In der 1. Klasse Süd hat der UFC Attergau gegen die SPG Zipf/UVB einen 3:1-Heimsieg eingefahren, der laut Trainer Andreas Staudinger lange auf der Kippe stand. Nach einer frühen Führung und dem Ausgleich zur Pause zog sich die Partie zäh dahin, ehe der UFC in der Schlussphase zuschlug. „Am Ende war es ein bisschen ein glücklicher Sieg“, sagte der Coach und verwies vor allem auf eine geklärte Großchance auf der Linie.

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Der Beginn passte genau zu jener Beschreibung, die Andreas Staudinger nach dem Abpfiff wählte. „Von Anpfiff weg wollten beide Mannschaften nicht zu viel riskieren“, sagte der Trainer von UFC Attergau. Vieles spielte sich zunächst ohne große Ausschläge ab, ehe UFC Attergau mit dem ersten gefährlichen Angriff vorlegte. In der 14. Minute ging es über die Seite, Simon Eggl schloss laut Staudinger sofort ab und setzte den Ball zum 1:0 ins lange Eck. Die Führung gab dem Spiel aber keine klare Richtung. SPG ATSV Zipf/UVB blieb drin und kam in der 31. Minute zum 1:1 durch Rafael Kurtulmus. Staudinger sprach dabei offen von einer „Einladung“, weil ein Abwehrfehler den Ausgleich begünstigte. Mit dem 1:1 zur Pause war damit alles offen, und genau so fühlte sich die Partie auch an.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie nicht zwingender, sondern eher zäher. Andreas Staudinger nannte die zweite Halbzeit „ein bisschen magere Kost“, und genau so entwickelte sich das Spiel auch über weite Strecken. UFC Attergau stand zwar weiter kompakt, konnte SPG ATSV Zipf/UVB aber nicht komplett aus dem Spiel nehmen. Den aus seiner Sicht wichtigsten Moment sah der Trainer deshalb in einer Szene, die in keiner Torschützenliste auftaucht. Nach einem Rückpass landete der Ball bei einem Angreifer von SPG ATSV Zipf/UVB, der noch einmal querlegte, doch ein Verteidiger von UFC Attergau klärte auf der Linie. „Wenn wir da 2:1 in Rückstand geraten, wäre das Spiel wahrscheinlich anders verlaufen“, sagte Staudinger. Diese Aktion hielt UFC Attergau in einer Phase im Spiel, in der der Ausgang völlig offen war.
Als vieles schon auf ein Remis hindeutete, kam UFC Attergau doch noch zum entscheidenden Treffer. Andreas Staudinger sprach selbst von einem „Lucky Punch“, weil die Führung erst kurz vor Schluss fiel. In der 90. Minute kam ein Diagonalball auf Simon Sagerer, der den Ball annahm, im Eins-gegen-eins mit dem Tormann ruhig blieb und zum 2:1 einschob. SPG ATSV Zipf/UVB musste danach mehr riskieren, und UFC Attergau nutzte den Raum in der Nachspielzeit zum dritten Treffer. Ein langer Ball erreichte Johannes Hemetsberger, der vorne etwas Ballglück hatte und dann nur noch mit dem rechten Fuß ins leere Tor einschieben musste. „Da war der Deckel drauf“, sagte Staudinger über das 3:1 in der 92. Minute. Erst damit war eine Partie entschieden, die lange in beide Richtungen kippen konnte.
Gerade weil der UFC Attergau das Spiel nicht durchgehend im Griff hatte, fiel die Einordnung des Trainers entsprechend nüchtern aus. „Wir waren eine geschlossene, kompakte Einheit. Wir haben wieder viel miteinander gearbeitet und defensiv eigentlich sehr kompakt gestanden“, sagte Andreas Staudinger. Gleichzeitig hielt er fest, dass die Attergauer „über 90 Minuten auch nicht alles wegverteidigen“ konnten. Auch für die SPG Zipf/UVB fand er klare Worte. Der Gegner sei „über die Achse im Zentrum richtig gut“ gewesen und insgesamt eine „kompakte, gute Einheit“. Deshalb ordnete der Trainer den Heimsieg ehrlich ein und machte aus dem 3:1 keinen glatten Pflichtsieg. Für Attergau bleiben aber drei Punkte aus Runde zwei, und nach so einer zähen Partie wird man dieses Ergebnis am Ende trotzdem gerne mitnehmen.