Spielberichte

„Vor dem Tor hat uns die Kaltschnäuzigkeit gefehlt“ – TSV Frankenmarkt bleibt ohne Auftakttor

Union Zell/Moos
Frankenmarkt

In der 1. Klasse Süd ist der Union Raiffeisen Zell am Moos und dem TSV Sparkasse Frankenmarkt zum Start kein Treffer gelungen. Das 0:0 war aus Sicht der Gäste aber kein leeres Remis, sondern vor allem ein Spiel der vergebenen Möglichkeiten. Neo-Trainer Tobias Aschenberger sah seine Mannschaft in den entscheidenden Phasen mit den besseren Chancen, musste aber anerkennen, dass Karl Berger den möglichen Auswärtssieg mehrmals verhinderte.

Fünf Bälle in Gelb/Violett auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Die besten Möglichkeiten blieben ungenützt

Das 0:0 zur Pause wirkte auf dem Papier unspektakulär, aus Sicht des TSV Sparkasse Frankenmarkt hatte die Partie da aber schon eine klare Richtung. Tobias Aschenberger sprach nach dem Schlusspfiff von mehreren guten Möglichkeiten, die seine Mannschaft im ersten Durchgang liegen ließ. „Bereits in der ersten Halbzeit haben wir zwei Torchancen gehabt, wo wir ganz alleine vor dem Torwart gestanden sind und er noch pariert hat“, sagte der Trainer. Gleichzeitig verschwieg er nicht, warum es trotz dieser Situationen ohne Führung in die Kabinen ging. „Der Abschluss ist zu schwach ausgefallen“, meinte Aschenberger offen. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich für den TSV Sparkasse Frankenmarkt wenig am Bild. Wieder gab es laut dem Trainer zwei Situationen, in denen „eigentlich einmal das 1:0 auf unsere Seite fallen muss“, doch wieder war Karl Berger zur Stelle und hielt Union Raiffeisen Zell am Moos im Spiel.

Spielaufbau passte, der letzte Punch fehlte

Gerade deshalb fiel die Analyse des Trainers zweigeteilt aus. Einerseits sah Tobias Aschenberger viele Dinge, die beim TSV Sparkasse Frankenmarkt schon in der ersten Runde gut funktioniert haben. „Unser Spielaufbau hat sehr gut funktioniert. Da haben wir das, was wir uns vorgenommen haben, relativ gut umgesetzt“, erklärte er. Auch gegen den Ball habe seine Mannschaft ordentlich gearbeitet und in den meisten Situationen das gebracht, was verlangt war. Der große Unterschied zwischen einem ordentlichen Auswärtsauftritt und drei Punkten lag für ihn deshalb einzig im Strafraum. „Ganz klar hat uns die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gefehlt“, sagte Aschenberger. Die Chancen seien vorhanden gewesen, und gerade das machte das Remis aus seiner Sicht etwas ärgerlich. „Wir haben das Match eigentlich gut gemacht, aber das letzte bisschen Glück oder eben die Kaltschnäuzigkeit hat gefehlt“, brachte es der Trainer auf den Punkt.

Berger ragt heraus, der Punkt bleibt trotzdem stehen

Den Auftritt der Union Zell am Moos redete der neue TSV-Trainer dabei keineswegs klein. Die Heimischen seien „gut, bemüht und mutig“ gewesen und hätten versucht, ihren Spielaufbau durchzuziehen. Nach vorne sei zwar auch viel über hohe Bälle gegangen, die ganz großen Möglichkeiten habe Tobias Aschenberger beim Gegner aber nur selten gesehen. „Im ganzen Spiel sind sie eigentlich nur zu ein, zwei großen Torchancen gekommen“, lautete seine Einschätzung. Auch mit der Spielleitung war der Trainer einverstanden. „Schiedsrichter Krstic hat das Spiel gut geleitet“, sagte er und sprach von wenigen strittigen Situationen. So blieb es zum Auftakt der Saison bei einem torlosen Remis und einem Punkt für beide Teams. Beim TSV Frankenmarkt wird nach diesem 0:0 trotzdem das Gefühl überwiegen, dass am Sonntagnachmittag mehr drin gewesen wäre, wenn vor dem Tor nur ein wenig mehr Konsequenz da gewesen wäre.