In der 1. Klasse Süd nahm Union Raiffeisen Zell am Moos im Derby bei TSV Sparkasse Frankenmarkt dank eines Treffers in der 90.+2 einen 2:1-Auswärtssieg mit. Nach einer zähen ersten Hälfte (0:0) brachte Golem Shabani die Gäste in Führung, Lukas Schwab glich aus, ehe Bernhard Zach spät den Siegtreffer erzielte. Trainer Alexander Wesenauer sprach von einem „Lucky Punch“ – und sah seine Elf vor allem wegen der Kompaktheit über 90 Minuten im Vorteil.

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Frankenmarkt und Zell am Moos ließen sich in diesem Nachbarschaftsduell lange nicht in die Karten schauen. Zur Pause stand es 0:0, was die ersten 45 Minuten gut beschreibt: viel Arbeit, wenig klare Offensivaktionen. Nach Wiederanpfiff wurden die Gäste aktiver und setzten mehr Nadelstiche, kassierten aber zunächst keinen Lohn – im Gegenteil, ein Elfmeter der Union blieb ungenutzt. In der 75. Minute war der Bann dann gebrochen: Golem Shabani traf zum 0:1. Frankenmarkt steckte nicht auf und kam durch Lukas Schwab in Minute 84 zum 1:1. Die Partie schien auf ein Remis hinauszulaufen, bis Bernhard Zach in der 90.+2 eiskalt blieb und das 1:2 markierte. Es war genau jener späte Moment, den Alexander Wesenauer als „Lucky Punch“ bezeichnete – der letzte Stich in einem Derby, das bis zum Schluss völlig offen war.
Alexander Wesenauer war nach dem Schlusspfiff ehrlich erleichtert: „Nach neunzig Minuten bin ich unglaublich froh über den Derbysieg in Frankenmarkt, obwohl es kein sehr gutes Spiel von uns war. Gerade deswegen ist es ein sehr wichtiger Auswärtssieg, den wir 2:1 gefeiert haben.“ Entscheidender Moment aus seiner Sicht? „Natürlich war das 2:1 ein Lucky Punch.“ Den Weg dorthin skizzierte er klar: „Die erste Halbzeit war nicht sehr gut von uns – defensiv stabil, offensiv kaum vorhanden, ganz wenige Chancen. In der zweiten Halbzeit waren wir besser, wir hatten mehr Chancen, haben zwei Tore geschossen und zusätzlich einen Elfmeter verschossen.“ Was seine Mannschaft dennoch durchtrug, fasste der Coach so zusammen: „Schlussendlich war es die Kompaktheit. Wir haben über neunzig Minuten gut verteidigt, eine gute Torhüterleistung gehabt und irgendwo haben wir uns das dann auch verdient.“
Wesenauer betonte mehrfach die Ausgeglichenheit der Partie: „Die Partie war über neunzig Minuten offen. Man muss Frankenmarkt gratulieren. In der ersten Halbzeit waren sie besser, die zweite Halbzeit war dann pro Zell am Moos.“ Für den Gegner fand er insgesamt lobende Worte: „Gut eingestellt. Neuer Trainerkollege – sehr strukturiert, gute Abwehrleistung.“ Auch zur Leitung blieb der Ton sachlich, wenngleich er beim 1:1 Zweifel anmeldete: „Der Schiedsrichter war für mich gut. Beim Ausgleich glaube ich, dass ihn der Linienrichter im Stich gelassen hat. Ich glaube, dass das 1:1 nicht hätte zählen dürfen.“ Für die letzten Runden hat der Coach einen klaren Auftrag an sein Team: „In der Endphase der Meisterschaft schwinden auch ein bisschen die Kräfte. Wir haben sehr viel Einsatz gezeigt, das hat gepasst. Spielerisch müssen wir uns verbessern.“ In der Tabelle steht Union Zell/Moos mit 40 Punkten auf Rang fünf, Frankenmarkt hält bei 27 Zählern auf Platz zehn – der Auswärtssieg gibt den Gästen für den Saison-Schlussspurt Rückenwind.