsent, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte er nach einer Partie, in der der Tabellenvorletzte früh die Richtung vorgab.

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Schon nach sechs Minuten brachte Tom Kreilinger die Gäste mit 1:0 in Führung, nur fünf Minuten später legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Als Kreilinger in der 29. Minute auch noch zum 3:0 traf, war die Partie aus Sicht von Aurolzmünster schon vor der Pause in eine ganz schwierige Richtung gelaufen. Liederer beschrieb es so: "Im Endeffekt war es von Beginn weg ein Spiel auf einer schiefen Ebene." Entscheidend war für ihn nicht nur der frühe Rückstand. Zwar hätte seine Mannschaft laut dem Co-Trainer nach dem 0:1 "im Gegenzug auch den Ausgleich machen können", insgesamt aber konnte Aurolzmünster dem Druck über weite Strecken nicht genug entgegensetzen und ging deshalb mit einem klaren 0:3 in die Kabine.
Gerade darin sah Liederer auch den eigentlichen Unterschied zwischen den beiden Teams. Einen einzelnen spielentscheidenden Moment wollte er gar nicht groß herausheben, vielmehr sprach er von einem Auftritt, bei dem fast nichts wie gewünscht funktionierte. "Wir waren von der ersten Minute weg nicht so präsent, wie wir uns das vorgestellt haben. Ranshofen hat uns von Anfang an unter Druck gesetzt und war spielerisch, läuferisch und kämpferisch besser als wir", sagte der Co-Trainer. Besonders in den Zweikämpfen und bei den zweiten Bällen habe seine Mannschaft zu wenig Präsenz gezeigt. Die Gäste dagegen seien in jeder Situation hellwach gewesen und hätten die schwierigen Platzverhältnisse sehr gut gelöst. Für Liederer erklärte sich so auch, warum die Niederlage nicht nur zustande kam, sondern am Ende in dieser Höhe verdient war.
Nach dem Seitenwechsel fand der TSV Aurolzmünster keinen Weg zurück in die Partie. Statt einer Reaktion erhöhte Samuel Forster in der 58. Minute auf 4:0 für Ranshofen, ehe Gabriel Kreuzwirth in der 69. Minute auch noch den fünften Treffer nachlegte. Für Liederer passte auch diese Phase zum Gesamtbild des Nachmittags. "Wir haben einen rabenschwarzen Samstag erwischt", sagte er und ergänzte: "Das Kämpferische hat nicht funktioniert, das Läuferische nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben." Diskussionen rund um Schiedsrichter Winkler gab es keine, seine Leistung bezeichnete Liederer als "okay" und "unauffällig". Viel wichtiger ist für Aurolzmünster nun die Reaktion auf dieses 0:5. Der Co-Trainer will die Partie im Training aufarbeiten, dann aber rasch abhaken und den Fokus auf das letzte Spiel gegen Mattighofen richten.