In der 1. Klasse Süd hat sich der ATSV Lenzing mit 3:1 gegen den FC Altmünster durchgesetzt – in einer Partie, die laut Sektionsleiter Nihad Purkovic lange völlig offen war. Nach dem 1:1 zur Pause fiel die Entscheidung erst in der Schlussphase. Purkovic brachte den Verlauf nach dem Schlusspfiff mit einem Satz auf den Punkt: „Wer das zweite Tor macht, gewinnt die Partie.“
Purkovic sah seine Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit im Plus. „In der ersten Halbzeit waren wir spielerisch die bessere Mannschaft“, sagte der Sektionsleiter, und auf der Anzeigetafel schlug sich das zunächst auch nieder. Manuel Alexander brachte die Gastgeber in der 27. Minute in Führung. Es war die Phase, in der sich Lenzing laut Purkovic eher hätte lösen können und insgesamt den besseren Eindruck hinterließ. Ganz weg kam der ATSV aber nicht. Statt mit einer Führung in die Kabine zu gehen, kassierten die Heimischen kurz vor dem Seitenwechsel noch den Ausgleich. Roland Gajdo stellte in der 43. Minute auf 1:1 und sorgte damit dafür, dass die Partie zur Pause wieder völlig offen war.
Nach der Pause veränderte sich das Bild nach Einschätzung von Purkovic deutlich. „Die zweite Halbzeit war ausgeglichen“, sagte er, und genau so entwickelte sich die Partie dann auch. Vieles blieb offen, es ging mehr hin und her als vor dem Seitenwechsel. Einen klaren Vorteil wollte der Funktionär in dieser Phase nicht mehr erkennen, auch wenn er meinte, dass es „vielleicht spielerisch mehr für uns“ gewesen sei. Im Großen und Ganzen sah er aber eine Begegnung, in der der nächste Treffer wohl die Richtung vorgeben würde. Genau das passierte dann spät. In der 88. Minute erzielte Manuel Alexander sein zweites Tor an diesem Nachmittag und brachte Lenzing mit 2:1 nach vorne. Als Stefan Sammer in der Nachspielzeit zum 3:1 traf, war die Partie endgültig entschieden.
Für Purkovic lag der Grund für den Heimerfolg nicht in einer einzelnen Szene und auch nicht in einer besonderen Aktion, die man herausheben müsste. Er machte vielmehr die gesamte Leistung seiner Mannschaft zum zentralen Punkt seiner Analyse. „Ausschlaggebend war eine mannschaftlich gute Leistung und kämpferisch eine sehr gute Leistung“, sagte er. Gerade in einem Spiel, das so lange eng blieb, bekommt so eine Aussage zusätzliches Gewicht. Purkovic wollte den Sieg ausdrücklich nicht auf einen Moment reduzieren. „Eine separate Aktion herauszunehmen, gab es keine“, erklärte er. Stattdessen verwies er auf das Zusammenspiel aus Einsatz, Geschlossenheit und jener Qualität, die im Kader vorhanden ist. Dass Lenzing ein ausgeglichenes Spiel am Ende doch noch auf seine Seite zog, passte damit genau in sein Bild dieser 90 Minuten.
Auch die größte Stärke seiner Mannschaft verortete Purkovic im gemeinsamen Auftreten. „Die größte Stärke war die mannschaftliche Leistung“, sagte er und ergänzte, dass dazu natürlich auch „die eine oder andere individuelle Stärke“ komme, die in so einer Partie entscheidend sein könne. Wichtig war ihm dabei, dass seine Mannschaft diese Haltung über die gesamte Spielzeit gezeigt habe. „Das war von der ersten Minute bis plus fünf klar“, so Purkovic. Trotz des 3:1-Erfolgs wollte er den Auftritt aber nicht als rundum abgeschlossen darstellen. „Verbesserungspotenzial gibt es immer und überall“, betonte er. So bleibt für den ATSV Lenzing ein Sieg, der nicht von einer überlegenen zweiten Halbzeit lebte, sondern von Geduld, geschlossener Arbeit und der Konsequenz in der Schlussphase.