In der 1. Klasse Süd hat sich die Union Gampern im Derby gegen die Sportunion Neukirchen/Vöckla-Puchkirchen am Ende klar mit 0:4 geschlagen geben müssen. Trainer Alexander Steiner sah vor allem vor der Pause wegen der schwierigen Witterung keine einfache Partie, sprach danach aber von einem verdienten Sieg. Ausschlaggebend waren für ihn die Treue zur eigenen Linie, das spielstarke Mittelfeld und eine Chancenverwertung, die auch diesmal wieder gut war.

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Der Beginn war aus Sicht des Neukirchner Trainers alles andere als angenehm. Steiner schilderte, dass die Sturmböen vor allem in der ersten Halbzeit vieles erschwerten und ein geordnetes Passspiel kaum zuließen. „Aufgrund der Witterung war es zu Beginn wirklich schwierig, spielerische Lösungen zu kreieren. Die Sturmböen machten ein Passspiel, vor allem ein hohes Passspiel, teilweise unmöglich“, sagte er. Deshalb sei das Offensivspiel zunächst „eher auf Zufälle aufgebaut“ gewesen. Trotzdem gelang Sportunion Neukirchen/V.-Puchkirchen in dieser Phase der wichtige Treffer: In der 31. Minute brachte Stefan Trauner die Gäste mit einem Freistoß 1:0 in Führung. Für Steiner war genau dieses Tor besonders wichtig, weil es seiner Mannschaft in einer Phase half, in der spielerisch noch nicht alles wie gewohnt lief.
Mit Fortdauer der Partie änderten sich die Bedingungen, und genau das kam den Gästen entgegen. Steiner erklärte, dass sich der Wind nach der Pause legte und seine Mannschaft dadurch wieder mehr zu ihrem Spiel fand. „In der zweiten Halbzeit legte sich der Wind, und so konnten wir auch spielerisch überzeugen“, fasste er zusammen. Das machte sich auch am Ergebnis bemerkbar. In der 70. Minute erhöhte Maximilian Dißlbacher-Fink auf 2:0, wobei Steiner vor allem die Entstehung hervorhob: „Das 2:0 war eine sehr starke Einzelleistung von Maximilian Dißlbacher-Fink, der sich über links gut durchgesetzt und dann gezielt abgeschlossen hat.“ Danach blieb Sportunion Neukirchen/V.-Puchkirchen am Drücker. Jakob Rudolf Reisz stellte in der 78. Minute auf 3:0, ehe in der 89. Minute ein Eigentor von Simon Premm den 4:0-Endstand brachte. Für Steiner war das die logische Folge einer zweiten Halbzeit, in der seine Mannschaft deutlich klarer auftrat als noch vor der Pause.
Den entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Teams machte Steiner nicht an einem einzelnen Moment fest, sondern an der Gesamtleistung seiner Mannschaft. „Ich glaube, dass wir den Sieg als Mannschaft einfach mehr wollten, unserer Linie treu geblieben sind und trotz der Witterungsumstände versucht haben, spielerische Lösungen zu kreieren“, sagte der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Elf im Abschluss konsequent war. „Wir waren vor dem Tor sehr eiskalt mit unseren Chancen.“ Gleichzeitig bescheinigte er Union Gampern gerade im Derby einen engagierten Auftritt. Der Gegner habe versucht, „über die Zweikämpfe den nötigen Impuls zu setzen“ und sei zu Beginn auch vorne immer wieder gefährlich gewesen. Mit Fortdauer des Spiels habe Sportunion Neukirchen/V.-Puchkirchen aber fitter und abgeklärter gewirkt. Steiner lobte außerdem das eigene Kurzpassspiel, das „sehr gut“ funktioniert habe, und zeigte sich auch mit der Zweikampfstärke zufrieden. Als weiteren Schlüssel nannte er das Mittelfeld: Mit einem spielstarken Zentrum habe seine Mannschaft das Spiel mehr und mehr in die gewünschte Richtung gelenkt.
Dass der Sieg am Ende auch in dieser Höhe zustande kam, führte Steiner auf mehrere Punkte zurück, doch einen Spieler hob er besonders hervor. Den Torschützen zum 3:0, Jakob Reisz, sah er als Mann des Spiels. Der Rückkehrer aus Kammer habe im Mittelfeld „eine sehr, sehr überzeugende Leistung“ geboten und „deutlich zum Sieg beigetragen“. Auch damit unterstrich der Trainer noch einmal, dass die Sportunion Neukirchen/V.-Puchkirchen das Derby nicht nur über einzelne Aktionen, sondern über eine geschlossene Mannschaftsleistung und über die Kontrolle im Zentrum auf seine Seite zog. Zur Leistung von Schiedsrichter Midzic meinte Steiner knapp: „In Summe war es okay.“ Für die Tabelle bringt der klare Auswärtssieg jedenfalls einen perfekten Start: Nach zwei Runden halten die Neukirchener bei sechs Punkten und können laut Steiner mit einem guten Gefühl in die nächsten Aufgaben gehen.